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Parkettschäden, Diskrepanz in der Rückmeldung von Gutachter und Vermieter

| 06.11.2018 20:20 |
Preis: 52,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Hintergrund

Wir mieten eine Wohnung und haben einen Parkett mit Bodenheizung. Die Heizung in unserer Wohnung war in Dezember 2017 defekt. Wir haben dieses Problem sofort gemeldet und unser Vermieter hat am 21.12.2017 einen Mitarbeiter von einer ortsansässigen Firma zu unserer Wohnung geschickt. Der Mitarbeiter konnte das Problem nicht beheben, aber er hat uns eine vorübergehende Lösung gegeben, bis das Ingenieurbüro für Gewährleistungsmängel vom Vermieter das Problem dauerhaft beheben konnte. Diese kurzfristige Lösung war, dass man die Heizung entweder voll aufdrehen oder ganz ausmachen kann. Auf diese Lösung haben wir zugegriffen.

Obwohl wir seit Ende Dezember den Vermieter mehrere Male angerufen haben um das Problem endgültig zu beheben, kam niemand vorbei. Am 06.02.2018 haben wir gemerkt, dass der Boden in einigen Stellen etwas hervorsteht. Wir haben sofort Kontakt zum Vermieter aufgenommen und auch zu einem Anwalt, der dem Vermieter zur Beseitigung der Mängel mit der Heizung schriftlich aufgefordert hat. Am Ende Februar 2018 war der Beauftragte des Vermieters bei uns in der Wohnung und hat das Problem mit der Heizung behoben, aber nicht die Parkettschäden. Am Ende Mai 2018 ist ein vom Vermieter bestellter Gutachter vorbei gekommen. Er hat uns mündlich mitgeteilt, dass die Parkettschäden kein Eigenverschulden sind.

Da wir keine Rückmeldung vom Vermieter bekommen haben, haben wir ihn am Anfang November 2018 nach dem Stand des Falles gefragt. Wir haben nun heute eine E-Mail vom Vermieter bekommen, wo es steht dass, die Parkettschäden Mieterschäden sind. Gleichzeitig werden wir aber darauf hingewiesen dass, dieses Thema erst beim Auszug geklärt wird.



Fragen
1. Dürfen wir eine Kopie des Gutachtens verlangen, da das was uns mündlich und schriftlich mitgeteilt wurde, nicht dasselbe ist? Wenn ja, müssen wir dafür einen Anwalt einstellen?
2. Falls wir keine Kopie des Gutachtens haben dürfen, sollen wir unsere private Haftpflichtversicherung bereits jetzt einschalten, um ein unabhängiges Gutachten bekommen zu können?
06.11.2018 | 20:52

Antwort

von


(195)
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Web: http://ra-krueckemeyer.de
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ich beantworte Ihre Frage auf Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben. Bitte beachten Sie, dass schon geringe Abweichungen im Sachverhalt zu einer anderen rechtlichen Bewertung führen können.

Einen Anspruch auf Aushändigung des Gutachtens haben Sie zu diesem Zeitpunkt nicht.
Sie sollten einen anderen Weg beschreiten. Wenn der Boden nunmehr mangelhaft ist, können Sie die Miete mindern. Voraussetzung hierfür ist, dass Sie dem Vermieter den Mangel mitgeteilt und Gelegenheit zur Behebung gegeben haben. Dies ist hier der Fall. Sie sollten daher in einem Schreiben eine angemessene Mietminderung ankündigen (je nach Schwere 5-10%). Will der Vermieter die Minderung nicht akzeptieren und behauptet Sie seien für den Schaden verantwortlich, muss er dies beweisen (idealerweise durch Vorlage des Gutachtens).
Erkennt der Vermieter die Minderung an, können Sie zunächst einen weiteren Teil der Miete zurückbehalten um ihn zur Instandsetzung zu motivieren. Danach oder (wenn Sie keine Zurückbehaltung geltend machen wollen) sofort können Sie eine Instandsetzungsklage einreichen. Auch hier wird der Vermieter seine Position (Mieterverschulden) beweisen müssen.

Wenn der Mangel für Sie nicht so schwer wiegt, dass es Ihnen diesen Aufwand wert ist, können Sie natürlich auch das Ende des Mietverhältnisses abwarten. Dann widersprechen Sie der Darstellung des Vermieters und wieder ist er in der Beweispflicht.

Ich hoffe, ich konnte Ihre Frage umfassend beantworten. Sollten Rückfragen bestehen, nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt


Bewertung des Fragestellers 08.11.2018 | 19:58

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