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Parken auf Privatparkplatz in Dänemark und Ticket


07.09.2017 00:12 |
Preis: 30,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von



Ich habe vor einem Mc Donalds auf einem Privatparkplatz gestanden; unwissentlich. Das Schild entdeckte ich erst quasi durch das ausgestellte Ticket und die später online einsehbaren Bilder. Es war allerdings nur auf Dänisch und nicht zusätzlich auf englisch oder ähnliches. Wie dem auch sei. Da ich nicht wusste, dass ich auf einem Privatparkplatz stand ging ich einfach zu Mc Donalds rein zum Essen, ließ dabei aber meine Parkscheibe im Auto liegen. Dies tat ich nicht; weil ich eine Zeit einstellen wollte, sondern weil sie dort immer liegt. Blöde Angewohnheit halt. Die Scheibe zeigte 10:30h.

Ich komm raus und sehe ein Ticket an meiner Scheibe nach ca. 30 min bei Mc Donalds.

Der Vorwurf ich habe die zulässige Parkzeit (3h) überschritten. 10:30h Parkscheibe; 14:15h Aufnahme des Tickets 750dkr = 105€!

Dabei kann ich beweisen, dass ich um 10:30 noch auf bornholm war und die Fähre Richtung Dänemark genommen hatte und ca. 13:00h eine Mautpflichtige Brücke passiert hatte mit entsprechenden Rechnungen und Nachweisen und sicherlich auch Videobeweisen, da diese Stellen kontrolliert werden.

Als ich dann bei dem besagten Mc Donalds ankam war es ca. 13:45h was durch die KM Zahl nachrechbar wäre und zahlte dort um 13:52 mit der Visa mein Essen. Aber selbst wenn das als Beweis schwer nachzuvollziehen wäre, sollte doch die Mautstelle aussagekräftig sein und dann wäre man locker innerhalb der 3h geblieben mit der Tatzeit 14:15.

Ich kann sogar nachweisen, dass ich in Ystad(Schweden) erst um 12:00h von der Fähre gefahren bin. Selbst das wäre plus 3h noch in der Zeit bei 14:15h!

Ich also mich mit dem Ticket Referenzen eingeloggt und das Ticket geclaimt mit einer lückenlosen Dokumentation meiner Zeiten für die allesamt Belege vorhanden sind.

Allerdings antwortete der Betreiber mir, dass dies alles nicht zählt, sondern nur die vermeintliche Parkscheibe im Auto mit dem Foto der Uhrzeit 10:30h!

Nun meine Frage(n):

Ist das rechtens? Wenn man wirklich lückenlos beweisen kann, das man zu definierten Zeiten noch woanders war und somit die 3h frei parken zum Tatzeitpunkt gar nicht überschritten haben kann dafür verwant und belangt zu werden?

Und müsste dann der tatvorwurf nach meiner Beschwerde nicht sein, dass ich zwar eine Parkscheibe im Fenster hatte, aber eine falsche Zeit? Weiß nicht, ob das eine andere Art der Strafe hervorrufen würde.

Aber der Tatvorwurf lautet ich hätte die Parkzeit von 3h überschritten, das ist doch nicht richtig!

Kann man sich gegen offensichtlich falsche Tatsachen nicht zur Wehr setzen?

Hätte der Betreiber nicht einlenken müssen, nachdem ich alles geschildert habe?

Vor allem was kann mich nun erwarten, da es ein privater Betreiber ist?

Soll ich zahlen innerhalb der 10 Tagesfrist? Oder abwarten? Was kann schlimmsten falls geschehen? Und habe ich dann überhaupt eine Chance mich zu rechtfertigen?

Wenn es jetzt nicht akzeptiert wird, dann später?

Vielen Dank für die Hilfe!

Viele Grüße
07.09.2017 | 10:30

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

leider kommt es immer häufiger vor, nicht nur in Dänemark, dass private Parkplatzbetreiber versuchen, mit Ausländern "Kasse machen zu wollen". Hier werden meist haarsträubende Vorwürfe genannt, wie auch in Ihrem Fall, obgleich der Gegenbeweis von Ihnen bereits erbracht war.
Insofern rate ich Ihnen nicht, dass Sie zahlen. Der Betreiber hat hierbei die volle Beweispflicht, und kann sich nicht auf die Parkscheibe stützen, wenn Sie den falschen Umstand erklären. Insofern müsste er auch in Deutschland klagen, wobei dies in der Regel nicht gemacht wird.

Sie sollten ihn noch einmal schriftlich auf den Umstand hinweisen und auch mitteilen, dass Sie keine Zahlung leisten werden. Sofern dann nichts von einem Gericht kommen sollte, brauchen Sie nicht weiter reagieren.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall Hilfe brauchen sollten, stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung, da unsere Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist, ohne dass Ihnen dadurch Mehrkosten entstehen. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung angerechnet werden.

Mit freundlichen Grüßen


Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 07.09.2017 | 15:27

Hallo und vielen Dank für die Antwort.

Das hat mir sehr geholfen und ich werde mich wie von Ihnen beschrieben verhalten. Auch wenn doch eine Klage kommen sollte, dann werde ich sehr gern Ihre Dienste in Anspruch nehmen, vielen Dank schon einmal für diesen Hinweis.

Eine Frage bleibt noch: Klage muss ja ganz klar von Amtswegen kommen. Was wenn wegen Privat von zu Privat ein deutsches oder Internat. Inkassounternehmen auf mich zukommt. Ignorieren? Einspruch erheben wie bereits beim Betreiber? Oder dann zahlen?

Oder dann aber an Sie wenden?

Vielen Dank und dann hoffentlich nicht bis bald, ansonsten gern wenn es dann unbedingt sein muss :-)

Viele Grüße

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 07.09.2017 | 15:45

Sehr geehrter Fragesteller,,

da der Sachverhalt ausgeschrieben ist, würde ich andere als gerichtliche Schreiben ignorieren. Gerne können Sie mir die Schreiben dann kostenfrei zusenden.

Wenn Sie noch weitere Fragen haben oder rechtliche Hilfe brauchen sollten, sprechen Sie mich bitte direkt per E-Mail an, da diese Plattform nur eine einmalige Nachfrage erlaubt, ich Ihnen aber gerne weitere kostenlose Nachfragen beantworte und sich unsere Kanzlei auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist, ohne dass Mehrkosten entstehen. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung vollständig angerechnet oder auch erstattet werden, wenn Sie eine Rechtsschutzversicherung besitzen sollten.

Über eine ggf. positive Bewertung würde ich mich freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Hoffmeyer, LL.M.
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