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PKW Verkauf an Privat


19.07.2007 17:05 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Dr. Corina Seiter



Hallo,es geht um den Verkauf eines PkW an Privat.Ich habe als Privatmann(bin selbständig,aber kein Autohändler),vor einem 1/2 Jahr einen Pkw an eine Privatperson verkauft,den meine Kinder nur ca. 2 Monate in Gebrauch hatten.Während unserer Nutzung ist nur ein kleiner Heckrempler passiert,über den ich die Käuferin informierte.
Nun kommt die Käuferin nach ca 1/2 Jahr und macht einen Schweren Unfallschaden geltend,bei dessen stümperhafter Reparatur u.a. eine Windschutzscheibe ohne Fassung eingebaut wurde.Nun bestünde durch die Möglichkeit eines plötzlichen Bruches Gefahr für Leib und Leben.
Die Käuferin will von mir den Austausch der Windschutzscheibe(680Euro )bezahlt haben ,andernfalls droht sie mit Klage wegen arglistiger Täuschung.
Ich habe aber von so einem schweren Schaden garantiert nichts gewusst oder bemerkt,das Auto lief bei uns ohne Probleme.
Der Schaden muss also von einem Vorbesitzer sein,muss ich für mir unbekannte Schäden geradestehen? Beim Kauf meinerseits erwähnte der Verkäufer nur einen leichten Heckschaden beim Ausparken.
Anzufügen bleibt,der Kaufpreis betrug 780 Euro,von dem ich ihr später wegen zu weit abgefahrenen Winterreifen noch 100 Euro zurückerstattete ,also 680 Euro Kaufpreis.Im Kaufvertrag(Formular von Autoscout24) steht die übliche Klausel :Unter Ausschluss der Sachmängelhaftung...Laut Text gilt der Sachmängelhaftungsausschluss nicht bei grober Fahrlässigkeit und Gefahr für Leib und Leben,worauf die Käuferin sich jetzt beruft.
Bei den Feldern:Unfall-Beschädigung in meinem Besitz wurde der Heckrempler erwähnt,bei Fragen zur Zeit vorher wurde nichts angekreuzt und keine bekannt druntergeschrieben.
Eine Formulierung :`Gekauft wie gesehen`existiert nicht.
Mir wurde unter Androhung von Anzeigen,das Einschalten von Gutachtern und Rechtsanwälten ,mit Inrechnungstellung hoher Kosten gedroht,wenn ich nicht unverzüglich die 680 Euro bezahle.
Schonmal Danke.
mfg
Bernd13





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Sehr geehrter Fragender,

zunächst einmal haben Sie ein Glück den richtigen Vertrag verwandt, denn seit der Schuldrechtsreform müssen auch Privatläute die Gewährleistung überehmen, sofern sie diese nicht wirksam ausgeschlossen haben - wie hier.

Sie haften daher tatsächlich nur für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit, d.h. wussten Sie von dem Fehler oder haben Sie ihn grob fahrlässig nicht gekannt. Dies ist leider reine Auslegungssache.

Da Sie schreiben, Sie wussten von dem Schaden nichts, ist zu beurteilen, ob der Schaden so offensichtlich ist, dass Sie diesen hätten sehen können, sprich, ob sich der Fehler für einen durschnittlichen Nutzer derart aufdrängt, dass er ihn hätte sehen müssen.
Wenn nicht, tritt keine Übernahmepflicht der Kosten ein.

Prinzipiell können Sie auf alle Fälle den Vorbesitze haftbar machen, wenn Sie tatsächlich für den Schaden einstehen müssten.

Letztendlich kann es wahrscheinlich nur ein Gutachter oder das Gericht klären, inwieweit der Schaden offensichtlich war.

Sollten Sie weitere rechtliche Beratung benötigen, würde ich mich über eine Beauftragung sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. C. Seiter
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