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Pädophilie


20.11.2008 08:11 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von



Sehr geehrte Anwältin,
sehr geehrter Anwalt,

nach meinem Verdacht von Belästigungen meiner Kinder
durch einen ehemaligen Vorstand von mir, habe ich nach erfolglosem Schriftverkehr an den AG und den
Lions Club, eine Detektei eingeschaltet. Diese Detektei hat meine
Vermutungen untermauert.

Der Auftrag ist seit dem 18.11.08 beendet. Gestern erhielt ich eine Vorladung wg. "Übler Nachrede" vom 01.06.2006 bis 06.10.2008, 16:00 Uhr. Ich soll am 09.12.08 als Beschuldigter vernommen werden.

1. Bei den vielen 6'ern incl. einer verdrehten 9 vermute ich, geht es um genau diese Problematik, zumal auch der Wohnort des von mir Beschuldigten übereinstimmt.

2. Ist eine zeitraumbezogene Anschuldigung formal erlaubt?

3. Am 28.09.2007 habe ich diesen Mann erstmals schriftl. mit meinem Verdacht der Pädophilie konfrontiert, mir vorher auch schon telef. und schriftl. Belästigungen verbeten, aber auf keinen Fall am 01.06.06. Am 06.10.08 um 16:00 Uhr befand ich mich auf einer Kreuzfahrt im westl. Mittelmeer und stand auf dem Cross Trainer.

4. Es gibt noch offene AZ bei der Staatsanwaltschaft und daneben ein Detektivfoto eines Polizeiwagens vom Juli d.J. vor dem Wohnhaus dieses Vorstandes.

Wie bekomme ich durch eigene Argumentation diese Vorladung vom Tisch?

Besten Dank für Ihre Mühe.

MfG
20.11.2008 | 10:26

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

vorweg möchte ich Sie darauf aufmerksam machen, dass diese Plattform keine ausführliche und persönliche Rechtsberatung ersetzen kann, sondern ausschließlich dazu dient, eine erste überschlägige Einschätzung des Rechtsproblems auf der Grundlage der von Ihnen übermittelten Informationen von einem Rechtsanwalt zu erhalten. Durch Hinzufügen oder Weglassen weiterer Sachverhaltsangaben kann die rechtliche Beratung anders ausfallen.

Sie sollen als Beschuldigter am 09.12.2008 vernommen werden. Beschuldigter ist der Oberbegriff für den Verdächtigen, gegen den ein Ermittlungsverfahren eingeleitet worden ist. Als Beschuldigter brauchen Sie der Ladung zu der polizeilichen Vernehmung nicht Folge zu leisten.

Es ist sinnvoll bereits in diesem frühen Verfahrensstadium einen Strafverteidiger einzuschalten, der u. a. von seinem Akteneinsichtsrecht Gebrauch machen sollte.
Eine wirksame Verteidigung ist nur möglich, wenn Sie und ihr Verteidiger die Ihnen zur Last gelegten Umstände kennen. Das setzt die Kenntnis des Inhalts der Strafakte voraus. Das Akteneinsichtsrecht ist neben dem Fragerecht und dem Beweisantragsrecht ein Kernstück der Verteidigung, das den Grundsätzen des Rechts auf rechtliches Gehör in Art. 103 Abs. 1 GG und des Grundsatzes des fairen Verfahrens entspringt.
Die Akteneinsicht dient insbesondere dazu, Fehlurteile zu vermeiden und soll Waffengleichheit zwischen Anklagebehörde und Verteidigung herstellen.

Auch muss versucht werden das Verfahren zu einer Erledigung zu bringen.

Möglicherweise ist hier auch ein Rechtfertigungsgrund einschlägig. (z. B. Wahrnehmung berechtigter Interessen, § 193 StGB)

Die Üble Nachrede i. S. d. § 186 StGB wird nur auf Antrag verfolgt. (vgl. § 194 Abs. 1 S. 1 StGB)
Der Strafantrag ist die ausdrückliche oder durch Auslegung zu ermittelnde Erklärung des nach dem Gesetz zum Strafantrag Befugten, das er die Strafverfolgung wünsche.

Sie haben ausgeführt, Sie hätten bereits im Vorfeld Dritte Personen (AG, Lions Club) über ihren Verdacht einer Sexualstraftat informiert. Der Schriftverkehr habe sich als erfolglos gezeigt. Am 28.09.2007 haben Sie den Mann erstmals mit dem Verdacht konfontiert.
Der objektive Tatbestand erfordert das Behaupten oder Verbreiten einer Tatsache in Beziehung auf einen anderen, die diesen verächtlich zu machen oder in der öffentlichen Meinung herabzuwürdigen geeignet ist. Die Tatsachenbehauptung muss gegenüber einem anderen als dem Beleidigten aufgestellt werden, sonst ist § 185 StGB (Beleidigung) einschlägig.
Entscheidend ist auch, dass die ehrenrührige Tatsache nicht erweislich wahr ist. (Objektve Bedingung der Strafbarkeit)

Der Tatzeitraum ist mit 01.06.2006 bis 06.10.2008 beschrieben.
Eine zeitraumbezogene Beschuldigung dürfte zulässig sein. Über den Inhalt des Strafantrags sagt das Gesetz nichts. Erforderlich und ausreichend ist, dass der Wille zum Ausdruck kommt, dass eine bestimmte bezeichnete Handlung strafrechtlich verfolgt wird.

Der von Ihnen beauftragte Detektiv ist geeigneter Zeuge. Wird seine Beauftragung bekannt, kann er auch zu seinen Erkenntnissen und den Vorgaben seines Auftrags befragt werden.

Bezüglich einer Strafverteidigung stehe ich Ihnen sehr gerne mit Rat und Tat zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen


J. Kagerer
(Rechtsanwalt)


RA Johannes Kagerer (Strafrecht bundesweit)
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Fax: 0211 1386677
E- mail: kanzlei@rechtsanwalt-kagerer.de


Rechtsanwalt Johannes B. Kagerer
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