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PWK Ankauf als Freiberufler


29.12.2009 12:00 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Hallo,

Ich habe vor acht Wochen von einem Händler ein gebrauchtes KFZ erworben, dass kurz nach dem Kauf erhebliche Mängel zeigte, die schon zum Zeitpunkt des Kaufes vorgelegen haben müssen, aber nicht erkannt und/oder auf dem Kaufvertrag vermerkt wurden.

Da ich freiberuflich tätig bin wählte der Verkäufer einen Kaufvertrag aus, der sich von einem Gewerbe an ein anderes Gewerbe richtet und damit jegliche Gewährleistung ausschliesst. Ist dies in meinem Fall richtig oder kann ein solcher Vertrag nur zwischen artverwandtem Gewerbe geschlossen werden (KFZ-Händler verkauft an KFZ-Händler)? Ist der Verkäufer trotz des geschlossenen Vertrages zur Übernahme der Kosten für die Mängelbeseitigung verpflichtet oder muss ich für die Schäden aufkommen, nur weil ich selbstständig bin?

Danke im Voraus für die Hilfe & Grüße!

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Sehr geehrte Ratsuchende,

nur, wenn der Mangel dem Verkäufer bekannt gewesen ist und er diesen Mangel verschwiegen hat, werden Sie nach Ihren Angaben Ansprüche geltend machen können.

Der Grund liegt hier in dem offenbar vereinbarten Gewährleistungsausschluss. Diese ist immer dann möglich, wenn Sie nicht als Verbraucher das Fahrzeug erworben haben. Eine Begrenzung auf "artverwandte Gewerbe" gibt es dabei nicht.

Und in Ihrem Fall ist offenbar dann ein solcher, grundsätzlich zulässiger Gewährleistungsausschluss vereinbart worden. Dann können Sie nur bei Verschweigen bekannter Mängel Ansprüche geltend machen.

Gleichwohl sollten Sie den Vertrag von einem Kollegen vor Ort prüfen lassen. Hier besteht ja vielleicht noch die Chance, dass der Gewährleistungsausschluss nicht wirksam vereinbart, oder durch andere Vertragspassagen ausgehebelt worden ist.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle


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