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Pensionär, freier Berater, Minijob

| 09.04.2019 16:02 |
Preis: ***,00 € |

Sozialrecht


Beantwortet von


Hallo Anwalt,
Ich bin als ehemaliger Beamter dauerhaft dienstunfähig frühpensioniert, d.h. insb, dass ich nur bis zu einer bestimmten Höhe hinzuverdienen darf, diese Höhe hätte ich mit meinen Nebentätigkeiten bald erreicht. Außerdem bin ich über die Beihilfe privat krankenversichert.

Ich arbeite aktuell ca. 100 Stunden im Jahr als freier Dozent und plane zusätzlich als selbstständiger Unternehmensberater auch ca. 100 Stunden jährlich zu arbeiten, Tendenz (hoffentlich) steigend.
Vor diesem Hintergrund überlege ich, ob ich meine Honorare als a) selbstständiger Berater und/oder b) auch als freier Dozent über eine Firma abrechnen soll, die meine Ehefrau gründen würde, welche mir dann ein 450-€-Gehalt als Minijobber auszahlen würde. Den Gewinn oder Verlust müsste meine Ehefrau dann natürlich versteuern. Sie ist angestellt bei einer anderen Firma in einer anderen Branche.
Es ist mir bewusst, dass wir einen Vertrag abschließen müssten, der den Vorgaben der minijob-zentrale.de genügt.

Fragen:
welche Gefahren oder Probleme können sich bei dieser Konstellation ergeben, insb. in Bezug auf Steuern und Sozialversicherungen sowie gegenüber meinem Dienstherrn? Was muss ich in diesem Zusammenhang beachten, wie gehe ich vor?
Wenn ich keine Aufträge bekomme, muss mich meine Frau dann trotzdem bezahlen? Kann bzw. sollte man die Bezahlung im Arbeitsvertrag (Minijob) von meinen Aufträgen abhängig machen?
Was muss meine Frau beachten (die selber „nur" Firmeninhaberin wäre)?
Besten Dank für Ihre Bemühungen!

09.04.2019 | 18:41

Antwort

von


(200)
Schevenstr. 1 a
01326 Dresden & Köln
Tel: 0351 65 888 350
Web: http://www.kanzleifricke.de
E-Mail:

Sehr geehrter Ratsuchender,

ich halte die Einstellung auf Basis eines Minijobs für vorzugswürdig. Auch in Anlehnung an Ihren Dienstherrn kann man so etwas wohl besser durchbringen als eine freie Unternehmereigenschaft.

Beim Minijob sind Sozialversicherungen und Steuern nicht gesondert abzuführen von Ihnen. Das erfolgt über Ihre Frau als Arbeitgeberin pauschal und wird an die Bundesknappschaft dann abgeführt. Sozialversicherungsrechtlich und steuerrechtlich ist nichts weiter zu beachten.

Wenn Sie keine Auftrage haben, hat Ihre Frau Sie weiter zu bezahlen. Wenn dies anders geregelt werden würde, wären Sie Mitunternehmer und die Rentenversicherungsanstalt oder auch das Finanzamt können die Vertragsdurchführung angreifen.

Soweit Sie dem Dienstherrn noch unterliegen, bedarf die Nebentätigkeit einer Genehmigung, was Sie natürlich wissen.

Mehr gibt es für mich nicht zu beachten. Wichtig ist nur, daß das unternehmerische Risiko von Ihrer Frau übernommen wird und auch bei flauer Auftragslage Ihre monatliche Bezahlung gesichert ist. Vielleicht übernehmen Sie im Arbeitsvertrag noch weitere Pflichten, wie die Vorbereitung, die Bewerbung von Kunden, die Bestandspflege von Kunden und mehr. Dann können Sie in Monaten, in welchen kein Auftrag da war, im Außenverhältnis noch anführen, daß Sie auch in diesem Monat gearbeitet haben.

Bei Rückfragen einfach melden, aber ich denke, das oben war erst einmal verständlich und hat Ihnen geholfen.

MFG Fricke
RA


Rückfrage vom Fragesteller 11.04.2019 | 14:31

Hallo und besten Dank für Ihre Antwort.

Wir möchten auf jeden Fall ein Gewerbe vermeiden, also soll die Firma freiberuflich sein, geht das so?
Meine Frau ist selber angestellt in der Chemie-Branche (Chemie-Ingenieurin) und meine bzw. die Tätigkeit der Firma ist divers (beratend in Personalbereich, Dozent mit Lehrauftrag); ist die Art der Tätigkeit womöglich ein Hindernis für die Anerkennung als freiberufliche Firma und kann ich auch meine Tätigkeit als Dozent mit Lehrauftrag über die Firma abrechnen oder müsste ich die Rechnungen nach wie vor über meine Person laufen lassen?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 11.04.2019 | 15:05

Sehr geehrter Nachfragender,

steuerrechtlich liegt hier ein freier Beruf vor, der ohne Gewerbeanmeldung durchgeführt werden kann, also als Einzelfirma.

Eine Anstellung ist auch dort möglich. Ihre Frau würde die Rechnungen an Dritte erstellte und Ihnen das Gehalt auszahlen. Wenn Sie als Unternehmer auftreten, müssten Sie die Rechnungen stellen. Das ist aber eigentlich das, was Sie nicht wollten.

Der Anstellung bei Ihrer Frau und ihrer Unternehmereigenschaft steht in meinen Augen nichts entgegen.

MFG Fricke

Bewertung des Fragestellers 11.04.2019 | 15:36

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