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Pfändung eines Versteigerungserlöses direkt bei der Hinterlegungsstelle

| 03.03.2020 09:40 |
Preis: ***,00 € |

Zwangsvollstreckung, Zwangsversteigerung


Beantwortet von


12:22
Hallo,
ein ehemaliger Mitgesellschafter betreibt auf der Grundlage einer Zwangssicherungshypothek die Zwangsversteigerung meines Eigenheimes.
Nun gibt es aber noch gemeinsame Gläubiger, die aufgrund der gesamtschuldnerischen Haftung in der früheren OHG auch rechtliche Titel und auch Sicherungshypotheken (teilweise auch auf meinem
Eigenheim)gegen den Betreiber der
Zwangsversteigerung besitzen.
Können diese Gläubiger den Versteigerungserlös des Betreibers direkt beim Vollstreckungsgericht pfänden?
Wie bewirken diese Gläubiger diese Pfändung, damit keine Auszahlung des Versteigerungserlöses an den Betreiber erfolgt?
Danke im Voraus.
03.03.2020 | 10:49

Antwort

von


(290)
Alte Schmelze 16
65201 Wiesbaden
Tel: 0611-13753371
Web: http://deutschland-schulden.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

aufgrund Ihrer Sachverhaltsdarstellung beantworte ich die Frage wie folgt:

Eine Pfändung des Versteigerungserlöses direkt bei dem Gericht ist möglich , hierzu muss der Gläubiger einen Pfändungs- und Überweisungsbeschluss an das Vollstreckungsgericht zustellen lassen, dieses muss dann im Rahmen des Verteilungsverfahrens die Wirksamkeit und ordnungsgemäße Zustellung prüfen.
Es handelt sich dabei um eine Forderungspfändung im Sinne § 857 Absatz 1 ZPO :

Zitat:
§ 857 - Zwangsvollstreckung in andere Vermögensrechte
(1) Für die Zwangsvollstreckung in andere Vermögensrechte, die nicht Gegenstand der Zwangsvollstreckung in das unbewegliche Vermögen sind, gelten die vorstehenden Vorschriften entsprechend.


Das Vollstreckungsgericht wird weiterhin wie jeder andere Drittschuldner im Sinne § 840 ZPO behandelt und muss dann auch entsprechend Auskunft über den Erlös erteilen.

Die Gläubiger können hier also ganz einfach den mögliche Erlös, welcher dem anderen Gesellschafter zusteht pfänden. Ein solches Vorgehen ist zwar etwas ungewöhnlich, kommt aber dann zur Anwendung, wenn ein Beitritt zur Zwangsversteigerung mangels dinglichem Recht nicht möglich ist oder es dafür zu spät ist.

Soweit ich Sie verstehe wäre diese Maßnahme in Ihrem Sinn, daher sollten Sie die Termine für Versteigerung und das Aktenzeichen des Gerichts den beteiligten Gläubigern vorsichtshalber zukommen lassen, hierzu gibt es auch keine datenschutzrechtlichen Einwände.

Ich hoffe damit Ihre Frage zufriedenstellend beantwortet zu haben und wünsche Ihnen noch einen schönen Tag.

Mit freundlichen Grüßen,
RA Fabian Fricke


Rückfrage vom Fragesteller 03.03.2020 | 11:56

Vielen Dank für die umfassende Antwort.
Habe ich sie richtig verstanden, dass die Pfändungs-und Überweisungsbeschlüsse erst bei erfolgter Versteigerung gestellt werden oder kann dies schon im Vorfeld erfolgen?

Noch einmal vielen Dank.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 03.03.2020 | 12:22

Sehr geehrter Fragesteller,

falls ich mich etwas missverständlich ausgedrückt haben sollte, bitte ich dies zu entschuldigen. Die Beschlüsse können und sollten jetzt schon beantragt werden.

Mit freundlichen Grüßen,
RA Fabian Fricke

Bewertung des Fragestellers 05.03.2020 | 12:31

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"Die Aussage des Anwaltes war sehr zufriedenstellend, sie wurde auch mit den entsprechenden gesetzlichen Grundlagen unterlegt."
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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 05.03.2020
5/5,0

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ANTWORT VON

(290)

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