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Packet angenommen Drittperson vertraulich weitergegeben - jetzt soll ich zahlen


| 13.08.2006 19:48 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann



ich habe ein päckchen für einen nachbarn angenommen musste dafür unterschreiben.Habe das päckchen dann einen abend später einer nachbarin (gute Freundin)unter zeugen vertraulich weitergegeben mit der bitte das päckchen dem empfänger zu übergeben. die freundin hat das päckchen angeblich dem empfänger vor die tür gelegt (ihr freund konnte das beobachten)
doch letztendlich hat der empfänger das päckchen nie erhalten. wurde auch nicht vom packetdienst benachrichtigt. etwa 10 tage später schellte der empfänger an und verlangt nun einen betrag von 204 euro für ein handy.zum schluss des gesprächs mit dem nachbarn sagte er ich solle daran denken das er eh bei gericht recht bekäme und gewinne.
das päckchen ist weder bei mir noch bei dieser freundin.ein klärendes gespräch mit der nachbarin und dem freund wurde 2 mal erfolglos abgewiesen
was kommt auf mich zu bzw wer muss den betrag bezahlen
bitte um doch eine etwas vernünftigere antwort
danke

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Sehr geehrter Ratsuchender,


vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:

Unstreitig haben Sie das Päckchen für den Nachbarn in Empfang genommen. Da Sie als Nachbar des Adressaten kein geeigneter Empfangsbote gem. § 130 BGB waren, hat die Post bzw. DHL mit der Übergabe des Päckchens an Sie ihre Plicht zur Lieferung an den bestimmungsgemäßen Empfänger nicht erfüllt. Da das Päckchen letztlich nicht bei ihm angekommen ist, wird Ihrem Nachbarn ein Schadensersatzanspruch gegen DHL zustehen. Es ist nicht erkennbar, daß der Nachbar einen Anspruch auf Schadensersatz unmittelbar gegen Sie hätte.

Aber:

Da Sie sich mit der Annahme des Päckchens bereit erklärt haben, es an den Nachbarn weiterzuleiten, haben Sie sich gegenüber DHL zur Übergabe an den Empfänger verpflichtet. Sie hätten also dafür Sorge tragen müssen, daß das Päckchen Ihren Nachbarn erreichte. Diese Pflicht haben Sie verletzt, in dem Sie, ohne dazu berechtigt gewesen zu sein, das Päckchen einer weiteren Nachbarin übergeben haben, so daß DHL Sie auf Schadensersatz in Anspruch nehmen kann.

Letztlich werden Sie dann aber wieder Rückgriff auf die Nachbarin nehmen können, der Sie das Päckchen mit dem Auftrag anvertraut haben, es an den tatsächlichen Empfänger weiterzuleiten. In dem diese das Päckchen nämlich nur vor die Wohnungstür gelegt hat, hat Sie sich grob fahrlässig verhalten und ihren Auftrag nicht erfüllt. Sie hätte dem Empfänger die Sendung übergeben müssen.

Lange Rede, kurzer Sinn: Im Ergebnis werden Sie zum Ersatz des entstandenen Schadens verpflichtet sein, weil Sie, obwohl Sie das Päckchen angenommen haben, nicht dafür Sorge getragen haben, daß der Empfänger die Sendung auch erhalten hat. Diesen Schaden werden Sie dann von der Nachbarin ersetzt verlangen können.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben und stehe Ihnen für Rückfragen und die weitere Vertretung selbstverständlich gerne zur Verfügung.



Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann
Rechtsanwalt




--
Rechtsanwalt A. Schwartmann
Gleueler Str. 249 D-50935 Köln
Tel: (0221) 355 9205 / Fax: (0221) 355 9206 / Mobil: (0170) 380 5395
Sipgate: (0221) 355 333915 / Skype: schwartmann50733
www.rechtsanwalt-schwartmann.de
www.mietrecht-in-koeln.de
www.net-scheidung24.de
www.online-rechtsauskunft.net
<img src="http://www.andreas-schwartmann.de/logo.gif">

Nachfrage vom Fragesteller 13.08.2006 | 20:28

ich bin positiv überrascht über die nette hilfbereite und inhaltlich sehr ausführliche antwort dankbar und überrascht.
doch eine frage hätte ich noch das heist ich verliere den prozess. doch eins verstehe ich nicht ich hatte doch eine zeugin die gesehen hat das ich der nachbarin und somit die verantwortung weitergegeben habe.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 13.08.2006 | 20:54

Sie haben zwar der Nachbarin die Sendung weitergeleitet. Dies entbindet sie jedoch nicht von Ihrer Pflicht, dafür Sorge zu tragen, daß das Päckchen beim Nachbarn abgegeben wurde. Das ist nicht geschehen, da es dort nur vor die Tür gelegt wurde, so daß ich im Ergebnis einen Schadensersatzanspruch (von DHL) gegen Sie für begründet ansehe. Allerdings werden Sie sich bei der Nachbarin schadlos halten können, die ihrerseits fahrlässig gehandelt hat.


Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann

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