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Pfändungs-Freigrenze bei Arbeitslosigkeit


| 21.06.2007 15:43 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Guten Tag,

ich bin zurzeit Arbeitslos. Bei mir steht demnächst nun eine Zwangsvollstreckung an. Nun ist hier meine Frage wie hoch meine Pfändungs-Freigrenze unter Berücksichtigung der folg. Angaben ist:

Ich bin verheiratet habe eine Tochter und eine Stiefsohn die alle bei mir im Haushalt wohnen. An Einkommen habe ich Moment ca. 1550 Euro Arbeitslosegeld und 308,00 Euro Kindergeld. Mehr Einahmen habe ich zurzeit nicht.

Kann mir von diesen Einahmen schon etwas gepfändet werden?

Wenn ich wieder eine Arbeit finde, ab der Höhe welches Nettogehaltes kann mir dann wieder Lohn gepfändet werden? Falls im Moment bei mir nichts gepfändet werden kann und ich wieder eine Arbeit finde mit einem besseren Einkommen das dann über dieser Grenze liegt erfährt der Gerichtsvollzieher dann davon automatisch und pfändet dann den Teil den er pfänden kann oder wie verhält sich das in der Regel so?

Wenn auf meinem Konto im Moment der Zwangsvollstreckung eine paar Hundert Euro Haben sein sollten kann dieses Haben dann bis auf 0,00 Euro runter gepfändet werden oder wie verhält es sich generell bei Guthaben auf Girokonten wenn eine Zwangsvollstreckung ansteht? Gibt es hier eine Grenze was man an Guthaben auf dem Girokonto haben darf?

Was sollte hierbei noch dringend beachtet werden?

Vielen Dank für Ihre Bemühungen im Voraus!

Mit freundlichen Grüßen
21.06.2007 | 16:54

Antwort

von


11 Bewertungen
Isenbütteler Weg 12
38518 Gifhorn
Tel: 05371 819 200
Web: www.rechtsanwalt-sommer-gf.de
E-Mail:
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte. Ich habe jedoch darauf hinzuweisen, dass durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits die rechtliche Beurteilung anders ausfallen kann, sodass die Bearbeitung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.

Dies vorausgeschickt wird folgendes ausgeführt:

Da Sie verheiratet sind und eine Tochter haben, sind Sie offensichtlich zwei Personen gegenüber zum Unterhalt verpflichtet. Sollte Ihre Ehefrau eigenes Einkommen haben, so könnte die Gläubigerin beantragen, dass diese als unterhaltsberechtigte Person bei der Berechnung wegfällt. Ihrem Stiefsohn gegenüber sind Sie wohl nicht zum Unterhalt verpflichtet.

Wenn jemand zwei Personen gegenüber zum Unterhalt verpflichtet ist, besteht ein pfändungsfreies Einkommen in Höhe von 1.569,99 €. Das Kindergeld steht nicht Ihnen zu und ist dementsprechend der Pfändung nicht unterworfen.

Falls Sie eine andere Arbeitsstelle finden, erhält zunächst niemand automatisch Kenntnis davon. Gegebenenfalls kann von Ihnen die Abgabe einer eidesstattlichen Versicherung bzw. die neuerliche Abgabe der eidesstattlichen Versicherung verlangt werden. Sollte aufgrund anderer Umstände der Gläubiger Kenntnis von Ihrem neuen Arbeitsplatz erhalten, so könnte er erneut eine Pfändung ausbringen. Zuständig wäre das Zwangsvollstreckungsgericht und nicht der Gerichtsvollzieher.

Wenn Ihr Konto gepfändet wird, so wird sämtliches Guthaben dort der Pfändung unterworfen. Die Pfändung bezieht sich nicht nur auf das derzeitige Guthaben, sondern auch auf zukünftiges Guthaben. Sollte also von irgendeiner Seite her auf dieses Konto Geld eingezahlt werden, wäre dies von der Bank an den Gläubiger zu zahlen. Dies betrifft auch unter Umständen grundsätzlich Beträge, die als Einkommen unpfändbar sind. Hier müßte u. U. dem Kreditinstitut ein Nachweis gegenüber geführt werden, um was für Einkünfte es sich handelt.

Sollten Sie besondere, Ihrer Meinung nach außergewöhnliche Ausgaben haben, so könnte u. U. ein Antrag beim Zwangsvollstreckungsgericht gestellt werden, sodass der pfändungsfreie Betrag angehoben wird. Gleiches gilt für den Fall, dass die Einkünfte nicht auf Ihr eigenes Konto fließen, sondern auf das Konto Ihrer Frau oder einer dritten Person. Hier wäre ein entsprechender Antrag ebenfalls beim Zwangs Vollstreckungsgericht zu stellen, sodass die eingehenden Gelder, wie Arbeitseinkommen, der Pfändung nicht unterliegen.

Hinsichtlich meiner Ausführungen bin ich davon ausgegangen, dass die Forderung, wegen der gepfändet wird, keine Unterhaltspfändung ist. Sollte dies der Fall sein, so gelten andere pfändungsfreie Beträge.

Ich hoffe, Ihnen einen Überblick habe geben können.

Mit freundlichen Grüßen

Torsten Sommer
Rechtsanwalt
www.rechtsanwalt-sommer-gf.de
Gifhorn, den 21. Juni 2007.


Bewertung des Fragestellers 06.11.2008 | 18:48


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