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PKW bei ebay verkauft


06.09.2005 10:45 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Stefan Steininger



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe bei ebay einen Nissan 100NX verkauft. Dieser wurde für 1.000 € ersteigert. Ich habe den Käufer mehrmals angeschreiben er möge sich bei mir melden. Nach einigen Tagen kam folgende Antwort: "Sehr geehrter Herr Kress, ich hatte bereits geantwortet, ich habe keine Ahnung, wie mein Name in die Versteigerung gekommen ist, ich habe den Artikel nicht ersteigert und nicht geboten. Mir ist völlig unklar, wie so etwas gehen kann, ob evt. jemand mein Passwort geknackt hat. Ich werde auf alle fälle versuchen, die Angelegenheit bei ebay zu klären.
#MfG XXY" (Dies war die erste Antwort von ihm) Ich habe ihn dann miitgeteilt, dass für der Kaufvertrag zustande gekommen ist und sich daruas Rechte und Pflichte ergeben und auf die Erfüllung bestehe. Auf die Frage, ob er den Vorfall ebay gemeldet habe und Anzeige gestellt habe bekam ich folgende Antwort: "Betr.: Ihre Schreiben
Es tut mir leid, dass so etwas passiert ist, aber es ist gewiss nicht meine Schuld. Wie gesagt, ich habe nicht auf Ihren NX geboten. Strafanzeige habe ich nicht gestellt und werde es auch nicht tun. Damit habe ich nur Arbeit und es bringt überhaupt nichts. Das einzige was ich tun werde, ist mein Passwort bei ebay ändern und möglicherweise auch meinen Ebaynamen, um weiteren Missbrauch vorzubeugen. Wie gesagt, ehrlich, ich habe nichts damit zu tun, werde aber auch nichts weiter unternehmen, da ich internetmäßig wenig Ahnung habe und die Sache nicht erklären kann. Einmal habe ich auch im Internetcafe bei EBay gesurft, möglicherweise hat jemand auch mein Passwort geknackt oder es war gespeichert, ich habe einfach zu wenig Ahnung davon, die Sache aufzuklären. Wie gesagt, ich habe kein Interesse an dem Fahrzeug und habe auch nicht darauf geboten.
mit freundlichem Gruß XXY"
Nun meine Frage was kann man tun, ich bestehe auf den zustandegekommenen Kaufvertarg und stehe auch Zeitdruck, da der PKW wegen Platzmangels weg muss.
Vielen Dank im Voraus

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Sehr geehrte Fragestellerin,
sehr geehrter Fragensteller,

Ihre Online-Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der von Ihnen übermittelten Informationen wie folgt beantworten:

Hier kann ich Ihnen nur raten, nicht auf dem Kaufvertrag zu bestehen und das Fahrzeug anderweitig zu verwerten.

Sie trifft die volle Beweislast dafür, dass die betreffende Person tatsächlich gekauft hat. Wenn diese den Kauf bestreitet, haben Sie leider schlechte Karten.

So exemplarisch das OLG Naumburg, Urteil vom 02.02.2004 - 9 U 145/03.

Einen konkreten Beweis dafür, wer den Kauf tatsächlich getätigt hat, werden Sie nicht erbringen können. leider kann ich Ihnen hier keine bessere Information geben.

Ich hoffe, Ihre Frage hinreichend beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Für evtl. Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Stefan Steininger
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 06.09.2005 | 12:37

Hallo,

und Danke für die Antwort. Ich habe immer gedacht, dass bei Verkäufen über Onlineauktionen rechtskräftige Kaufverträge zustande gekommen sind. Also kann man einfach zum Spass mitbieten und sagen, jemand hat meinen Account gehackt und ich war es nicht, wenn man den Artikel dann doch nicht haben will. Was mich halt wundert ist, dass der Käufer dies behauptet aber weder eine Meldung bei ebay noch eine Anzeige bei der Polizie machen möchte.

Viele Grüße

Günter Kress

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 06.09.2005 | 12:43

Es ist tatsächlich so, dass ein Kaufvertrag zu Stande kommt. In Ihrem Fall wissen Sie nur leider nicht, mit wem!
Die Rechtsprechung hat sich hier auf die Seite des Account-Inhabers gestellt.

So führt das OLG aus:

Der Senat verkennt nicht, dass dann, wenn dem Verkäufer die Beweislast für das Zustandekommen des Vertrages im Rahmen einer Internetversteigerung auferlegt wird, Fälle von Kaufreue auf Seiten des Käufers ohne Folgen bleiben. Dieses Risiko geht der Verkäufer bei der Nutzung einer Internetauktion in Kenntnis der Missbrauchsmöglichkeiten ein. Dieser Gesichtspunkt ist daher nicht geeignet, eine abweichende Verteilung der Beweislast zu rechtfertigen. .... Es hätte jetzt dem Kläger oblegen nachzuweisen, dass der Beklagte tatsächlich sein Vertrags-partner geworden ist. Indes geht der Kläger selbst davon aus, diesen Beweis nicht führen zu können.

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