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Patchworkerbe


| 13.11.2015 21:33 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht



Ich möchte als Witwer ( 3 erwachsene Kinder) meine Partnerin (ebenfalls 3 erwachsene Kinder) heiraten. Vor 3 Jahren haben wir gemeinsam ein Haus gekauft. Meine Partnerin hält im Grundbuch 35 % und ich 65 % Anteil. Können wir ein Testament gestalten, in dem alle Kinder nach unser beider Ableben gleichwertig erbberechtigt sind ?
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Sehr geehrter Fragesteller,

Vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte:

Als Ehegatten, d.h. nach der beabsichtigten Heirat, könnten Sie ein gemeinschaftliches Testament – sogenanntes Berliner Testament gem. § 2265 BGB - errichten.
Sie würden sich dann gegenseitig zu Alleinerben einsetzen und die Kinder als gleichberechtigte Erben des Letztversterbenden.
Dabei sollten Sie nicht vergessen, die Bindungswirkung des gemeinschaftlichen Testaments zu regeln, §§ 2270,2271 BGB, damit nicht nach dem Tod des Erstversterbenden der überlebende Ehegatte das Testament ändert und dadurch u.U. die Stiefkinder benachteiligt.
Es empfiehlt sich weiter, eine Pflichtteilsstrafklausel in das Testament aufzunehmen.

Ein Testament könnte in etwa folgendermaßen formuliert werden:

Wir setzten uns gegenseitig zu Alleinerben ein.

Erben nach dem Tod des zuletzt versterbenden Ehegatten sind unsere Kinder 1-6

- hier sollten Sie die Namen aller sechs Kinder nennen- zu gleichen Teilen.
Sollte eines der Kinder beim Tod des Erstversterbenden Pflichtteilsansprüche geltend machen, erhält es bei dem Tod des Letztversterbenden ebenfalls nur den Pflichtteil.
Sein Anteil wächst dann den anderen Kindern zu gleichen Teilen zu.
Alle diese Verfügungen sind wechselbezüglich.

Ein gemeinschaftliches Testament muss von einem der beiden Ehegatten handschriftlich errichtet werden und muss von beiden Ehegatten unterschrieben werden.
Außerdem muss es Zeit und Ort der Errichtung des Testaments enthalten.



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und Ihnen eine rechtliche Orientierung gegeben zu haben.
Für das entgegengebrachte Vertrauen bedanke ich mich.

Ich wünsche Ihnen noch ein schönes Wochenende!

Mit freundlichen Grüßen

Lucia König
Rechtsanwältin
Ergänzung vom Anwalt 23.12.2015 | 16:14

Sehr geehrter Fragesteller,

meine Antwort zu Ihrer Frage möchte ich gerne wie folgt ergänzen:

Falls Sie überhaupt in Ihr Ehegattentestament eine Pflichtteilsstrafklausel aufnehmen möchten, so müsste diese richtigerweise etwa folgendermaßen lauten:

Sollte eines der Kinder beim Tod des Erstversterbenden Pflichtteilsansprüche geltend machen, ist es einschließlich seiner Abkömmlinge von der Schlusserbenfolge ausgeschlossen.
Falls Sie eine solche Klausel aufnehmen, würde dies bedeuten, dass das Kind, dass beim Vorversterben des eigenen Elternteils Pflichtteilsansprüche geltend macht, beim Tod des Stiefelternteils nichts mehr erben würde.
Die von mir ursprünglich vorgeschlagene Formulierung passt nur, wenn gemeinsame Kinder vorhanden sind, die dann jeweils beim Tod eines Elternteils Pflichtteilsansprüche
hätten. Bei Ihrer Konstellation - jeder Ehegatte hat eigene Kinder - haben ja nur die jeweils eigenen Kinder Pflichtteilsansprüche, beim Tod des Stiefvater bzw. der Stiefmutter bestehen dagegen keine Pflichtteilsansprüche. Daher würde die hier o.g. vorgeschlagene Formulierung passend sein.
Ob Sie überhaupt eine Pflichtteilsstrafklausel aufnehmen möchten, müssen Sie aber letztendlich selbst entscheiden.

Im übrigen verbleibt es bei meinen Ausführungen in meiner ersten Antwort an Sie.

Mit freundlichen Grüßen und den besten Wünschen für die Feiertage

Lucia König
Rechtsanwältin
Bewertung des Fragestellers 15.11.2015 | 13:28


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Nicht nachvollziehbar ist jedoch, dass Sie auf der einen Seite schreiben, dass ich Ihnen sehr weitergeholfen habe, auf der anderen Seite in diesem Punkt die Antwort nur mit vier statt mit 5 Sternen bewerten.
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