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Pfändung, Insolvenzeröffnungsverfahren


| 13.09.2005 13:27 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe beim Amtsgericht die Privatinsolvenz beantragt. Das Gericht hat mir bereits bestätigt das dass Insolvenzeröffnungsverfahren seit dem 31.08.05 läuft und das mir Aufgrund meiner glaubhaft nachgewiesener Zahlungsunfähigkeit die Gerichtskosten gestundet werden.Nun stand heute wieder die Gerichtsvollzieherin
vor meiner Tür und wollte im Auftrag meiner Gläubiger wieder Geld eintreiben.
1. Darf Sie das noch?
2. Kann ich das abwenden?
Guten Tag,

zur Zeit ist leider eine Zwangsvollstreckung noch möglich.

§ 89 InsO sieht vor, daß die Zwangsvollstreckung nur für die Verfahrensdauer, d.h. ab Eröffnung des Insolvenzverfahrens möglich ist. Der Wortlaut dieses Paragraphens:

"§ 89 InsO Vollstreckungsverbot
(1) Zwangsvollstreckungen für einzelne Insolvenzgläubiger sind während der Dauer des Insolvenzverfahrens weder in die Insolvenzmasse noch in das sonstige Vermögen des Schuldners zulässig."

Allerdings sind Sie -und die anderen Gläubiger- dadurch abgesichert, daß das Gesetz für Zwangsvollstreckungen in diesem sensiblen Zeitraum zwischen Antragstellung und Eröffnung eine Sperre eingebaut hat: Wenn der Gläubiger im letzten Monat vor dem Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens oder nach dem Antrag durch die Zwangsvollstreckung etwas erlangt hat, wird diese Vollstreckungsmaßnahme mit der Eröffnung des Verfahrens unwirksam.

Dies regelt § 88 InsO:

"§ 88 InsO Vollstreckung vor Verfahrenseröffnung
Hat ein Insolvenzgläubiger im letzten Monat vor dem Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens oder nach diesem Antrag durch Zwangsvollstreckung eine Sicherung an dem zur Insolvenzmasse gehörenden Vermögen des Schuldners erlangt, so wird diese Sicherung mit der Eröffnung des Verfahrens unwirksam."

Da es sich nach Ihren Angaben um eine Verbraucherinsolvenz ist dieser Zeitraum nach § 312 InsO sogar auf drei Monate ausgeweitet.
Sie sollten die Gerichtsvollzieherin auf das beantragte Verfahren hinweisen. Wenn Sie dieser bereits Korrespondenz mit dem Gericht vorlegen können, wird es leichter sein, die Gerichtsvollzieherin entsprechend dazu zu bewegen, die Eröffnung des Verfahrens abzuwarten.

Ich hoffe, ich habe Ihnen weitergeholfen. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Weiß
Rechtsanwalt und auch Fachanwalt für Arbeitsrecht
Esenser Straße 19
26603 Aurich
Tel. 04941 60 53 47
Fax 04941 60 53 48
e-mail: info@fachanwalt-aurich.de

Nachfrage vom Fragesteller 13.09.2005 | 16:28

Danke für die Antwort. Nur noch eine Frage zu §88.
Bedeutet das, dass alles was mir die Gerichtsvollzieherin innerhalb des Insolvenzeröffnungsverfahrens ( 3 Monate ) weg nimmt mit eintritt der Insovenz von den Gläubigern zurück in die Insolvenzmasse gegeben werden muß?.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 13.09.2005 | 17:05

Ganz genau,

mit freundlichen Grüßen

Michael Weiß

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