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Pfändung PKW rechtens

10.08.2018 20:40 |
Preis: 25,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Sascha Lembcke


Eine Bekannte von mir hat Geld von Ihren Eltern für ein Auto geschenkt bekommen.
Sie hat einen 14 Jahre alten Kleinwagen für 3.450 € erworben.

Die Bekannte bezieht derzeit Harz 4 (lebt alleine mit 1 Kind von 13 Jahren) und befindet sich in einer beruflichen Umschulung.

Es laufen 4 Kontopfändungen gegen Sie von insgesamt 1.500 €.
Alles was am Monatsende auf dem Konto bleibt, wird an die Gläubiger abgeführt.

Folgende Frage: Das Auto wurde bei einem Gebrauchtwagenhändler gekauft und der Vertrag läuft auf meine Bekannte. Die Versicherung zahle Ich.

Muss meine Bekannte damit rechnen, das der Wagen gepfändet werden kann?
Gibt es eine automatische Auskunft an die Gläubiger, das sie einen Wagen fährt?

Kann man einer evtl. Pfändung entgegen wirken?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten.

Zunächst gilt für wichtige Güter, welche für die Lebensführung notwendig sind i.d.R. der Pfändungsschutz.

Durch den Pfändungsschutz wird sichergestellt, dass jeder Bürger in Deutschland trotz Pfändung einen gewissen Standard behalten kann.

Kraftfahrzeuge können Luxusartikel darstellen, es sei denn das Auto ist sehr alt und besitzt kaum noch einen Wert. Bei jüngeren Autos die noch für einen gewissen Wert verkauft werden können, gibt es die Möglichkeit, unter bestimmten Umständen Pfändungsschutz zu beantragen.

Schuldner, welche auf Ihr Fahrzeug angewiesen sind und welches keine Luxuskarosse ist, um an die verschiedenen Arbeitsstätten zu gelangen und somit den Beruf auszuüben, sind von einer Pfändung des Autos regelmäßig nicht betroffen.

Fährt man jedoch mit dem Auto in die Arbeit, obwohl man genauso gut auch öffentliche Verkehrsmittel wie Bus oder Bahn nehmen könnte, kann auch anderes gelten.

Wohnt der Schuldner in einer ländlichen Gegend, die nur über geringe Verkehrsanbindungen verfügt, werden regelmäßig Ausnahmen gemacht werden.

Der Antrag auf Pfändungsschutz muss nach Einsicht des Pfändungsbescheides innerhalb der genannten Frist beim zuständigen Vollstreckungsgericht eingereicht werden, damit dieser in Kraft treten kann.

Zudem müssen alle Tatsachen, welche eine Pfändung verhindern sollen, bewiesen und dargelegt werden.

Im Fall ihrer Bekannten dürfte eine Pfändung wohl sehr unwahrscheinlich sein, da dass Fahrzeug sehr alt ist. Darüber wäre die Pfändung auch unbillig in Bezug auf den Wert und der offenen Forderungen von 1.500 Euro wenn monatlich auch Tilgungen vorgenommen werden.

Auch gibt es keine automatische Auskunft über den Fahrzeugkauf. Dies kann und darf aber der Gerichtsvollzieher prüfen, bzw. kann auf Antrag der Gläubiger beim Finanzamt oder den Zulassungsstellen Informationen einholen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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