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Pauschalreise: kein Urlaub wegen einer Hotelüberbuchung - was tun?

| 11.08.2011 18:21 |
Preis: ***,00 € |

Reiserecht


Beantwortet von


21:13
Sehr geehrte Rechtsanwält/sehr geehrte Rechtsanwältin,

am 01.08 habe ich eine Pauschalreise gebucht, die am 16.08 anfangen sollte, und gestern (10.08) habe ich einen Anruf gekriegt, dass dieses Hotel überbucht ist. Meine Reise habe ich bei einem Reisebüro gebucht, der Reiseveranstalter ist TUI. Mir wurde ein Alternativangebot gemacht, welches ich aber nicht als gleichwertig gesehen und deswegen auch abgelehnt habe (ich wollte ein Hotel in einer Bucht und einem ruhigen Ort und mir wurde ein Hotel in einer Party-Gegend angeboten). Heute habe ich sowohl mit TUI als auch mit meinem Reisebüro telefoniert, TUI verwies mich darauf, dass das Reisebüro mein Vertragspartner ist und ich alle Änderungen mit ihm zu vereinbaren habe.
Heute Abend habe ich von dem Reisebüro erfahren, dass TUI außer diesem Angebot mir nichts anbieten kann und erlaubt(!) mir die Reise kostenfrei zu stornieren. Wenn ich eine Alternative suchen möchte soll diese auch von TUI sein und müsste jetzt noch weiter meine Zeit investieren um diese auszusuchen. Die Alternative darf gleich teuer oder billiger sein, was in dem Hochsaison natürlich bedeutet, ich muss auf ein schlechteres Hotel ausweichen oder ewig suchen oder gar nicht fahren. Ich finde das ganze sehr ärgerlich und finde, dass ich jetzt schon entschädigt werden muss.

Was kann ich tun? Stimmt das, dass ich alle Änderungen nur mit dem Reisebüro zu vereinbaren habe (in den AGBs von dem Reisebüro steht: "Im Falle einer Buchung kommt der Vertrag ausschließlich zwischen Ihnen und dem jeweiligen Reiseveranstalter zustande"). Kann ich eine Entschädigung verlangen, und wenn ja - von vem (Reisebüro oder TUI), in welcher Höhe und was wäre der erste Schritt?
Darf eine teuerere Reise als Entschädigung verlangen, und wenn ja - von wem?
Mein Problem ist auch - wenn ich jetzt sagen würde: ich möchte mein Geld zurück, dann dauert es mit der Überweisung bestimmt noch einige Tage und ich kann gar nicht in den Urlaub fahren, weil ich keine Finanzmittel dafür jetzt übrig habe, noch eine Reise zu buchen und verschieben kann ich diese auch nicht.
Ich hoffe sehr auf einen guten Rat.

Vielen Dank im Voraus,
TKL
11.08.2011 | 19:45

Antwort

von


(416)
HInter der Twiete 28
22851 Norderstedt
Tel: 040-41186796
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Sehr geehrte Ratsuchende!

Ihre Frage beantworte ich aufgrund der von Ihnen zur Verfügung gestellten Informationen und unter Berücksichtigung des von Ihnen gebotenen Mindesteinsatzes wie folgt.

1. Aufgrund der von Ihnen genannten Klausel in den AGB ist davon auszugehen, dass der richtige Anspruchsgegner in Ihrem Fall der Reiseveranstalter ist. Das Reisebüro ist hier wohl nur Vermittler.
Anders wäre dies, wenn das Reisebüro eine Filiale des Reiseveranstalters ist, nur dessen Reisen vermittelt und auch Reisebestätigungen ausstellt.
In der Regel ist jedoch der Veranstalter der Anspruchsgegner.

2. Grds. muss der Veranstalter Ihnen aufgrund der Hotelüberbuchung den vollständigen Reisepreis zurückzahlen oder kann ein gleichwertiges Urlaubsziel anbieten, zu dessen Annahme sie nicht verpflichtet sind.

3. Entschädigungsanspruch bei nutzlos aufgewendeter Urlaubszeit:
Sollten Sie Ihren Urlaub nicht mehr auf ein anderes Angebot des Veranstalters umbuchen können, so steht Ihnen ein Entschädigungsanspruch gegen den Veranstalter wegen nutzlos aufgewendeter Urlaubszeit zu, da die Reise vereitelt wurde (d. h. nicht stattfand).
Hier sind zumeist Pauschalen von 25,00€-75,00€ pro Reisetag zu fordern.

4. Als Ersatz darf eine gleichwertige Reise verlangt werden, wobei sich dies in erster Linie auf die Reiseleistungen, nicht auf den Preis bezieht.
Insofern sollte hier bei möglicher Ersatzbuchung zunächst auf die Merkmale, nicht auf den Preis geachtet werden.
Eine Entschädigung wegen nutzlos aufgewendeter Urlaubszeit kann allerdings dann nicht mehr gefordert werden, wenn ein absolut gleichwertiges Hotel angeboten wird.

Zur weiteren Interessenvertretung stehe ich Ihnen im Rahmen der Mandatserteilung gerne zur Verfügung.


Rechtsanwältin Wibke Türk

Nachfrage vom Fragesteller 11.08.2011 | 20:54

Sehr geehrte Frau Türk,

vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort.
Ich verstehe den folgenden Satz nicht ganz: "Sollten Sie Ihren Urlaub nicht mehr auf ein anderes Angebot des Veranstalters umbuchen können, so steht Ihnen ein Entschädigungsanspruch gegen den Veranstalter" - wenn ich zu Annahme des Alternativangebots nicht verpflichtet bin (wie Sie im Punkt 2 erläutern), reicht eigentlich schon die Tatsache der Überbuchung für einen Entschädigungsanspruch?

Vielen Dank im Voraus,
TKL

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 11.08.2011 | 21:13

Nein.
Sie müssen ein Alternativangebot nicht annehmen, bekommen dann den Reisepreis zurück.
Lehnen Sie ein Alternativangebot aber ab, weil es eben nicht gleichwertig ist, so steht Ihnen ein Entschädigungsanspruch zu.

Bewertung des Fragestellers 11.08.2011 | 21:28

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