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Pauschalreise konnte nicht angetreten werden

27.01.2014 09:57 |
Preis: ***,00 € |

Reiserecht


Beantwortet von


Zusammenfassung: Reisestorno, Stornogebühr, Schadenersatzansprüche

Folgendes Problem: Meine Frau und meine Tochter stammen aus Weissrussland, ich bin Schweizer und wir wohnen auch alle in der Schweiz. Auf den 26.01.2014 haben wir bei holidaycheck.ch eine Pauschalreise nach Ägypten (Abflug in Zürich) gebucht. Die Reise sollte von ETI Deutschland ausgeführt werden. Gemäss ETI Deutschland lauten die Einreisebestimmungen wörtlich wie folgt:

Für die Einreise nach Ägypten besteht eine zwingende Visa-Pflicht. Die Einreisedokumente sollten bei Einreise noch mindestens 6 Monate nach Rückreisedatum gültig sein. Die Einreise nach Ägypten mit einer Schweizer Identitätskarte ist nicht möglich. Das notwendige Visum erhalten Sie als Schweizer Bürger am Zielflughafen vor Ort bei der Einreise. Derzeit (Katalogdruck) beträgt die Gebühr für die Erteilung des Visums und die Handlingfee vor Ort total ca. CHF 30.-. Kinder ab 2 Jahren und Erwachsene müssen jedenfalls einen Reisepass mit Lichtbild bei der Einreise vorlegen.

Da meine Tochter im Juni 16 Jahre alt wird, läuft ihr Kinderpass an ihrem Geburtstag aus und einen "Erwachsenenpass" gibt's erst ab dem 16. Geburtstag. Da dies genau 5 Monate und 19 Tage nach dem Rückflug sein wird, habe ich die Ägyptische Botschaft in Bern angerufen um zu fragen ob das überhaupt geht. Dort erhielt ich dann telefonisch die Auskunft: Ja, man kenne das Problem bei den Weissrussen und wenn der Pass mind. 3 Monate über das Rückreisedatum sei, ist das kein Problem.

Nachdem wir Samstag, den 25.01.2014 online eingecheckt haben und die Bordkarten ausgedruckt haben, begaben wir uns am Sonntag 26.01.2014 früh an den entsprechenden Gepäckabgabeschalter. Dieser prüfte die Pässe und rief einen Vorgesetzten zur Klärung. Nach langer Diskussion wurde uns des einchecken verweigert und die zuhause ausgedruckten Borkarten eingezogen. Begründung: Der Pass muss 6 Monate über das Rückreisedatum gültig sein. Die vorgängig telefonisch eingeholte Auskunft bei der Ägyptischen Botschaft wurde ignoriert.

Selbstverständlich habe ich sofort ETI angerufen wo man uns allerdings auch nicht weiterhelfen konnte und uns an das Reisebüro (holidaycheck.ch) verwiesen. Als diese am Sonntag um 14:00 endlich telefonisch erreichbar waren und eine freundliche Dame unser Problem auch mit einem Bedauern zur Kenntnis nahm wurde uns dann allerdings per Email lediglich angeboten die Pauschalreise mit einem Verlust von 85% rückwirkend zu stornieren. Das heisst lächerliche 15% würden zurückerstattet.

Damit sind wir natürlich alles andere als glücklich. Zum einen die gescheiterten Familienferien zum anderen der finanzielle Schaden. Aus meiner Sicht müsste ETI doch zumindest die nicht konsumierten Hotel und Verpflegungsleistungen (All-Incl.Plus) zurückvergüten.

Was sind nun meine Rechte? Kann ich, und wenn bei wem, und in welcher Höhe, eine Rückvergütung des Pauschalpreises verlangen?
27.01.2014 | 11:33

Antwort

von


(414)
HInter der Twiete 28
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sie haben hier über den Reisevermittler Holidaycheck.ch eine Flugpauschalreise bei ETI gebucht.
Die AGB Ihres Reisemittlers ( Punkt IV) verweisen hinsichtlich Umbuchung/ Storno der Reise auf die jeweiligen Bestimmungen/ AGB des Vertragspartners, in Ihrem Fall ETI.

Die ABG von ETI regeln die Erstattungen bei Storno/ Rücktritt unter Punkt 5.2 in verschiedenen Intervallen:

Ab dem 3. vor Abreise und bei Nichterscheinen zum Abflug verlangt ETI von jedem Reisenden eine Stornopauschale in Höhe von 80% des Reisepreises.

Insofern sollen Ihnen hier bereits 5 % des rückzuzahlenden Betrages vorenthalten werden, sofern Ihnen eine Erstattung von 15 % angeboten wurde.

Laut ETI " handelt es sich bei der vorstehenden Regelung jeweils um eine Entschädigungspauschale. Bei Bemessung der Pauschale hat ETI die aufgrund des Rücktritts eines Reisenden gewöhnlich ersparten Aufwendungen und den durch anderweitige Verwendung der Reiseleistung gewöhnlich möglichen Erwerb berücksichtigt. Dem Reisenden bleibt es vorbehalten, ETI im Einzelfall einen geringeren Schaden nachweisen."

Insofern können Sie hier auch eine größere Rückzahlung fordern, wenn Sie beweisen können, dass ETI einen geringeren Schaden erlitten hat, beispielsweise durch Weitervermittlung der Reise.

Sie können hier Ihre telefonische Angabe der Ägyptischen Botschaft beispielsweise nochmals schriftlich einholen und sodann gegebenenfalls auch höhere Ansprüche wegen der "Fehlbehandlung" der Angelegenheit am Flughafen geltend machen. Allerdings ist davon auszugehen, dass dieser Anspruch erfolglos bleiben wird, wenn es sich tatsächlich um das korrekte Vorgehen und die korrekte Anwendung niedergeschriebener Einreisebestimmungen handelt.

Gegebenenfalls hätten Sie vor Abflug die Aussagen der ägyptischen Botschaft schriftlich einholen müssen, um dieses Prozedere am Flughafen vermeiden zu können.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen



Rechtsanwältin Wibke Türk

ANTWORT VON

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