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Partner in WG zugezogen. Muss er sich an allen Kosten beteiligen?

15.12.2018 12:03 |
Preis: 52,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Krueckemeyer


A und Ich wohnen zu zweit in einer WG. Wir stehen beide als Hauptmieter im Mietvertrag.
Seit ca. zwei Jahren wohnt aber auch der feste Freund (F) von A hier. Der Vermieter weiß das auch.
Er wohnt zwar mit in ihrem Zimmer, benutzt aber natürlich auch die allgemeinen Räume, wie Wohnzimmer, Bad und Küche.

Bei den Nebenkosten wird er aber nicht berücksichtigt. Die Aufteilung der jährlichen Nebenkostenabrechnung des Vermieters hat immer A übernommen.

Hierbei teilt A aber den Verbrauch von Wasser und allgemeinen Heizkosten immer durch zwei und nicht durch drei. Dadurch fällt natürlich die Höhe meiner anteiligen Rückzahlung niedriger aus. Betriebskosten, Wasserverbrauch und allgemeine Heizkosten teilt A immer durch zwei.
F verbraucht ja aber auch Strom, Wasser und Heizkosten. Unser Internet und unseren Fernsehanschluss nutzt er ja auch. Trotzdem teilen wir die Kosten für diese Anschlüsse nur durch zwei.
Ich habe schon öfter gesagt, dass ich es nicht gut finde, quasi für ihn mitzuzahlen. Wir haben aber vorher nie vereinbart, wie wir mit so einem Fall umgehen würden. Im Mietvertrag konnte ich dazu auch nichts entdecken. F meint dass er nicht zur Mitzahlung gezwungen werden kann. Wenn dann wäre das aus Kulanz. Er würde sich ab dem nächsten Jahr beteiligen. Aber nur wenn ich ihm beweisen kann das er dazu gesetzlich verpflichtet ist.

Daher habe ich folgende Fragen zum Thema:
Gibt es rechtliche Vorschriften, dass F sich an den anfallenden Kosten beteiligen muss? Wenigstens an Wasser, Strom und Heizung, oder vielleicht auch bei Internet und Fernsehen?
Falls F sich beteiligen muss, kann ich diese Beteiligung rückwirkend bis zu seinem Einzug von einfordern?

Sehr geehrter Fragesteller,

ich beantworte Ihre Frage auf Grundlager der von Ihnen gemachten Angaben. Bitte beachten Sie, dass schon geringe Abweichungen im Sachverhalt zu einer anderen rechtlichen Bewertung führen können.

Da Sie und Ihre Mitbewohnerin die Hauptmieter des Mietvertrages sind, sind Sie auch verpflichtet die Nebenkosten und die Miete entsprechend der im Mietvertrag geregelten Aufteilung an den Vermieter abzuführen.
Eine Untervermietung (darum handelt es sich bei einem dauerhaften Aufenthalt des Freundes von A bei Ihnen) ist nur mit der Zustimmung des Vermieters möglich. Dieser kann aber nur zustimmen wenn beide Hauptmieter einverstanden sind. Sie können Ihre Zustimmung von der Kostenübernahme abhängig machen. Verweigert F die Zahlung, können Sie gegenüber dem Vermieter der Untervermietung durch A widersprechen. In diesem Fall wäre der Vermieter gezwungen die A abzumahnen, sollte sich dann keine Besserung einstellen, bzw. sollten Sie weiterhin Ihre Zustimmung verweigern, muss der Vermieter der A kündigen um Ihre Interessen zu schützen.

Selbst bei einem kooperierenden Vermieter wird dies eine langwierige Prozedur sein. Möglicherweise lässt sich eine einfachere Lösung finden wenn Sie Ihrerseits mit Kündigung des Mietverhältnisses drohen (und A dann mit den Kosten allein dastünde). Das eine einseitige Kündigung Ihrerseits juristisch nicht so einfach ist, muss man A ja nicht direkt mitteilen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen ersten rechtlichen Überblick verschaffen. Bei Rückfragen, nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 18.12.2018 | 20:11

Vielen Dank Herr Krueckemeyer.

Ich habe Ihre Antwort wie folgt verstanden:

Durch die Tatsachen:
- dass der Vermieter seinerzeit über den Einzug von F informiert wurde und
- es zwischen A, F und mir keine schriftliche Vereinbarung bezüglich einer Beteiligung seitens F gibt

Ergibt sich KEINE Grundlage, die F zur Kostenbeteiligung zwingt. Erstrecht nicht rückwirkend.

Das ist natürlich schade.
Da ich aber auch nicht mit einer Kündigung drohen möchte, muss ich die Situation weiter so hinnehmen und akzeptieren.

Habe ich das korrekt verstanden?

Vielen Dank für Ihre Rückmeldung

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 19.12.2018 | 07:28

Sehr geehrter Fragesteller,

Vielen Dank für die Nachfrage.

Leider haben Sie mich nicht ganz korrekt verstanden. Der Freund wohnt zur Untermiete. Dieser Untermiete müssen Sie zustimmen. Wenn Sie nicht zustimmen, können Sie den Vermieter auffordern den Freund "rauszuschmeissen". Ihre Zustimmung können Sie abhängig machen von entsprechenden Zahlungen der Nebenkosten.

Ich hoffe, ich habe mich diesmal verständlicher ausgedrückt. Bei weiteren Rückfragen, können Sie mich via E-Mail kontaktieren.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt

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