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Pfändung von Weihnachtsgeld

| 27.11.2009 17:35 |
Preis: ***,00 € |

Zwangsvollstreckung, Zwangsversteigerung


Heute habe ich meine Lohnabrechnung bekommen. Bei mir liegt eine Lohnpfändung vor. Ich bin aber der Auffassung, dass mir hier zuviel vom Weihnachtgeld gepfändet wurde. Gemäß § 850a ZPO müssen vom Weihnachtsgeld € 500.- in vollem Umfang an den Schuldner ausbezahlt werden. Dies wurde meiner Meinung nach nicht berücksichtigt.
Normaler Monat:
Brutto: 4062,56
Netto: 2735,31
Pfändung: 150,88
Monat mit Weihnachtsgeld:
Brutto: 4062,56
Weihnachtsgeld: 1218,72
Netto: 3349,14
Pfändung: 460,15

Das heisst, mir bleiben netto vom Weihnachtsgeld gerade mal ca. 300 EUR über. Ich habe 4 Unterhaltsberechtigte Personen.

Ist diese Berechnung richtig? Muss ich nicht 500 EUR gemäß § 850a ZPO netto ausbezahlt bekommen. Wie kann ich mich ggf. zur Wehr setzen.

Für eine baldige Antwort wäre ich dankbar.

Sehr geehrter Fragesteller,

vorweg möchte ich Sie darauf hinweisen, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann sondern ausschließlich dazu dient, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems auf Grundlage der von Ihnen übermittelten Informationen zu erhalten.

Durch Hinzufügen oder Weglassen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen.

Aufgrund Ihrer Angaben beantworte ich die Frage wie folgt.

Nach § 850a Nr. 4 ZPO sind Weihnachtsvergütungen bis zu einem Betrag der Hälfte des monatlichen Arbeitseinkommens, höchstens aber bis zum Betrag von 500 Euro unpfändbar.

Dies heißt für Ihren Fall konkret:

Bruttolohn 4.062,56 €

Weihnachtsgeld 1.218,72 €
________________________________________________________
Gesamtnetto 3.349,14 €

./. unpfändbarer Teil des Weihnachtsgeldes 500,00 €
(50 % d. Bruttoeinkommens, max. 500 €, also 500 €)
_______________________________________________________
für die Pfändung zu berücksichtigendes Einkommen 2.849,14 €


Unter Berücksichtigung der Unterhaltspflichtigen (= 4) ergibt sich aus der Tabelle zu § 850c ZPO ein pfändbarer Betrag in Höhe von 172,88 €.

Damit liegt der vorgenommenen Pfändung tatsächlich eine falsche Berechnung zugrunde.

Sie sollten zunächst versuchen, dies mit der für die Berechnung zuständigen Stelle abzuklären und diese auffordern, die falsche Berechnung zu korrigieren.

Sollte dies nicht erfolgreich sein, steht Ihnen der Rechtsbehelf der Vollstreckungserinnerung (§ 766 ZPO) zur Verfügung.
Für die Entscheidung ist das jeweilige Vollstreckungsgericht zuständig.


Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort einen ersten hilfreichen Überblick verschafft zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen


Monika Mack
Rechtsanwältin & Diplom-Verwaltungswirtin (FH)











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Bewertung des Fragestellers 29.11.2009 | 16:54

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