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Personalisierte Ware falsch ausgestellt, Firma reagiert nicht auf Mails

| 30.03.2021 09:29 |
Preis: 25,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


10:48

Zusammenfassung:

Die rechtssuchende Person wollte wissen, welche Rechte ihr bei der fehlerhaften Erstellung von personalisierten Gegenständen zustehen. Bei einem Sachmangel muss zunächst eine Frist zur Nacherfüllung gesetzt werden und kann bestehen weitere Rechte wie Schadensersatz oder Rückerstattung des Preises.

Sehr geehrte Damen und Herren, wir haben personalisierte Armbänder bestellt, leider wurde hier der Name falsch geschrieben. Wir haben es direkt per Mail bemängelt, leider ohne Rückmeldung. Weitere Mails wurden auch nicht beantwortet, telefonisch sind sie auch nicht zu erreichen. Die Lieferzeit dauerte auch länger als angegeben. Wie können wir hier weiter vorgehen?

Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

30.03.2021 | 10:02

Antwort

von


(38)
Wichertstraße 67
10439 Berlin
Tel: +493022494512
Web: http://www.rechtsanwalt-epping.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

Ich gehe davon aus, dass der Name dem Hersteller richtig mitgeteilt wurde und der Hersteller hierbei einen Fehler gemacht hat. Dann stellt die Herstellung der personalisierten Bänder mit einem anderen Namen einen Sachmangel dar. Folge ist, dass Sie die Nacherfüllung in Form der Mängelbeseitigung oder der Lieferung von neuen, mangelfreien Bändern innerhalb einer bestimmten und angemessenen Frist verlangen können.

Ob eine Frist angemessen ist, hängt von der genauen Herstellung und dem Aufwand ab. Eine Frist von 7 Tagen sollte in der Regel ausreichend sein, es sei denn es handelt sich um 50.000 handgestickte Bänder, dann wird es etwas eng. Als Orientierung kann man sich an den erwarteten Lieferzeiten orientieren.

Sollte die Lieferung nicht innerhalb der von Ihnen gesetzten Frist erfolgen, so können Sie dann entweder vom Vertrag zurücktreten, oder den Schadensersatz für die Beschaffung eines Ersatzes verlangen. In Ihrem Fall würde ich empfehlen vom Vertrag zurückzutreten und nach Erhalt des Geldes die Bänder zurückzuschicken.

Wichtig ist aktuell erst einmal, dass Sie dem Verkäufer eine Frist zur Nacherfüllung setzen und ihm eine zweite Chance zur Behebung des Fehlers geben.

Dies ist die Beurteilung aus rechtlicher Sicht. Aus praktischer Sicht sollten Sie sich überlegen - wenn Sie die Bänder dringend benötigen –, wie wahrscheinlich es ist, dass der Händler innerhalb der Frist Ihren Aufforderungen noch nachkommt. Wenn Sie nicht davon ausgehen - insbesondere weil er sich auch nicht meldet - dann können Sie auch schon vorher die Bänder woanders neu bestellen. Ich möchte darauf hinweisen, dass ein Schadensersatzanspruch und eine Erstattung der Mehraufwendungen aber erst bestehen, wenn die von Ihnen gesetzte angemessene Nacherfüllungsfrist verstrichen ist. Sollte die Lieferung also innerhalb der angemessenen Frist erfolgen, so würden Sie auf den "doppelten" Bändern sitzen bleiben und es bestünde keine Anspruch auf Schadensersatz. Aus rechtlicher Sicht kann ich daher nur raten erst nach Ablauf der Frist tätig zu werden.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Herzlichste Grüße


Rechtsanwalt Michael Epping

Rückfrage vom Fragesteller 30.03.2021 | 10:39

Sehr geehrte Damen und Herren,
vielen Dank für die schnelle Antwort. Wie kann ich weiter vorgehen, wenn sich die Firma auf meine Mail bzgl der Nacherfüllung immer noch nicht meldet und die Frist verstrichen ist? Das Geld habe ich nicht zurückerstattet bekommen.

Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 30.03.2021 | 10:48

Wenn die Frist verstrichen ist, dann erklären Sie gegenüber dem Unternehmen mit Verweis auf den Sachmangel den Rücktritt und fordern die Rückzahlung des Geldes.

Zitat:
Aufgrund dieses Mangels erkläre ich hiermit den Rücktritt vom Vertrag über die Armbänder vom [XY]. Ich fordere Sie hiermit Zug-um-Zug gegen Rückgabe der übersandten Armbänder dazu auf, den Kaufpreis iHv [XY] EUR bis zum [XY] auf mein Konto (IBAN: / BIC: ) zu zahlen.
Sollte die Zahlung nicht fristgerecht eingehen, werde ich den Betrag einklagen.


Danach können Sie noch einmal mit einem Anwalt zur Zahlung auffordern, notwendig ist dies aber nicht. Ich weiß jetzt nicht um welchen Betrag es geht. Bis zu einer Rückerstattung von 5.000,00 € können Sie den Betrag aber auch ohne Anwalt vor dem Amtsgericht einklagen.

Herzlichste Grüße und viel Erfolg!

Bewertung des Fragestellers 30.03.2021 | 11:16

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