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Personenverwechslung vom Gerichtsvollzieher - Nicht Abgabe einer Vermögensauskunft

07.01.2020 21:03 |
Preis: 25,00 € |

Zwangsvollstreckung, Zwangsversteigerung


Beantwortet von


Ich weiß gar nicht wie ich anfangen soll...
Ich habe ein sehr großes Problem.
Wenn dieses Problem nicht in den nächsten Tagen geregelt wird, dann werde ich mein Unternehmen, sowie mich Privat Insolvent melden müssen.

Ich bin Bauunternehmer und wohne in Marl. Meine Fa. hat knapp 30 Angestellte.
Ich bin alleiniger GF und Gesellschafter.

Ich habe gestern eine Änderung meiner Creditreform Auskunft feststellen müssen.
Heute hat ein Bankautomat meine Kreditkarte geschluckt. Meine Factoring Bank kauft keine Rechnungen an, Lieferanten verkaufen nicht mehr an mich, ich muss Aufträge stornieren und alle meine Konten werden Stück für Stück gesperrt.

Ich habe in der Crefo Auskunft festgestellt, dass dort eine falsche Adresse von mir genannt ist. Ich wohne dort nicht und habe dort nie gewohnt oder sonst etwas.

Darauf hin bin ich zu dieser Adresse in meiner Stadt gefahren.
Es handelt sich um eine Wohnung im Randbezirk von Marl. Eine Gegend wo teils kriminelle, teils Drogenkranke und auch ein Großteil der Unterschicht wohnt.

An der Klingel steht mein Name. Vor- und Nachname. Der Briefkasten war Randvoll. Gelbe Briefe, unzählige. Die Tür macht niemand auf. Nachbarn sagen er ist schwer Drogenabhängig und sei seit nicht langer Zeit erst wieder auf freiem Fuß.
Wo er ist weiß jedoch keiner.

Und jetzt kommt das interessanteste:
Es wurde bereits erfolglos gepfändet bei dieser Person. Das hat mir der GV mitgeteilt, den ich über das Amtsgericht in meiner Stadt ausfindig gemacht habe.
Er kennt diese Person, welche den selben Namen trägt und kann uns eindeutig differenzieren. Er hat ihn persönlich Briefe zugestellt.

Daraufhin habe ich verlangt, dass der GV dies sofort klarstellt. Ich bin zurzeit Handlungsunfähig. Mir droht aufgrund dessen die Insolvenz. Ich habe heute bereits einige feste Aufträge abgesagt bekommen von meinen Auftraggebern aufgrund der Bonität meiner GmbH.
Es handelt sich um Summen im 6-stelligen Bereich.

Der GV sah es nicht als seine Pflicht dies klarzustellen. Er zog es eher ins lächerliche und nahm es nicht ernst. Daraufhin sagte ich ihm, dass ich gerichtlich gegen ihn vorgehen werde. Er sagte lediglich viel Glück und hat dabei gelacht.

Dieser Gerichtsvollzieher hat somit mein ganzes Leben, das Leben meiner Familie und teils der Angestellten ruiniert.
Mein Unternehmen und Privathaus für welches ich mein ganzes Leben alles gegeben habe, hat er mit dieser Verwechslung zerstört.

Ich habe einen Anwalt eingeschaltet um diesen Irrtum zu klären.
Der Anwalt hat den Titel und Haftbefehl vom GV per Fax zugesandt bekommen. Allen ist klar, dass ich das nicht bin. Aber niemand kann mir wirklich auf die Schnelle weiterhelfen.

Was kann ich tun? Soll ich mich an die Medien wenden? Kann ich den GV deswegen verklagen? Besteht die Chance auf Schadensersatzansprüche? Oder kann ich wenigstens damit rechnen, dass der Staat mir meine Kosten für den Psychiater, denn ich einschalten muss um meine Depressionen und Suizidgedanken zu lindern, übernimmt?

Ich kann für diese Frage nicht viel zahlen, da ich nur noch auf eins meiner privaten Konten Zugriff habe, welches sich bereits im Dispo befindet und mit welchen ich die nächsten Tage noch irgendwie Sprit-/ und Übernachtungskosten meiner Monteure zahlen muss.

Ich bitte um Hilfe, ich bin am Ende.
08.01.2020 | 04:19

Antwort

von


(189)
Gräfelfinger Str., 97a
81375 München
Tel: 089 1222189
Web: http://www.kanzlei-richter-muenchen.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

aus dem Sachverhalt geht nicht eindeutig hervor, ob der Gerichtsvollzieher eine Vollstreckungshandlung gegen Sie vollzogen hat oder ob die Crefo falsche Daten gespeichert hat.

Bitte beantworten Sie diese Frage.

Mit freundlichen Grüßen
RA Richter


Rückfrage vom Fragesteller 08.01.2020 | 06:46

Es gab ehemalige eine Vollstreckungshandlung gegen den anderen Herrn mit dem selben Namen an der anderen Adresse.
Dies hat mir der GV mitgeteilt.

Die Crefo hat falsche Daten über mich. Diese hat sie von der Schufa bekommen und diese wiederum vom Amtsgericht Marl.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 08.01.2020 | 07:09

Sehr geehrter Fragesteller,

wenn der Gerichtsvollzieher gegen die richtige Person mit demselben Namen vollstreckt hat, dann kann man ihm keine Pflichtverletzung vorwerfen. Auch einen Anspruch auf Richtigstellung haben Sie nicht. Fraglich ist, wer von den übrigen Akteueren letztendlich die Pflichtverletzung begangen hat, so dass bei Ihnen die miserable Crefo Auskunft entstand. Dies müssen Sie zuerst herausfinden, bevor man eine Schadensersatzklage in Betracht ziehen kann.

Jetzt muss man jedoch zunächst durch eine einstweilige Verfügung erreichen, dass die Crefo die falsche Auskunft löscht. Denn außergerichtlich werden Sie in Kürze wenig erreichen...
Dabei kann der Antragsteller unter den Voraussetzungen des § 114 ZPO Prozesskostenhilfe beanspruchen

Gerne kann ich Ihnen bei der raschen Durchsetzung Ihrer Rechte behilflich sein.

Bei Nachfragen schreiben Sie mir bitte an meine E-mail Adresse.

Beste Grüße
RA Richter

ANTWORT VON

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