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Parkendes Fahrzeug beschädigt, Mithaftung des Geschädigten?

| 19.08.2013 10:28 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Frau Anwältin,
Sehr geehrter Herr Anwalt,

meine Frau musste kürzlich an zwei längs am Straßenrand geparkten PKW vorbeifahren. Dabei streifte sie seitlich das hintere der beiden Fahrzeuge, welches sich daraufhin in Bewegung setzte und auf die Anhängerkupplung des vorderen Fahrzeugs rollte. Neben der Beschädigung im Heckbereich entstand dadurch am vorderen Stoßfänger ein Sachschaden in bislang unbekannter Höhe, das zweite Fahrzeug wurde augenscheinlich nicht beschädigt. Die Polizei wurde hinzugezogen, die Schäden per Fotokamera dokumentiert.

Es ließ sich erkennen, dass das von meiner Frau gestreifte Fahrzeug nur mit leicht angezogener Handbremse gesichert wurde, ein Gang war nicht eingelegt. Das Schadensbild des Unfallgegners, leichter Streifschaden im hinteren linken Kotflügelbereich (also kein direkter Anprall mit Überdeckung) und eine kaum wahrnehmbare Beschädigung an der hinteren, rechten Tür unseres Fahrzeuges lassen darauf schließen, dass es nur eines leichten Impulses bedurfte, um das Fahrzeug in Bewegung zu setzen. An einer Beschädigung der hinteren Radkappe ließ sich zudem erkennen, dass der PKW des Unfallgegners immerhin einen Weg von ca. 80 cm zurückgelegt haben muss (eine halbe Umdrehung der Räder), bevor er auf das vordere Fahrzeug rollte. Auch dieser Umstand könnte auf eine unzureichende Sicherung des geparkten Fahrzeuges hinweisen, da unser PKW das gegnerische Fahrzeug ja lediglich gestreift, aber nicht mitgeschliffen hat. Zudem weist die Straße an dieser Stelle ein leichtes Gefälle auf.

Der Schaden an der hinteren Seite des gegnerischen PKW ist unstrittig von meiner Frau verursacht worden.

Wenn sich allerdings nachweisen ließe, dass der Folgeschaden im Frontbereich vermeidbar gewesen wäre, wäre das Fahrzeug nicht nur mit leicht angezogener Handbremse gesichert worden, könnte sich dann hieraus eine Mithaftung des Unfallgegners aufgrund von Fahrlässigkeit ergeben?

§ 14 Abs. 2 Satz 1 StVO sieht immerhin vor, dass ein parkendes Fahrzeug ausreichend zu sichern ist. Der gegnerische PKW hat sich zwar nicht selbständig in Bewegung gesetzt, da es aber keiner großen Kraft bedurfte, ihn ins Rollen zu bringen, wurde der geforderten Sorgfalt möglicherweise nicht entsprochen.

Für Ihre Antwort bedanke ich mich bereits jetzt und verbleibe mit freundlichem Gruß.


19.08.2013 | 11:36

Antwort

von


(562)
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Sehr geehrter Fragesteller,

wie Sie richtig festgestellt haben, hat der Fahrer ein Fahrzeug vor dem Verlassen zu sichern. Dies schließt auch beim Parken im Gefälle eine Sicherung durch Handbremse und ggf. durch Einlegen des ersten Ganges ein. Nach Ihrer Schilderung besteht ein leichtes Gefälle. Ob dieses ausreicht um dem Fahrer Fahrlässigkeit vorzuwerfen kann ohne Kenntnis des genauen Gefälles von hier nicht beurteilt werden. Da das Fahrzeug aber nicht von alleine rollte, spricht zunächst gegen ein ausreichendes Gefälle.

Allerdings ist bereits fraglich, ob dem Fahrer des gegnerischen Fahrzeuges selbst bei ausreichendem Gefälle Fahrlässigkeit vorzuwerfen ist, da die auslösende Ursache für die Bewegung des Fahrzeuges nicht die unvollständige Sicherung war, sondern das Streifen Ihres Fahrzeuges, womit idR ein Fahrzeugführer nicht rechnen muss.

Trotz Suche in Urteilsdatenbanken habe ich diesbezüglich keine vergleichbare Fallkonstellation und Entscheidungen gefunden.

Zusammenfassend schätze ich nach Ihrer Schilderung die Erfolgsaussichten für nicht besondern hoch ein.

Unabhängig von der Sicherung des Fahrzeuges könnte eine Mithaftung dann gegeben sein, wenn das Fahrzeug nicht weit genug rechts oder schräg abgestellt worden ist.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann, sondern ausschließlich dazu dient, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems auf Grundlage der von Ihnen übermittelten Informationen von einem Rechtsanwalt zu erhalten.

Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen.

Ich hoffe Ihnen, mit der Beantwortung Ihrer Anfrage, einen ersten rechtlichen Überblick verschafft zu haben.

Für Rückfragen nutzen Sie bitte die Möglichkeit der kostenlosen Nachfrage.
Für eine weiterführende Interessenvertretung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
Rechtsanwalt

Tel.: 030 - 293 646 75
Fax.: 030 - 293 646 76
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Bewertung des Fragestellers 19.08.2013 | 18:50

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Herr RA Bordasch hat sehr zügig auf meine Fragestellung reagiert und eine ausführliche und gut verständliche Antwort formuliert. Ich bedanke mich nochmals!

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 19.08.2013
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