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Pensionseintritt und Versorgungsausgleich

| 27.04.2015 15:17 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Zusammenfassung: Zum Versorgungsausgleich.

Bin seit 2 Jahren im Ruhestand. Wurde nach 6 -jähriger Ehe 1985 (1 Kind) rechtskräftig geschieden. Versorgungsausgleich wurde durchgeführt. Bin wieder verheiratet, habe 2 Kinder, davon eins 100 % schwerbehindert. Meine erst Frau hat nach einer gewissen Zeit (ich habe rd. 300000 DM Unterhalt an meine Ehefrau und an meine Tochter bezahlt) einen neuen Mann geheiratet (Scheidungsursache, aber 6 Jahre bis zur neuen Eheschließung gewartet, ich habe bis zur Neuverheiratung Unterhalt bezahlt, meine Ehefrau ist nie einer Beschäftigung nachgegangen (Studium der Sozialpädagogik). Außerdem hat sie vor einigen Jahren ein größeres Erbe ihrer Mutter angetreten (Antiquitäten, 2 Häuser und Ferienhaus in der Schweiz).

Ich war bis zu meinem Ruhestand Oberstudiendirektor.

Jetzt meine Frage: Warum wird die Notwendigkeit des Versorgungsausgleichs nicht bei Pensionseintritt erneut auf Notwendigkeit überprüft. Ich bin übrigens immer Alleinverdiener gewesen. Meine Frau musste wg. unserer schwerbehinderten Tochter ihren Beruf aufgeben.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1.
Bei einer Scheidung findet Nach § 1587 BGB zwischen geschiedenen Ehegatten grundsätzlich ein Ausgleich von betehenden Anrechten nach Maßgabe des Versorgungsausgleichsgesetzes (VersAsglG) statt.

Nach § 1 Abs. 1 VersAusglG "sind die in der Ehezeit erworbenen Anteile von Anrechten (Ehezeitanteile) jeweils zur Hälfte zwischen den geschiedenen Ehegatten zu teilen".

Anders als beim Unterhalt geht es beim Versorgungsausgleich darum, dem wirtschaftlich schwächeren Ehegatten im Alter den Aufbau einer eigenständigen Altersversorgung zu ermöglichen (BGH FamRZ 1979,477).

2.
ANders als beim Unterhalt stellt sich beim Versorgungsausgleich schon bei der Scheidung die Frage der Notwendigkeit von vo0rnhertein NICHT.

Desgleichen ist es unerheblich, wenn Ihre geschiedene Frau eine Erbschaft gemacht hat. Das würde bei Unterhalt eine Rolle spielen, ist aber für den Verorgungsausgleich ohne Bedeutung.

Das kann für Männer, die in zwei Ehen jeweils Alleinverdienerf waren und sind, durchaus problematisch werden.

Das Ändert aber leider nichts daraan, dass der Versorgungsausgleich nach den Verhältnissen während der Ehe durchzuführen war und dabei wder jetziges naoch etwaiges damaliges Vermögen der Frau von Bedeutung war und ist.

Eine nachträgliche Änderung der bei der Scheidung getroffen Entscheidung über den Versorgungsausgleci ist daher leider nicht möglich um im Gesetz auch nicht vorgesehen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 27.04.2015 | 17:04

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