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Parkettboden


30.04.2005 18:30 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Ich werde meine Wohnung Ende Juli 2005 an meinen Vermieter zurückgeben. Gibt es in der Rechtsprechung ein Urteil über gewöhnliche Parkettabnutzung. Der Boden war vor Bezug neu verlegt. Vor etwa 2 Jahren (unmittelbar nach Bezug) machten sich langsam Boden- Aufwölbungen im Bereich der Balkontür bemerkbar- trotz korrekten Lüftungsverhalten. Ich gehe davon aus, dass entweder nicht korrekt verlegt wurde oder die Türe während des Leerstands nicht immer geschlossen war.Die Aufwölbungen sind jetzt teilweise erheblich. Fachgerechte Pflege und übliche Nutzung durch mich sind selbstverständlich.
Wie kann ich mich gegen Regressansprüche des Vermieters schützen
(Einbehaltung Kaution und dgl.)? Muss der Parkettboden durch den Vermieter vorab behandelt( bspw. plexiert)werden?
Vielen Dank vorab.
30.04.2005 | 18:50

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Anfrage möchte ich wie folgt beantworten:

Grundsätzlich ist zwischen einer Beschädigung der Mietsache und der normalen Abnutzung zu unterscheiden. Die normale Abnutzung wird durch den vertragsgemäßen Gebrauch verursacht und ist vom Mieter nicht zu vertreten. D.h. er braucht hierfür keinen Schadensersatz zu leisten.

Die erheblichen Aufwölbungen fallen nicht mehr in den Rahmen der normalen Abnutzungserscheinungen. Die Frage, ob hier Schadensersatz zu leisten ist, hängt davon ab, ob der Mieter die Schäden verursacht hat. Wenn Sie allerdings vortragen, dass Sie das Parkett normal beansprucht haben und für ausreichende Belüftung gesorgt haben, dann sollten Sie auch keinen Schadensersatz hierfür leisten.

Der Vermieter wird dann aber wahrscheinlich versuchen, die Bezahlung des Schadens einzuklagen. Im Gerichtsverfahren kann nur ein gerichtlich bestellter Sachverständiger die Schadensursache klären. Sollte der Vermieter allerdings versuchen, den Schadensersatzanspruch mit Ihrer Kaution zu verrechnen, dann müssen Sie auf Auszahlung der Kautionssumme klagen. Denn der Vermieter ist nicht berechtigt, wegen Schadensersatzansprüchen, die Kaution zurück zu halten (LG Mannheim in WuM 1988, 362).

Abschließend ist festzuhalten, dass im Streitfall nur ein Sachverständiger eine Lösung des Problems herbeiführen kann. Ihr Fall ist kein rechtliches, sondern ein tatsächliches Problem.


Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben.


Mit freundlichen Grüßen

Marcus Alexander Glatzel
Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Marcus Alexander Glatzel, Dipl.-Jur.

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