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Partner verweigert Unterschrift bei Kreditverlängerung

| 20.03.2009 10:25 |
Preis: ***,00 € |

Kredite


Guten Tag,

Beide Eheleute haben einen Kreditvertrag unterschrieben und sind auch beide im Grundbuch eingetragen. Jetzt sind 10 Jahre um und der Kredit muß verlängert werden. Die Ehefrau ist vor 5 Jahren ausgezogen und beteiligt sich überhaupt nicht an der Ratenzahlung.
Jetzt verweigert sie die Unterschrift für die Kreditverlängerung. Die Unterschrift des Ehemannes reicht der Bank nicht.
Was kann man jetzt tun ?

Vielen Dank,
L.

Sehr geehrter User,
Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihrer Fragen beantworte ich gerne wie folgt:

Was kann man jetzt tun ?

Leider ist eine Pflicht der Ehefrau zur Kreditverlängerung bzw. zum Neuabschluss eines Darlehensvertrages nicht gegeben.

Unterzeichnet die Ehefrau für einen Hauskauf einen Darlehensvertrag als Mitschuldnerin, so haftet grundsätzlich auch sie für die Rückzahlung dieses Kredits, denn auch sie ist in diesem Fall Vertragspartner der Bank geworden. Verfügt die Ehefrau aber über kein eigenes Vermögen und erfolgte die Mitunterzeichnung des Darlehensvertrages nur aus ehelicher Verbundenheit mit ihrem Mann, so kann der Vertrag unter Umständen sittenwidrig und damit nichtig sein. Dann muss die Bank den neuen Vertrag mit dem „Alleinverdiener“ abschließen. Ihre Frau müsste dann die Sicherheit gegebenenfalls an die Bank abtreten.

Sie können das Haus bzw. die Hälfte von ihrer Frau erwerben.

Sollte ihre Frau hierzu nicht bereit sein, besteht auch die Möglichkeit der Teilungsversteigerung.

Eine Teilungsversteigerung ist eine Art Zwangsversteigerung. Das Recht auf Teilungsversteigerung eines jeden Miteigentümers ergibt sich aus dem Gemeinschaftsrecht (§§ 749 , 753 BGB ). Danach hat jeder Teilhaber das Recht, jederzeit die Aufhebung der Gemeinschaft zu verlangen.

Teilungsversteigerungen kommen in Betracht, wenn das Grundstück beiden Ehepartner in Bruchteilsgemeinschaft je zur Hälfte gehört. Für die Teilungsversteigerung gilt weitgehend das Zwangsversteigerungsgesetz. Die Besonderheiten der Teilungsversteigerung sind in den §§ 180 bis 185 ZVG geregelt.

Bei der Teilungsversteigerung wird das gesamte Grundstück, also auch die Anteile der übrigen Teilhaber, versteigert.

Im Rahmen der Teilungsversteigerung kann jeder für das Grundstück bieten und dieses aus der Versteigerung erwerben, also auch einer der Alteigentümer selbst. Die Alteigentümer werden aber im Rahmen der Versteigerung behandelt wie jeder andere auch. Sie müssen also für das gesamte Grundstück bieten und müssen das gesamte Grundstück erwerben – also nicht etwa nur die Anteile, die ihnen nicht sowieso schon gehören. Zur Finanzierung sollten Sie mit ihrer Bank sprechen.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Prüfung der Rechtslage eine erste Orientierung vermittelt zu haben. Nutzen sie gegebenenfalls die Nachfrageoption.

Bitte haben sie Verständnis dafür, dass ohne die genaue Kenntnis der wohl umfangreichen Unterlagen/ Verträge nur allgemeine Ratschläge erteilt werden können. Die Plattform 123 Recht kann eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen. Falls Sie eine genaue Überprüfung an Hand des Vertrages und der sonstigen Unterlagen durch mich wünschen, setzen Sie sich bitte mit mir in Verbindung.

Bitte beachten Sie, dass auf der Plattform 123 Recht das Portal „Frag-einen-anwalt.de“ keine Upload-Funktion anbietet. Nur bei dem Portal „Anwalt Direktanfrage“ können Sie Dateien und Dokumente anhängen.

Rückfrage vom Fragesteller 20.03.2009 | 12:16

Vielen Dank für die rasche Antwort .

Meine Frau ist jedoch selbständig und hat somit ein Einkommen.
Sie weigert sich einfach weil sie damit nichts mehr zu tun haben möchte. Ich zahle die Raten eh alleine, aber jetzt will die Bank unbedingt die Unterschrift meiner Frau haben. Auszahlen kann ich sie nicht, da ich kein Geld habe und auch nichts weiter finanzieren kann. Den Kredit für das Grundstück haben wir gemeinsam aufgenommen und das Haus (geerbt von meinen Eltern) habe ich ihr zu 50% überschrieben. Kann die Bank sie verpflichten oder gibt es eine Möglichkeit das alleine mit der Bank fortzuführen ?

Vielen Dank !

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 20.03.2009 | 13:56

Kann die Bank sie verpflichten oder gibt es eine Möglichkeit das alleine mit der Bank fortzuführen?

Leider gibt es keine rechtlichen Möglichkeiten ihre Frau zu zwingen.

Ich gehe aber davon aus, dass ihrer Frau ein Auszahlungsbetrag nicht zusteht. Das Erbe ist nicht Teil des Zugewinns. Schenkungen können widerrufen werden.

Ich schlage vor, die Gespräche mit der Bank und ihrer Frau in anwaltliche Hände zu legen.

Bewertung des Fragestellers 20.03.2009 | 15:22

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FRAGESTELLER 20.03.2009 5/5,0
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