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Pensionär in der Schweiz; Versorgungsbezüge aus DE


26.03.2005 18:01 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Gute Abi! Bin ein pensionierter Beamter aus DE, lebe aber schon seit geraumer Zeit in der Schweiz. Dummerweise habe ich mich voriges Jahr in DE auch polizeilich abgemeldet. Nun droht mir in DE für meine Versorgungsbezüge folgerichtig die Klasse 6, gleichzeitig muss ich sie (also die Versorgungsbezüge) ja auch in der Schweiz versteuern! Backround: Kein anderen Einkünfte in DE, in der Schweiz auch nicht, bin in der glücklichen Lage, allein von den Anweisungen der BaWü Landeskasse zu leben :-)
26.03.2005 | 19:02

Antwort

von


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Sehr geehrter Rechtssuchender,

zunächst vielen Dank für Ihre Anfrage.

Zunächst eine kurze Vorabantwort.

Grds. sind Ihre Einkünfte nach § 49 Abs.1 Nr.4 b EStG in Deutschland einkommenssteuerpflichtig. Durch ein Doppelbesteuerungsabkommen mit der Schweiz, könnte die Besteuerung Ihrer Versorgungsbezüge in Deutschland aber ausgeschlossen sein.

Allerdings ist auch der § 2 AStG (Außensteuergesetz) zu beachten.
Verlegt danach eine natürliche Person ihren Wohnsitz in ein Land mit niedriger Besteuerung, hierzu gehört die Schweiz, so erweitert § 2 AStG die beschränkte Steuerpflicht für 10 Jahre nach dem Wegzug auf alle inländischen Einkünfte , wenn die Person in den letzten 10 Jahren vor dem Wegzug mindestens 5 Jahre als Deutscher unbeschränkt steuerpflichtig war und weiterhin wesentliche wirtschaftliche Interessen in Deutrschalnd aufrechterhält.

Wesentliche wirtschaftliche Interessen werden dann angenommen, wenn die Inlandseinkünfte 30 % sämtlicher Einkünfte ausmachen. Weiterhin fallen Sie nur dann unter § 2 AStG, wenn ihre Jahreseinkünfte mindestens 16.500 € betragen.

Wesentliche wirtschaftliche Interessen werden auch dann aufrechterhalten, wenn der Steuerpflichtige wesentliche Beteilungen an einer inländischen Köpreschaft hält, mindestens 1 % des Kapitals.

Der Steuerpflichtige hält noch Inlandsvermögen, das mindestens 30 % seines Gesamtvermögens ausmacht oder 154.000 € übersteigt.

Möglichweise kan aber auch der § 2 AStG durch das Doppelbesteuerungsabkommen Deutschland Schweiz ausgeschaltet sein. Des Weiteren wäre noch zu prüfen, ob nicht eine Anrechung in Deutschland bzgl der in der Schweiz gezahten Steuetrn in Frage käme. Dies kann ich aber erst am Dienstag oder Mittwoch in meinem Büro prüfen.



Mit freundlichen Grüssen

Marcus Alexander Glatzel
Rechtsanwalt

P.S. ich wünsche Ihnen noch frohe Ostern.


Rechtsanwalt Marcus Alexander Glatzel, Dipl.-Jur.

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