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Pfändungsfreigrenze bezüglich Netto


22.12.2014 20:20 |
Preis: ***,00 € |

Zwangsvollstreckung, Zwangsversteigerung


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Guten Abend,
mein Mann hat ein Nettoeinkommen von 3200,-
Wir haben gemeinsam 2 Kinder für die er Unterhaltspflichtig ist.
Wir haben eine Wohnung die wir vom Arbeitgeber aus bewohnen müssen.
Die Miete wird bereits im Gehalt abgezogen.Das heißt die Miete ist bezahlt und wir bekommen 3200,- netto ausbezahlt.Nun haben wir eine Pfändung vom Finanzamt.
Da man dort auch etwas ratlos zu sein scheint und wir im Internet nichts bezüglich dazu finden nun unsere Frage.
Wir wird hier nach der Pfändungsfreitabelle gerechnet.Darf das Finanzamt uns die Miete zusätzlich berechnen? Oder wird der Freibetrag anhand des Nettoeinkommens von 3200,- berechnet.Sonst wären es mit Miete knapp 4000,- netto.
Wie hoch wäre dann unser auszahlbarer Betrag bei 3 Unterhaltspflichtigen Personen.
Vielen Dank und schöne Weihnachten
Eingrenzung vom Fragesteller
22.12.2014 | 20:22
22.12.2014 | 21:37

Antwort

von


6 Bewertungen
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Sehr geehrte Fragenstellerin,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Geld- und Sachleistungen sind insgesamt zu betrachten. Erhalten Sie aus Ihrem Arbeitsverhältnis neben dem in Geld zahlbaren Einkommen auch Sachbezüge, so sind Geld- und Sachbezüge zum Zwecke der Pfändung zusammenzurechnen. Sachbezüge sind dabei Sachen oder Dienstleistungen, die der Arbeitgeber aufgrund des Dienstverhältnisses an den Schuldner zu privaten Zwecken gewährt.
Sie stellen Arbeitseinkommen nach § 850 Abs. 2 ZPO dar und werden dem Arbeitnehmer entweder unentgeltlich oder verbilligt überlassen. Typische Sachbezüge sind freie Verpflegung, Unterkunft, Nutzung von Dienstwohnung und Firmenwagen.

Es kommt also maßgeblich darauf, ob Sie die Dienstwohnung verbilligt vom Arbeitgeber bekommen. Sollten Sie diese nicht verbilligt bekommen, wäre Ihr zugrundeliegender Nettolohn 4000,00 EUR monatlich. Mithin wären grds. pro Monat, bei einer Unterhaltsverpflicht für drei Personen, 1193,36 EUR pfändbar; da ein Mehrbetrag über 3.203,67 EURO voll
pfändbar ist. Auszahlbetrag ~ 2006,64 EUR.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt Stefan Moeser, LL.B., B.A.


Nachfrage vom Fragesteller 23.12.2014 | 12:12

Danke für Ihre Antwort,greit dann nicht §851? Da wir ja uns nicht aussuchen können ob wir hier wohnen möchten wir sind verpflichtet.
Schöne Feiertage!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 23.12.2014 | 13:17

Sehr geehrte Fragenstellerin.

für sich gesehen sind Sachbezüge nach § 851 ZPO unpfändbar. Da solche Leistungen jedoch einen geldwerten Vorteil darstellen, wäre ihre Nichtberücksichtigung bei der Bemessung des unpfändbaren Grundfreibetrags im Vergleich zu anderen Schuldnern, die nur ein Arbeitseinkommen in bar erhalten, ungerecht. Weiteres Argument: Sachbezüge werden auch bei der Besteuerung nach dem Einkommensteuergesetz berücksichtigt.

Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie auch schöne Feiertage.

Beste Gruesse

Rechtsanwalt Stefan Moeser, LL.B., B.A.

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