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Paypal Käuferschutz abgelehnt - Paypal unterstützt Betrüger

09.09.2021 11:06 |
Preis: 40,00 € |

Internetauktionen


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung:

Paypal, Käuferschutz

Guten Tag,

ich habe heute folgendes Problem bei Paypal im Forum geschildert und dazu wurde mein Käuferschutzantrag abgelehnt, obwohl ich mit einer schriftlichen Bestätigung von UPS beweisen konnte, dass das Paket nicht an mich gesendet wurde, sondern an eine andere Adresse.

Telefonisch teilte man mir mit, dass ich zu viele Käuferschutzanträge gestellt hätte und daher würde man diesen ablehnen. Daher ist die sachliche Situation egal, man möchte mich einfach bestrafen, weil ich einen angebotenen Dienst nutze.

Hier die Situation:

-----------------

ich möchte an dieser Stelle die Community warnen, da es eine Betrugsmasche gibt, die Paypal bekannt ist und wogegen man nichts tut.

Man könnte sogar sagen, es wird unterstützt.

Da es mich getroffen hat, möchte ich den Fall kurz schildern, damit es besser nachvollziehbar ist.

Ich habe bei Ebay-kleinanzeigen einen Artikel gekauft.

Der Verkäufer spielt auf Zeit, so dass ich nach einigen tagen den Kauf abbrechen will.

Da er nicht mehr reagiert, stelle ich einen Käuferschutzantrag.

Bereits nach sehr kurzer Zeit, stuft der VERKÄUFER den Antrag hoch, damit Paypal entscheidet und läd eine Sendungsnummer von UPS hoch.

Wenn man die Sendungsnummer prüft sieht man ein Paket das an meinen ORT - PLZ - versendet wurde.

Man sieht keine Straße und auch keine Empfängerdaten. Dies dient zur Sicherheit des Paketes.

Die Sendungsnummer wurde erfolgreich an der PLZ zugestellt und auf Basis dieser Zustellung entscheidet Paypal zugunsten des VERKÄUFERS und gibt das Geld frei.

Es wird nicht geprüft ob die Adresse jene ist, die bei Paypal hinterlegt ist.

Ich habe mehrfach darauf hingewiesen, dass die Verkäufer das System so umgeht und keiner tut was.

Wie man mir telefonisch mitteilte, reicht es lt. Paypal aus, wenn es in einem Radius - man sagte hier wirklich 15km - zugestellt wird.

Aber Paypal prüft nicht, ob es die selbe STRAßE ist, ob es der richtige EMPFÄNGER ist. Es reicht aus, dass es in meinem Fall der richtige ORT ist.

Fazit des ganzen. Der Käuferschutz von Paypal ist bei Transaktionen bei Ebay-Kleinanzeigen kein Schutz mehr, sondern eher eine Möglichkeit zu betrügen und wir zahlen sogar noch dafür.

In meinem Fall geht es sogar noch weiter. Ich habe seitens UPS eine schriftliche Bestätigung bekommen, dass der Versender an die regionale Volksbank versendet hat. Dies tut er mit dem Wissen, dass die Pakete quasi immer zugestellt werden, sein einziges Ziel.

Diese Bestätigung habe ich hochgeladen und trotzdem hat Paypal gegen mich entschieden. In diesem speziellen Fall aber, aufgrund von zu vielen Konflikten die ich in diesem Jahr eingereicht habe. Insgesamt waren es 6 bei über 1000 Transaktionen. Alle vorherigen wurden zu meinen Gunsten entschieden, waren demnach berechtigt und trotzdem entscheidet man hier gegen mich.

Ich bin hier einfach nur sprachlos und dennoch will ich die Gemeinschaft warnen. Ich war 10 Jahre lang sehr zufrieden mit der Institution Paypal, aber das heute macht mit sprachlos. Man fördert aktiv diese Betrugsmasche und es wird mehr werden, solange es funktioniert.

---------------------

Kann Paypal gegen mich entscheiden, obwohl der Verkäufer nachweislich an die falsche Adresse versendet hat und somit gegen die Bedingungen von Paypal verstoßen hat. Zusätzlich war in dem Paket auch nicht das enthalten was ich gekauft habe. Es ist einfach eine bekannte Betrugsmasche, gegen die Paypal bisher nichts unternommen hat. Man verweißt mich sogar immer weider aktiv auf den Verkäufer, der ja nie reagieren wird.

Habe ich rechtliche Optionen gegen die Entscheidung von Paypal?

VG Markus

09.09.2021 | 12:06

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für ihre Frage, die ich Ihnen wie folgt beantworte:

Die Nutzungsbedingungen von Paypal sagen, dass Sie keinen Anspruch auf Leistungen aus dem Käuferschutz haben, wenn der Verkäufer einen Lieferbeleg vorgelegt hat. Ein Lieferbeleg muss nach den Bedingungen entweder über „eine Adresse für den Empfänger, die mit der Lieferadresse auf der Seite "Transaktionsdetails" übereinstimmt" oder „eine Adresse für den Empfänger, die mindestens den Ort und das Bundesland, den Ort und das Land oder die Postleitzahl (oder eine internationale Entsprechung) enthält.", verfügen.

Letzteres ist offenbar bei Ihnen der Fall, so dass nach den Bedingungen von Paypal keine Eintrittspflicht besteht.

In dem meisten Fällen mag das auch in Ordnung sein, da in Betrugsfällen - wenn überhaupt - meist nur Belege über Sendungen an gänzlich andere Orte verschickt werden. Das Ganze ist natürlich auch dem geschuldet, dass die Paketdienste teilweise nur Belege ohne Adresseangabe übermitteln.

Wenn Sie allerdings positiv belegen können, dass das Paket an eine andere Adresse geschickt wurde, kann sich Paypal meines Erachtens nicht auf den Ausschluss berufen, da dann ja der Beweis erbracht ist, dass kein „echter Lieferbeleg" bzgl. Ihrer Adresse vorliegt. Auch wenn die wörtlichen Bedingungen von Paypal etwas anderes suggerieren, würde ich hier in einem gerichtlichen Verfahren gute Aussichten sehen, da eine solche bestimmung zumindest insofern unwirksam sein dürfte, als Ihnen nicht die Möglichkeit des Gegenbeweises eingeräumt wird (hier durch den Beleg von UPS, dass an andere Adresse zugestellt wurde, möglich).

Was ich allerdings nicht verstehe, ist Ihr Satz „Zusätzlich war in dem Paket auch nicht das enthalten was ich gekauft habe." Das bedeutet ja offenbar, dass Sie die Sendung – unabhängig von der falschen Lieferadresse – doch erhalten haben. Wenn Sie die Sendung aber am Ende tatsächlich erhalten haben, sehe ich auch keinen Anspruch gegen Paypal wegen eines nicht erhaltenen Artikels. (Oder hat der Verkäufer lediglich gegenüber Paypal eine ganz andere Ware angegeben als die, die Sie gekauft haben und ich habe das falsch verstanden?).

Dann käme nur noch ein Anspruch wegen der weiteren Möglichkeit „Artikel entspricht deutlich nicht der Beschreibung" in Betracht, weswegen Sie einen Anspruch haben dürften, wenn in dem Paket etwas anderes war als die gekaufte Ware.

Wenn Sie nach rechtlichen Optionen fragen, bleibt gegen Paypal am Ende nur die Möglichkeit einer Klage. Eine andere Möglichkeit, Paypal zu „zwingen", Ihrem Käuferschutzantrag stattzugeben, gibt es leider nicht.

Mit freundlichen Grüßen


Arnd-Martin Alpers
Rechtsanwalt


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