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Pfändung gegen Abtretung


06.05.2018 08:45 |
Preis: 48,00 € |

Zwangsvollstreckung, Zwangsversteigerung


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Ich habe einen Vollstreckungsbescheid gegen einen Schuldner. Ich habe im März einen Pfändungs und Überweisungsbeschluss gegen der Arbeitgeber erwirkt und aus März einen Betrag von fast 500 € bekommen. Jetzt teilt der Arbeitgeber mit, das eine Abtretung aus 2016 eingegangen wäre, (so ein Zufall), ich vermute das hier eine Familienmitglied des Schuldners mit dem Schuldner gemeinsame Sache macht um so den hohen pfändbaren Betrag nicht an mich abführen zu müssen.
Ich möchte wissen wer hier der Inhaber der Abtretung ist und möchte diese auch überprüfen lassen. Welche Möglichkeiten habe ich hier und wen muss ich jetzt anschreiben. Auskunft durch den Arbeitgeber oder muss ich über das Amtsgericht gehen. Strafanzeige wegen Verdacht auch Betrug oder Urkundenfälschung halte ich für riskant, ich will ja niemand zu Unrecht beschuldigen, aber sehr eigenartig ist das schon.
06.05.2018 | 10:14

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Nach § 840 Abs. 1 Nr. 2, 3 ZPO muss der Drittschuldner, also hier der Arbeitgeber angeben, ob und welche Ansprüche anderer Personen an die Forderung bestehen bzw. ob und wegen welcher Ansprüche die Forderung für andere Gläubiger gepfändet ist. Behauptet er eine Abtretung, muss er Namen und Anschriften der Zessionare unter Angabe der zugrunde liegenden Ansprüche dem Grunde und der Höhe nach mitteilen (LAG Hannover NJW 74, 768), damit Sie diese direkt kontaktieren bzw. prüfen können, ob Sie die Abtretung nach dem Anfechtungsgesetz anfechten können.

Darüber hinaus können Sie natürlich auch einen Gerichtsvollzieher beauftragen, der dem Schuldner die Vermögensauskunft abnimmt. Dabei muss der Schuldner dann ebenfalls Angaben zu den Forderungen Dritter gegen ihn machen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Andreas Schwartmann


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