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Pfändung. Wann Information und wer übernimmt Kosten

| 20.06.2015 12:46 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von

Rechtsanwältin Brigitte Draudt


Hallo,

ich habe folgendes Anliegen. Ich habe eine Ratenzahlungsvereinbarung mit einer Kanzlei geschlossen, weil ich eine Rechnung nicht zum Zahltermin begleichen konnte. Dies lief über mehrere Monate, alles ohne Probleme. Ich zahlte immer, bis auf die letzte Rate, diese ging bei mir unter, weshalb ich diese erst einen Monat später bezahlt habe. Zur Absicherung hat die Kanzlei seinerzeit auch einen gerichtl. Mahnbescheid erstellen lassen.

Ich habe die letzte Rate bezahlt und es kam zwischenzeitlich auch keinerlei Post, wie Zahlungserinnerung oder Ähnliches. Allerdings kam 12 Tage nach der Überweisung ein Anruf meiner Bank, dass die Kanzlei/das zuständige Amtsgericht eine Kontopfändung beauftragt hätte, weil ich nicht bezahlt hätte.
Es war ein Betrag rund 80 EUR mehr als die letzte offene Forderung gewesen war. Wie gesagt, ich habe keinerlei Post oder Ähnliches zur Pfändung bekommen, sondern bekam nur von meiner Bank die Auskunft, wer die Pfändung veranlasst hatte und den Betrag. Da ich nicht anders wusste und Miete etc abgehen sollte, habe ich die Begleichung der Summe direkt veranlasst.

Daraufhin habe ich bei der Kanzlei angerufen, woraufhin mir ein Rückruf angeboten wurde, der bis heute nicht erfolgte. Dies geschah mehrmals. Auf E-Mails kommt ebenfalls keinerlei Antwort.

Heute, 8 Tage nach der Pfändung, erhielt ich ein Schreiben von einem Gerichtsvollzieher, dass ein Titel gegen mich erlassen wurde und es nun beim hiesigen Amtsgericht vorliegt.

Hierzu nun meine Frage, wäre die Kanzlei nicht verpflichtet zwischenzeitlich den Zahlungseingang beim Gericht etc zu melden? Es entstanden lauter Kosten, die ich ehrlich gesagt nicht tragen möchte, da sie nach der Zahlung stattfanden.
Meine zweite Frage, was genau bedeutet dieser Titel, wie kann ich ihn löschen und was soll das Schreiben an das hiesige Amtsgericht.
Zum Anderen, ist es normal, dass ich als Schuldner erst gepfändet werde und man dann irgendwann darüber informiert werde, dass vorher keinerlei Informationen zugesandt werden?

Ich fühle mich etwas verschaukelt, da ich nun die letzte Forderung beglichen habe und zusätzlich nochmals den kompletten Betrag plus irgendwelche Kosten mit der Pfändung überwiesen habe.

Auf dem Schreiben des Gerichtvollziehers steht zusätzlich, dass er keine Fragen beantwortet, sondern nur Zusteller ist. Bei Fragen soll ich mich an die Kanzlei wenden, aber dort bekomme ich ja nun keinerlei Auskunft.

Sehr geehrter Fragesteller,

die ganze Angelegenheit ist überaus ärgerlich, jedoch müssen Sie tätig werden, damit der Pfändungs- und Überweisungsbeschluss aufgehoben wird.

Dieser die Pfändung bewirkende Beschluss wird vom Amtsgericht auf Antrag des Gläubigers erlassen. Es findet keine Prüfung statt, ob etwa der Schuldner bezahlt hat. Der Gerichtsvollzieher prüft das auch nicht, sondern stellt nur zu.

Dadurch, dass die Kanzlei den Mahnbescheid hat, hat sie einen Titel, aus dem sie vollstrecken kann, wie hier geschehen. Vorher informieren müssen Gläubiger nicht, wenngleich dies sicherlich höflicher gewesen wäre.

Ich empfehle Ihnen nun, die Anwaltskanzlei schriftlich aufzufordern, den Pfändungs- und Überwisungsbeschluss zurückzunehmen. Da Sie nun alles bezahlt haben, fordern Sie sie auch auf, ihnen den Titel entwertet zurück zu geben. Bitten Sie auch um Rückerstattung überzähliger Kosten.

Gleichzeitig sollten Sie gegenüber der Bank als Drittschuldnerin nachweisen, dass Sie die Forderung mittlerweile erfüllt haben.

Sollte die Kanzlei nicht reagieren, so bleibt Ihnen nichts anderes übrig als einen vollstreckungsrechtlichen Rechtsbehelf einzulegen. Das wäre hier die Vollstreckungsabwehrklage gemäß Paragraph 767 Zivilprozessordnung. Hier würde dann auch über die Kosten entschieden werden.

Ich hoffe Ihre Fragen verständlich beantwortet zu haben und verbleibe mit freundlichen Grüßen.

Draudt
Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 23.06.2015 | 12:11

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