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Pfändung nach 16 Jahren trotz Zusage?


| 11.08.2007 20:36 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Martin P. Freisler



Sehr geehrte Damen und Herren,

vor 16 Jahren im jugendlichen Alter(18) bestellte ich bei einer Firma(Gmbh) einen Hochpreisigen Artikel.Diesen konnte ich aus diversen privaten gründen damals nicht bezahlen.
Den Artikel habe ich nicht bekommen aber einen Vollstreckungstitel über umgerechnet ca 2000 Euro.Diese summe sollte die Vertragsstrafe sein.
Ich war damals dumm und habe nicht auf diesen Mahnbescheid und Vollstreckungsbescheid reagiert,wusste nicht das die Firma Pfänden kann und das 30 Jahre lang
Kurze Zeit Später traf ich den Inhaber der Firma im bistro. ich sprach Ihn darauf an.Er sagte mir,das er den Artikel verkaufen konnte und die sache sich für mich erledigt hat.Wusste auch damals nicht das ich den Titel brauche um aus der Sache rauszukommen.

Einige Zeit später gab es die firma nicht mehr.Wie ich heute weiss;ist das Gewerbe abgemeldet aber die Firma ist noch beim Amtsgericht registriert.

Nun vor einigen Tagen(nach 16 Jahren)meldet sich ein Rechtsanwalt der,der Insolvenzberater der Firma ist und schrieb mir,das er nun Geld von mir haben möchte.Die Vertagsstrafe.
Über 2700 Euro.Sollte keine Einigung erziehlt werden,droht er mir mit Pfändung, Kontopfändung,Eidesstatliche Versicherung.

Ich selbst betreibe einen Kleinen Laden(seit 2005), der aber zur Zeit nur ca 250 euro im Monat abwirft.Zusätzlich erhalte ich Alg2.

Was soll ich nun machen.Ist das Wort nichts Wert was der Firmeninhaber damals sagtedas sich die sache erledigt hat.
?Hat der insolvensverwalter der firma den titel noch?Könnte er einen 2 Titel Beantragen falls ich ihm schreibe das es damals nur mündlich war und es war ein bluff,das er den Titel hat bzw befugt ist bei mir zu pfänden,das sich die sache erledigt hat.
Der ehemalige Firmeninhaber hat mich heute an der Haustür abgewiesen und will davon nichts wissen.Also kein Zeuge

Ich könnte es auch garnicht zahlen.Habe nur ein Geschäftskonto.Was ist wenn er mir das pfändet.Dann kann ich den Laden Schließen weil das Guthaben nicht ausreicht um die Sache zu begleichen.Kontokorent habe ich.
Ich könnte ja Dann auch nicht mehr meine Lierferanten bedienen und das wäre eine Schleife ohne Ende.Bank würde mir bestimmt das Konto kündigen laden schließen.

Ich habe gehört das insolvenzverwalter harte kerle sind zum teil Maschienen,die einen Schütteln bis nichts mehr geht.Menschlichkeit soll Ihnen abhanden gekommen sein.

Für einen Vergleich wie mir ein Bekannter riet habe ich kein Geld könnte höchstens meine mutter fragen aber die gibt mir höchstens 200 euro wenn nicht weniger.Aber man riet mir ab einen Anzubieten da die Insolvenzverwalter dann sofort mehr riechen.

was kann ich tun??

bitte so viele infos wie möglich.bin verzweifelt.danke

danke erstmal und hoffe das Geld reicht für eine Antwort.





Sehr geehrter Fragesteller,

aufgrund Ihrer Schilderungen beantworte ich Ihre Frage in einer ersten rechtlichen Einschätzung wie folgt:

Zunächst sollten Sie unterscheiden, ob es sich bei dem Rechtsanwalt, der von Ihnen Geld will um den Insolvenzverwalter oder einen Insolvenzberater handelt.

In jedem Fall sollten Sie zunächst die Vorlage des ursprünglichen Titels (Vollstreckungsbescheid) verlangen. In jedem Fall würde dieser benötigt werden, um gegen Sie Zwangsvollstreckungsmaßnahmen einzuleiten. Sollte dieser tatsächlich noch vorliegen sollten Sie eine Ratenzahlungsvereinbarung anbieten, denn eingegangene Verbindlichkeiten haben Sie zu bezahlen oder es kann gegen Sie gepfändet werden. Daher war der Rat Ihres Freundes richtig, denn wenn Sie eine solche Vereinbarung schließen und regelmäßig die vereinbarten Raten zahlen, wird der Inhaber der Forderung nicht gegen Sie vollstrecken.

Den Beweis, dass damals die Sache sich erledigt hat, werden Sie nur erschwert führen können, wenn Sie schildern, dass der ehemalige Firmeninhaber davon heute nichts mehr wissen will. Sie hätten damals den Titel herausverlangen sollen oder müssten einen Nachweis besitzen, dass Sie den Gegenstand wieder zurück übertragen haben.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass eine abschließende rechtliche Bewertung Ihres Problems die Kenntnis des vollständigen Sachverhaltes erfordert. Im Rahmen dieses Forums können sich die Ausführungen aber ausschließlich auf Ihre Schilderungen stützen, und somit nur eine erste anwaltliche Einschätzung darstellen.

Ich empfehle Ihnen daher, einen Rechtsanwalt Ihres Vertrauens zu beauftragen, sofern Sie eine abschließende Beurteilung erhalten möchten. Bitten beachten Sie, dass dabei weitere Kosten anfallen.

Gerne stehe auch ich Ihnen bei der weiteren Durchsetzung Ihrer Interessen zur Verfügung. Sollten Sie dies wünschen, können Sie sich jederzeit - gerne auch per eMail - mit mir in Verbindung setzen.

Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen

Martin P. Freisler
- Rechtsanwalt -

www.ra-freisler.de
www.kanzlei-medizinrecht.net

Nachfrage vom Fragesteller 12.08.2007 | 19:03

Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort

Ich hoffe es macht Ihnen nichts aus wenn ich nochmals Nachfrage.

Was wäre wenn der Titel nicht mehr Existiert bzw wenn der Inhaber der Forderung Ihn nicht vorlegen kann.
Ich verfüge über den Titel nicht und habe nur die Aussage des ehemaligen Firmeninhabers,der diese wohl nicht bestätigen wird.

Kann er eine 2 Ausfertigung des Titel beim Amtsgericht beantragen und somit Vollstrecken.

Ich habe mich im Internet umgeschaut.Dort ist oft die Rede das Titel AUSGEBUCHT werden können.Was darf ich darunter verstehen?Habe leider keine Antwort darauf gefunden.

Ausserdem habe ich heute alle Freunde und Familienmitglieder gefragt ob Sie mir was leihen würden.Ich möchte nämlich,wenn das alles so an dem ist wie ich es nicht hoffe keine Ratenzahlung sondern gleich aus der Sache raus.

Würden Sie einen Vergleich empfehlen bzw befürworten aus eigener Erfahrung vielleicht?
Ich würde auf eine Summe kommen die mir Freunde ect leihen würden von 740 Euro.

Ich danke Ihnen im voraus.Werde Sie Weiterempfehlen.Mein Bekannter wollte eigentlich hier heute noch eine Frage stellen.

Mit freundlichen Grüßen





Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 13.08.2007 | 10:46

Für den Gläubiger besteht die Möglichkeit, bei Verlust des vollstreckbaren Titels, eine zweite Ausfertigung zu erhalten. Dies ist in § 733 ZPO geregelt. Danach ist aber insbesondere der Schuldner zu hören. Denn der Titel kann z.B. auch nicht mehr im Besitz des Gläubigers ein, da er dem Schuldner aufgrund der Befriedigung der Forderung zurückgegeben worden war.

Sollte die Forderung noch bestehen und ggf. ein Titel vorliegen oder beschafft werden können, sind Sie zur Zahlung verpflichtet und sollten - wie angeführt – zumindest eine Ratenzahlung / Einmalzahlung anbieten. In welcher Höhe diese angeboten wird hängt vom Einzelfall ab und kann hier nicht pauschal vorgeschlagen werden. Je höher die Zahlung ist, desto eher wird sich der Gläubiger damit einverstanden erklären.

Mit freundlichen Grüßen

Martin P. Freisler
Rechtsanwalt

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