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Personenschaden nach Autounfall


06.02.2006 09:32 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Guten Tag,
ich wende mich heute mit einem Problem an Sie, da wir nicht wissen, wie wir uns verhalten sollen.
Der Sachverhalt:
Mein Schwiegersohn erlitt 2001 einen Autounfall unter Alkoholeinfluß. Er mußte dadurch für alle entstandenen Schäden aufkommen, was auch geschah und ihm auch eine Lehre gewesen ist.
Sein Beifahrer (um den es hier geht) saß nebem ihm, war nicht angeschnallt und stand ebenfalls unter Alkoholeinfluss. Dieser erlitt Riß- und Schnittverletzungen an der Unterlippe, die ärztlich versorgt wurden. Dem Geschädigten wurde aufgegeben, am nächsten Tag vorsorglich einen Zahnarzt aufzusuchen, um eventuelle Schäden an den Zähnen auszuschließen. Festgestellt wurden bei der Erstversorgung keine Zahnschäden.
Diese zahnärztliche Untersuchung erfolgte jedoch nicht.
Im Sommer 2005 erhielt mein Schwiegersohn einen Anruf von der Mutter des Geschädigten. Sie forderte ihn auf, die Kosten für eine notwendige Zahnbehandlung zu übernehmen, da diese als Folge des Unfalles aus dem Jahre 2001 notwendig sei. Er lehnte dies ab und verwies auf die Verjährungsfrist und die Tatsache, dass alle Folgen des Unfalles seitens der Versicherung als erledigt zu betrachten sind. Im Vorfeld war meinem Schwiegersohn aber zu Ohren gekommen, dass der junge Mann kurz vorher in eine Schlägerei verwickelt gewesen war.
Am 04.02.2006 erreicht ihn nun ein Schreiben der Krankenkasse des Geschädigten (neue bkk), in welchem diese ihm Kosten aus dem damaligen Unfall in Rechnung stellt.U.a. Kosten des Krankentransportes aus dem Jahr 2001 sowie Zahnarztkosten aus dem Jahre 2004. Aus verläßlicher Quelle ist uns aber bekannt, dass der Geschädigte zum Zeitpunkt des Unfalles bei der AOK krankenversichert war.
Nun meine Frage(n):
Hat der Geschädigte überhaupt noch Anspruch auf Kostenübernahme irgenwelcher zahnärztlicher Behandlungen,obwohl 2001 keine Schäden an den Zähnen festgestellt worden sind ?
Wie sind hier die Verjährungsfristen?
Können wir von der Krankenversicherung einen Nachweis der Mitgliedschaft fordern?
Wie setzen wir uns gegen diese Kosten zur Wehr?
Mein Schwiegersohn befindet sich im Erziehungsurlaub und hat nur ein Einkommen von 300,00€/Monat.
Ich danke für Ihre Antwort.
Mfg.
C.G.

-- Einsatz geändert am 06.02.2006 09:45:41

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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),


der Geschädigte muss den Schaden voll beweisen. Wenn nach Ihrer Schilderung im Jahre 2001 nach dem Unfall keine zahnärztliche Behandlung stattgefunden hat, müssen natürlich auch keine Kosten erstattet werden.

Richtigerweise wurde sich auf Verjährung berufen, da die Verjährungsfrist drei Jahre beträgt und nach Ihrer Schilderung dann auch die Verjährung eingetreten wäre.

Einen Nachweis der bkk, dass (und wann) diese Leistungen erbracht haben will für jemand, der ggfs. gar nicht dort Mitglied gewesen ist, können und sollten Sie fordern.

Sie sollten die Ansprüche zurückweisen und dabei neben den Ungereimtheiten, die Sie ja selbst schildern, die Einrede der Verjährung ebenso erheben, wie auch auf das Mitverschulden des Geschädigten (Angetrunken neben einen angetrunkenen Fahrer gesetzt, nicht angeschnallt) hinweisen.

Daneben kann für Ihren Schwiegersohn hier die Beratungshilfe in Betracht kommen; er sollte einen entsprechenden Antrag beim Amtsgericht stellen und dann einen Rechtsanwalt mit seiner Interessenvertretung beauftragen; der Rechtsanwalt rechnet dann -bis auf eine geringe Schutzgebühr - mit dem Amtsgericht ab, wenn die Beratungshilfe bewilligt worden ist.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle
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