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PVC-Boden abgeschrieben?


| 05.12.2013 11:27 |
Preis: ***,00 € |

Medienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Mauritz



Hallo
ich habe 10 Jahre in einer Wohnung gelebt. Nach dem Auszug haben wir auf Wunsch des Vermieters die die komplette Wohnung kahl-weiß gestrichen die Wohnung geschruppt und kleinere Schäden ausgebessert. War wirklich Tip-Top. Als einziger Mangel blieb jedoch der PVC im Kinderzimmer. Der war schon beim Einzug unansehnlich. Das Haus wurde 1998 gebaut, wir sind 2003 ein und 2013 ausgezogen. Also haben wir damals einen Teppich lose darüber gelegt. Nach 10 Jahren Nutzung wurde der Teppich wieder entfernt. Auf dem braunen PVC blieben jedoch rötliche flächige Stellen zurück, diese lassen sich nicht wegputzen. Meiner Meinung nach löste sich die Oberschicht des Bodens ab. Nach dem wir raus waren hat der Vermieter den PVC heraus gerissen und neu verlegen lassen, eine Überprüfung ist so nicht mehr möglich. Jetzt verlangt der Vermieter den Neupreis und die Verlegekosten von mir, wir hätten den PVC beschädigt. Dagegen halte ich der PVC ist 15 Jahre alt (aber mindestens 10 Jahre belegbar) und damit verbraucht und eine Abnutzung ist bei normalen Gebrauch (Kinderzimmer keine Untervermietung oder Gewerbe) normal Sache des Vermieters. Was sagen die Gerichte dazu?
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Fragen möchte ich anhand der von Ihnen mitgeteilten Informationen und der gewählten Einsatzhöhe wie folgt beantworten:

Die Erneuerung der Fußböden ist grundsätzlich Sache des Vermieters, wenn der jeweilige Bodenbelag zur Wohnungsaussattung gehört, also mitvermietet ist. Der Austausch solcher Bodenbeläge kann nicht per Mietvertrag als Teil der sog. Schönheitsreparaturen oder anderer Renovierungsarbeiten auf den Mieter abgewälzt werden, wenn die Erneuerung des Bodenbelags durch normalen Verschleiss erforderlich wird.

Löste sich also tatsächlich die Oberschicht des PVC Bodens durch normalen Verschleiss ab, so müssen Sie gar nichts ersetzen.

Geschah dies durch die Verlegung des Teppichs, so wären Sie zwar dem Grunde nach ersatzpflichtig. Hinsichtlich der Kosten ist jedoch nicht der Neuwert, sondern der Zeitwert anzusetzen.


Für einen qualitativ durchschnittlichen PVC-Boden wurde bspw. eine Lebensdauer von ca. 10 Jahren angesetzt, vgl. LG Wiesbaden, Az. 1 S 395/90.


Da diese Zeitdauer in Ihrem Fall mindestens vorliegt und der PVC-Boden damit nahezu wertlos sein dürfte, hätten Sie selbst im Falle einer Beschädigung nichts oder nur sehr wenig zu ersetzen.

Ich kann Ihnen zum jetzigen Zeitpunkt daher nur dazu raten, der Forderung des Vermieters nicht nachzukommen. Sollte er an seiner Forderung festhalten, sollten Sie ggf. anwaltliche Unterstützung hinzuziehen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen hilfreichen ersten Überblick verschaffen. Bei Unklarheiten nutzen Sie gerne die Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Mauritz, LL.M.
Rechtsanwalt
Bewertung des Fragestellers 05.12.2013 | 22:39


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