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Packetverlust/Schadensregulierung im Garantiefall


04.04.2007 13:39 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz



Moin,

als Student habe ich nicht das große Geld, leistete mir jedoch für meine Abschlussarbeit im Januar letzten Jahres einen Laptop der Firma ASUS, mit dem ich sehr zufrieden war, leider wurde die Arbeit abgelehnt.

Aus diesem Grund wiederholte ich diese in diesem Jahr, musste jedoch feststellen, dass der Laptop einen Schaden hatte und so schickte ich ihn am 24.1.07 ein - noch im Rahmen der Garantie (12 Monate Pick-Up, Rechnungsdatum: 27.2.2006).
Am 1.3. bekam ich dann eine Mail mit dem Tracking der Sendung: DHL konnte das Packet bei der Rücksendung von ASUS am 16.2. nicht zustellen - sinngemäß.

Am 9.3. bekam ich dann bescheid, dass der Laptop beim Rückversand gestohlen wurde und laut ASUS DHL die Kaufrechnung benötige.

Nachdem ich dann mit DHL telefonierte, wurde mir gesagt, dass ich eben nicht der Geschädigte bin und daher ASUS die Rechnung bräuchte. Nach etwas hin und her mit ASUS bzgl. des wirklichen Vorganges schickte ich die Rechnung als Dateianhang am 12.3. an ASUS.

In fast jeder Mail zu ASUS betonte ich den Zeitfaktor und die Dringlichkeit meiner Mobilität wg der Abschlussarbeit - in der Uni-Bibliothek lässt es sich einfach besser arbeiten; auch schon wegen den nicht-ausleihbaren Büchern (Trennung Wohnraum (WG) und Arbeitsplatz spielt ebenso eine große Rolle).
Ich fragte auch nach, ob ich mich selber um einen Ersatz kümmern müsse usw. usf., aber diese Mail wurde erst schriftlich am 3.4. beantwortet (siehe unten).

Am Freitag, den 23.3., telefonierte ich mit der zuständigen Person bei ASUS für Schadensregulierung. Mir wurde gesagt, dass je nach Betragshöhe (mit Zeitwertverlust) und Kulanz von ASUS, ich mich um nichts kümmern müsse, sondern mir Angebote gemacht werden, so dass ich wenigstens ein gleichwertiges Gerät bekäme.

Während all dieser Zeit war von Seiten ASUS niemals ein Ersatzgerät im Gespräch und am 3.4. erfuhr ich per Mail, dass DHL wie beiderseitig angenommen nur den Zeitwert erstattet und ich meine Bankdaten senden solle.

Heute, also am 4.4.07, telefonierte ich persönlich mit der für Schadensregulierung/Beschwerden zuständigen Person. Es könne mir kein Angebot gemacht werden, da keine entsprechenden Geräte, auch mit Kulanz, vorhanden seien, so dass es nur noch die Möglichkeit der Auszahlung gebe. Weiterhin wurde mir mitgeteilt, dass ich keinen Rechtsanspruch hätte und bei Beschwerden die gleichen Antworten bekommen würde, da es den selben ´Arbeitsplatz´ betreffe.

Ich bin sehr enttäuscht von der Firma. Ein Geschäftspartner hat einen Schaden verursacht und ich muss als Kunde darunter leiden und wahrscheinlich draufzahlen bei einem Ersatzgerät.

Es handelte sich um einen A6U 5064H, welches nach der Produktsuche über Google (bzw. Froogle) preislich zwischen 749 - 833,09 EUR geht, wobei ich damals über notebooksbilliger.de insgesamt 709 EUR zahlte. Aufgrund des dynamischen und schnelllebigen Laptop-Marktes, auch im Bereich der Gebrauchtprodukte, finde ich momentan kein entsprechendes Gerät, welches mit dem erstatteten Betrag von 488,97 EUR zu bezahlen wäre.

Noch habe ich ASUS meine Bankdaten nicht zukommen lassen, um den Fall nicht abzuschließen.

Ich danke Ihnen schon jetzt für die Antwort und hoffe, dass irgendwo ein Hebel anzusetzen ist, so dass der Regen nicht ganz so prall auf mich herunterprasselt.

Mit freundlichen Grüßen, Demiker

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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für die Einstellung Ihrer Frage!
Zunächst weise ich Sie daraufhin, dass die Beantwortung Ihrer Frage hier in diesem Forum lediglich eine erste rechtliche Orientierung darstellen kann, die ausschließlich auf dem von Ihnen mitgeteilten Sachverhalt beruht und den Besuch bei einer Kollegin/ bei einem Kollegen nicht ersetzen kann. Denn durch Hinzufügen oder Weglassen von Tatsachen, was sich in einem Gespräch leicht aufklären lässt, kann sich die rechtliche Beurteilung erheblich verändern und zu einer anderen rechtlichen Beurteilung führen.

Ihre Frage beantworte ich aufgrund der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt:

Grundsätzlich haben sie aufgrund des Verlustes des Laptops einen Schadensersatzanspruch, der aber nach Ihrer Sachverhaltsschilderung auch unstreitig ist.

Strittig ist letztlich nur die Frage der Höhe des Schadensersatzes. Leider verhält es sich aber so, dass bei Verlust oder Zerstörung die Höhe des Schadensersatzanspruches grundsätzlich auf den Zeitwert begrenzt ist. Sie bekommen also nur die Kosten der Widerbeschaffung einer gleichwertigen Sache erstattet. Nur dann, wenn eine gleichwertige gebrauchte Sache nicht zu beschaffen ist, kann der Schaden durch die Anschaffung neuer Sachen beseitigt werden. Allerdings ist in diesen Fällen dann ein Abzug „Neu für Alt“ zu machen, der Sie im Ergebnis wiederum zum Zeitwert des Laptops führt.

Inwieweit das Angebot zur Schadensregulierung, also der konkrete Betrag allerdings angemessen ist, vermag ich nicht zu sagen, das ist in diesem Rahmen auch nicht zu klären.

Ich kann Ihnen daher leider nur den Rat geben, nochmals zu verhandeln und unter Nachweis der Kosten für ein gleichwertiges Ersatzgerät zu versuchen, einen etwas höheren Betrag auszuhandeln.

Die Bankdaten nicht mitzuteilen, macht in diesem Zusammenhang keinen Sinn. Sie sollten vielmehr im direkten Zusammenhang mit Ihrer Nachforderung die Daten mitteilen, damit Sie zumindest den Ihnen zugestandenen Betrag ausbezahlt bekommen.Mit der Mitteilung der Bankdaten allein ist auch kein Verzicht auf weitergehende Ansprüche verbunden, es sei denn, sie erklären dies ausdrücklich.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen trotz des für Sie nicht so erfreulichen Inhalts mit meiner Antwort helfen. Bitte benutzen Sie bei Bedarf die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen
Christoph Schulz
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 04.04.2007 | 14:55

Vielen Dank erstmal für die Antwort,

juristisch bin ich im Fall des Packetverlustes ja nun nicht der Geschädigte, sondern ASUS als Absender, ausser ich beantrage eine Abtretung und setze mich in die Position, womit allerdings ASUS ´aus dem Schneider´ wäre.

Meine Frage zielt also darauf ab, an welche Firma ich mich nun wenden muss, sofern ich auf mein Recht einer Wiederbeschaffung einer gleichwertigen Sache poche.

Und widerspricht sich dies nicht? Obwohl ich ein Recht auf Wiederherstellung habe, kann es auf den Zeitwert zurückgehen, was mich in die Lage drängt, mein Zwiebellederportemonaie zu öffnen, da ich keinen Händler finde. Und steht ASUS/DHL in der Pflicht, mir einen Händer zu nennen, ihre Berechnung also transparent darzustellen?

Zusätzlich interessiert mich der Referenzpreis, ob nach festen Listen der Hersteller bemessen wird oder nach wirklicher Marktlage und dort weiterhin zu fragen, ob beliebig, ortsabhängig etc. Denn der Zeitwert vom Preis eines ortsansässigen Fachhändlers ist wohl stark different gegenüber Internethändlern oder gar Auktionshäusern.

Weiterhin würde ich gerne wissen wie ich nun vorgehen genau soll, um noch weitere Schritte einleiten zu können auf folgende Bitte seitens ASUS: "bitte lassen Sie mir kurz Schriftlich per Post ein Anschreiben zukommen in dem Sie um Überweisung der DHL Gutschrift bitten."

Ich hoffe, alle Dimensionen erfasst zu haben und wünsche Ihnen nun schon einen schönen Tag.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 04.04.2007 | 15:20

Besten Dank für Ihre Nachfrage.

Sie haben Recht, gegenüber DHL haben Sie, außer durch Abtretung, keine Ansprüche. Sie selbst haben Ansprüche gegenüber Ihrem Händler.

Auch wenn es schwer fällt, dies nachzuvollziehen, leider haben Sie wirklich nur ein Recht auf Erstattung des Zeitwertes. Das Problem ist natürlich, diesen Zeitwert korrekt zu ermitteln. ein Recht auf Offenlegung der Kalkulation bzw. Preisermittlung durch den Händler haben Sie nicht. Sie können nur durch einen Zivilprozess mittels Beweisaufnahme den Zeitwert Ihres Laptops festelen lassen, das dürfte aber nicht wirtschaftlich sein. Grundsätzlich dürfen Sie zwar nicht auf einen Spezialmarkt verwiesen werden, allerdings sehe ich hier schon das Problem, dass Sie das Laptop ursprünglich über das Internet erworben haben. Insofern können jetzt schlecht das Preisniveau im örtlichen Fachhandel zugrunde legen. konkrete Listen, nach denen der Gebrauchtpreis eines Laptops berechnet wird, gibt es Wissens nicht. Deswegen ist es auch schwierig, nachzuvollziehen, ob das Angebot angemessen ist oder nicht.

Schreiben Sie dem Händler und teilen Sie diesm Ihre Bankverbindung mit. In diesem Schreiben müsssen Sie dann gleichfalls darauf hinweisen, dass damit keine Verzicht auf weitergehende Ansprüche verbunden ist. Suchen Sie über das Internet konkrete Angebote des Laptops oder vergleichbarer Laptops heraus fordern Sie die sich daraus ergebende Differenz zu der geleisteten Zahlung.

ich hoffe, ich habe Ihre Fragen nun vollständig beantwortet.

Mit freundlichen Grüßen
Christoph Schulz
Rechtsanwalt

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