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Pensionierter Amtsrat will keinen Unterhalt für Studentin zahlen


03.02.2007 18:12 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Ich bin 22 Jahre alt und studiere im 3. Semester. Meine Eltern sind geschieden, seit ich 8 Jahre alt bin und seitdem hatte meine Mutter immer Ärger mit meinem Vater um Unterhalt sowohl für mich, als auch für sie. Vor einigen Jahren ist meine Mutter an Krebs gestorben und meine ältere Schwester hat das Sorgerecht für mich übernommen, da ich immer noch minderjährig war.
Das Amtsgericht hat festgesetzt, dass mein Vater monatlich 370€ für mich zahlen muss (zum damaligen Zeitpunkt 740DM).
Er ist seiner Pflicht auch für fast 5 Jahre nachgekommen ohne eine einzige Zahlung auszulassen. Letzes Jahr, nach meinem 01. Semester an meiner neuen Uni hat er aufgehört zu zahlen(ich habe zuvor 2 Semester an einer anderen Uni studiert, dann aber gewechselt, weil ich endlich einen Platz für mein "Traumstudium" erhalten habe).
Durch Zufall habe ich erfahren, dass er vor kurzem pensioniert wurde.
Ich habe mich daraufhin von einer Anwältin beraten lassen und seit fast einem Jahr liegen wir im Rechtsstreit.
Er wirft mir vor, kein Bafög beantragt zu haben, obwohl er mich dazu aufgefordert hat und desweiteren wollte er volle Einsicht in meine Vermögensverhältnisse.
In der Tat, ich habe kein Bafög beantragt, weil mir vom Bafög-Amt mitgeteilt wurde, dass Bafög erst greift, wenn alle anderen Geldquellen ausgeschöpft sind. Mein Vater ist pensionierter Amtsrat in einem Vermessungsamt. Mir wurde also mitgeteilt, dass ich diese "Quelle" zuerst ausschöpfen muss. Er will aber, dass ich Bafög beantrage!!!
Zudem, sagt er dass ich zuerst mein Erbe in Höhe von 12.500€ verbrauchen soll, bevor er wieder bereit ist zu zahlen.
Obwohl ich dieses Erbe nicht angreifen wollte, da es meine einzige Rücklage ist ( z.B. falls ich nicht gleich einen Job nach dem Studium finde), die ich von meiner Mutter habe, und ich sicher sein kann, dass er mir nie etwas vererben wird, musste ich dieses Vermögen nun sowieso zum größten Teil aufbrauchen, weil er seit einem Jahr nicht zahlt und ich extra Ausgaben habe, da ich ein Stipendium für ein Studium in den USA erhalten habe. Obwohl mir die Studiengebühren bezahlt werden muss ich immer noch für meine Wohnung in Deutschland und den USA aufkommen plus meine Lebenskosten in den USA.
Er bietet mir nun nach voller Einsicht in meine Vermögensverhältnisse (die jetzt auf knappe 3000€ geschrumpft sind) an 200€ monatlich zu zahlen plus eine Entschädigungszahlung von 2400€ für das letzte Jahr!
Ich hätte dann 150€ Kindergeld, 190€ Halbweisenrente und seine 200€ zum Leben zur Verfügung. Damit würde ich vielleicht auf 0 jeden Monat rauskommen, abzüglich Miete und Essen. Ich brauche aber auch ab und zu Bücher für die Uni, Kleidung plus 600€ Semestergebühren ab kommendem Semester.
Meine Frage wäre, ob ich vor Gericht gehen sollte mit der Sache oder ob ich die 200€ monatlich akzeptieren soll?
Habe ich den gute Aussichten einen Prozess gegen ihn zu gewinnen?
Kann er mir wirklich vorwerfen, er will nicht zahlen, weil ich versäumt habe zum Bafög-Amt zu gehen? Ich war dort, aber die Antwort war ich muss zuerst zu ihm kommen!
Ich wäre sehr dankbar wenn mir jemand weiterhelfen könnte.

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihr Bedarf nach der Düsseldorfer Tabelle liegt bei 640 € pro Monat.
Ein Wechsel des Studienganges nach dem 2 Semster beurteilt die überwiegende Rechtsprechung als eine unterhaltsunschädliche Orientierungsphase.

Bafög ist dem Unterhalt nachrangig.

Sie müssen auch nicht Ihr Vermögen aufbrauchen, einen solchen Anspruch kann Ihr Vater nicht geltend machen.

Sie sollten Ihre Unterhaltsansprüche gerichtlich klären lassen, da Sie nur über geringes Einkommen und inzwischen auch kaum noch über Vermögen verfügen bekommen Sie Prozesskostenhilfe.

Von einem Prozess wäre nur dann abzuraten, wenn Ihr Vater offensichtlich über keine ausreichenden Einnahmen verfügt und nicht leistungsfähig ist. Nach Ihrer Schilderung ist hiervon aber nicht auszugehen.

Ich hoffe meine Antwort kann Ihnen zu einer ersten Orientierung dienen. Sie ersetzt nicht die persönliche Beratung durch einen Rechtsanwalt, weil bei Überprüfung des Sachverhaltes, insbesondere anhand der zu prüfenden Unterlagen sich Umstände ergeben können die zu einer abweichenden Beurteilung führen.

Mit freundlichen Grüssen

Oliver Martin
Rechtsanwalt

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