Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
482.008
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Partnergesellschaft - Abfindung


25.11.2017 14:50 |
Preis: 100,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Alexander Park, LL.B.



Unsere freiberufliche Partnergesellschaft hatte ursprünglich 4 Mitglieder. Vertraglich ist eine Vererbung der Mitgliedschaft ausgeschlossen. Im Falle des Ausscheidens ist vertraglich eine Abfindung in Höhe von 25.000,- Euro vereinbart.
Vor zwei Jahren ist ein Partner verstorben und ein zweiter aus Altersgründen ausgeschieden.

1. Wie ist die Abfindung steuerlich zu behandeln und wie muss sie gegenüber dem Finanzamt erklärt werden?

2. Entsteht durch die Erhöhung des Gesellschaftsanteils für die anderen Partner eine Steuerpflicht?

3. Die Partner sind 2015 ausgeschieden. Die Zahlung der Abfindung erfolgt aber erst jetzt. Ist die Abfindung in der EÜR und Einkommensteuererklärung für 2015 oder 2017 zu berücksichtigen?
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

1. Wie ist die Abfindung steuerlich zu behandeln und wie muss sie gegenüber dem Finanzamt erklärt werden?

Bei einer Partnerschaftsgesellschaft nach dem PartGG findet eine Besteuerung auf Ebene der Gesellschafter statt. Das in 2017 bezahlte Entgelt für die Anteile an der PartG ist also bei den Gesellschaftern zu versteuern.

Hier wäre noch die Frage zu klären aus welchem Vermögen die Abfindung stammt? Wurde diese von der PartG oder den verbleibenden Partnern geleistet?

2. Entsteht durch die Erhöhung des Gesellschaftsanteils für die anderen Partner eine Steuerpflicht?

Da eine Besteuerung auf Ebene der Gesellschafter stattfindet und hier nach EÜR vorgegangen wird, wird lediglich aufgrund der erhöhten Anteile keine erhöhte Steuerpflicht aufkommen. Da sich die Einkünfte auf nur noch zwei Gesellschafter verteilen, mag dies dann aber später zu einer höheren Steuerlast beim Gesellschafter führen, da sein Anteil nun größer ist.

3. Die Partner sind 2015 ausgeschieden. Die Zahlung der Abfindung erfolgt aber erst jetzt. Ist die Abfindung in der EÜR und Einkommensteuererklärung für 2015 oder 2017 zu berücksichtigen?

Hier gilt das allgemeine Zuflussprinzip des EStG. Die Abfindung wäre in dem Jahr zu berücksichtigen, in dem sie geleistet wurde, also erst 2017.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 25.11.2017 | 17:24

Wie wird aber die Zahlung an die Erben des verstorbenen Partners verbucht. Ist das ein Aufwand oder ein in der Feststellungserklärung zu erklärender Gewinnanteil? Gewinnanteil in 2017 wäre insofern problematisch, weil die Erben nicht Teilhaber der Gesellschaft sind.

Wie wird die Privilegierung gem. §16 Abs. 4 EStG berücksichtigt?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 25.11.2017 | 18:29

Gerne beantworte ich auch Ihre Nachfrage.

Weil mir der Zurechnungspunkt nicht ganz klar war fragte ich ja nach. § 16 Abs. 4 EStG wäre allenfalls auf den einen Partner anwendbar, der aus Altersgründen aus der PartG ausgeschieden ist und wäre nur auf einen Veräußerungsgewinn anzunehmen. Ob ein solcher vorliegt kann ich beurteilen.

Ich bin der Meinung, dass die Zahlung an die Erben als "übrige unbeschränkt abziehbare Betriebsausgaben" in der EÜR zu verbuchen sind.

Mit freundlichen Grüßen

Alex Park

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60519 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
3,6/5,0
Ich bezweifle die Richtigkeit resp. Vollständigkeit der Antwort. Konkrete Verweise auf Steuergesetze fehlen. Damit werde ich kaum weiter kommen beim Finanzamt. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Der Rechtsanwalt konnte deutlich mehr Klarheit in einen rechtlich fuer mich schwer einzuschaetzenden Sachverhalt bringen. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Obwohl das Ergebnis für den Betroffenen(den ich berate) niederschmetternd ist, hat mich der Anwalt schnell und gut beraten. MFG ...
FRAGESTELLER