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PKW verursacht Schaden an Einfahrt

15.02.2009 23:49 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Mauritz


Pkw von Verursacher A fährt am Mittwoch gegen meine Einfahrt,Laterne demoliert, Tore und Tür verbogen,Klinkermauerwerk vertikal gerissen,Pfeiler schief.Einfahrt wurde vor 3 Jahre erstellt.Verursacher A (Elektrofirma )setzt Donnerstag neuen Laternenpfahl.Am Freitag fährt Verursacher B in genau die gleiche Stelle, wieder Laterne demoliert ,Tore und Tür weiter verbogen, Stücken aus Klinkermauerwerk rausgebrochen.Zwei Unfälle innerhalb einer Woche,Beide Verursacher haben verschiedene Pkw- Haftpllicht-Versicherer.Von Schadbild her muß Einfahrt komplett erneuert werden.Frage bezahlt Versicherer A den Schaden und Versicherer B den gleichen Schaden nochmal. So das quasi zweimal der Schaden reguliert wird.Schadensmeldung an Versicherer A ist raus,Versicherer B soll Montag die Schadens -
meldung bekommen.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Frage möchte ich anhand der mitgeteilten Informationen wie folgt beantworten:

Nach den Grundsätzen des Schadensersatzrechts muss der Schädiger den Geschädigten so stellen, als wenn das schädigende Ereignis nicht eingetreten wäre. Jeder Schädiger ist vorliegend (nur) zur Beseitigung der Schäden verpflichtet, die er auch verursacht hat. Versicherer B muss daher nicht den gleichen Schaden wie Versicherer A bezahlen, sondern nur den (Mehr-)Schaden, der durch Schädiger B verursacht worden ist, sprich die Beschädigung/Zerstörung des neuen Laternenpfahls sowie die weitergehenden Schäden an Tor/Tür und Mauerwerk. Umgekehrt muss Versicherer A nicht für die Mehrschäden einstehen, die durch Schädiger B verursacht worden sind. In welchem Verhältnis die verursachten Schäden zwischen den Versicherern zu teilen sind, wird sich letztlich wohl nur durch ein Sachverständigengutachten ermitteln lassen. Würden beide Versicherer die Schäden in vollem Umfang bezahlen, wären Sie insoweit hinsichtlich des zuviel gezahlten Schadensersatzes ungerechtfertigt bereichert.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen hilfreichen ersten Überblick verschaffen. Bei Unklarheiten nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Mauritz, LL.M.
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 16.02.2009 | 22:36

Wer bezahlt Sachverständigen-Gutachten müssen diese Kosten nicht den Angeboten Maurer/Schlosser beigelegt werden zur Vorlage an den Versicherer und ist es gesetzlich vorgeschrieben Versicherer B zu informieren( Polizei Tagebuch -Nr existiert in beiden Fällen, Laterne ist kommunales Eigentum ).Bei getrennter Meldung des jeweiligen Unfalls an den jeweilig zuständigen Versicherer ist dann davon auszugehen das Versicherer B vom Schaden des Verursachers A erfährt und umgekehrt ?

bedanke mich vorab für Ihre Antwort !

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 17.02.2009 | 11:52

Sehr geehrter Fragesteller,

ein Sachverständigengutachten kann von Ihnen in Auftrag gegeben werden und wäre dann als Teil des Schadens zu erstatten. Empfehlenswert wäre es jedoch zunächst nur die Kostenvoranschläge der die Reparaturen ausführenden Handwerker beizubringen. Sofern sich bereits in diesem hinreichend feststellen lässt, welche Schäden auf welchen Unfall zurückzuführen sind, dürfte dies ausreichend sein. Falls dies den Versicherungen nicht genügt, werden diese ihrerseits ein Sachverständigengutachten in Auftrag geben um so den Umfang ihrer Einstandspflicht ermitteln zu lassen.

Da Sie nicht Versicherungsnehmer sind, sind Sie auch grds. nicht verpflichtet, den Schaden zu melden. Unterlassen Sie es aber, Versicherung A darauf hinzuweisen, dass ein zweiter Unfall stattgefunden hat und leistet Versicherung A daher mehr an Schadensersatz als Sie eigentlich leisten müsste und erfährt sodann von dem zweiten Unfall - was man nicht ausschließen kann -, kann Ihnen dies als Versicherungsbetrug ausgelegt werden.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Mauritz, LL.M.
Rechtsanwalt

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