Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

PKW Leasingvertrag Kündigungsmöglichkeit

23.01.2014 19:16 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle


Sehr geehrte Rechtsanwälte, ich habe einen Leasingvertrag über 3 Jahre für die Nutzung eines Neuwagens im Wert von 72.000 € abgeschlossen. Das Fahrzeug wurde im Dezember 2013 ausgeliefert. Nach kurzer Zeit begann die Bremse bei Betätigung heftig zu quietschen. Ein erster Werkstatttermin am 6.1.2014, bei dem lt. Werkstatt die Bremse komplett ausgetauscht wurde, brachte nur kurzzeitig Abhilfe. Beim zweiten Termin am 21.1.14 wurden keine Arbeiten ausgeführt, lt..Werkstatt würden in 4 -5 Wochen neue Bremsklötze zur Verfügung stehen, solange müsste ich aber noch mit den alten quietschenden fahren.
Meine Frage: Kann ich den Leasingvertrag kündigen?

Sehr geehrter Ratsuchender,

leider kann ich Ihnen wenig Hoffnung machen.

Bei der Behebung von Mängeln greift die sogenannte Zwei-Versuche-Regel; § 440 BGB.

Werden die Mängel nicht behoben, kann man von einer fehlgeschlagenen Nachbesserung ausgehen. Als Leasingnehmer sind Sie dann berechtigt, die Zahlungen der Leasingraten einzustellen oder den Rücktritt zu erklären.

Aber das bedeutet immer, dass die Gegenseite zwei Versuche hat, um die Mängel zu beheben, bis von einem Fehlschlagen der Nachbesserung gesprochen werden darf.

Sie dürfen dann die Leasingrate kürzen und müssen gar nichts zahlen, wenn der Wagen nicht zu nutzen ist. Bleibt die Leasingfirma untätig, können Sie das Auto reparieren lassen und das Geld zurück­for­dern.

Aber hier ist es leider anders. Denn der zweite fehlgeschlagene Versuch steht noch auch.

Dass die Ersatzteile erst in einigen Wochen lieferbar sind, ist dabei hinzunehmen.

So unangenehm und peinlich so ein Quietschen auch in so einer Preisklasse ist, nutzbar ist der Wagen, so dass Sie die Leasingrate kürzen sollten. Ich denke, 10% werden angemessen sein.

Machen Sie das schriftlich deutlich. Machen Sie auch weiter deutlich, dass Sie bis Anfang März eine Frist setzen. Sollte dann diese Frist abgelaufen sein oder der Mangel trotz Reparatur nicht beseitigt sein, wäre der zweite Fehlversuch da. Dann erst kann ein Rücktritt vom Vertrag in Betracht kommen.

Eine Kündigung ist in der Regel ausgeschlossen.

Allerdings kann es tatsächlich sein, dass eine Kündigungsmöglichkeit in Ihrem vertrag ausnahmsweise eingeräumt worden ist. Das müsste gesondert geprüft werden. Ist das widererwartend der Fall, hätten Sie ein Kündigungsrecht. Aber eben nur, wenn es ausdrücklich in Ihrem Vertrag vereinbart worden ist.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle
Damm 2
26135 Oldenburg

Tel: 0441 / 26 7 26
Fax: 0441 / 26 8 92
mail: ra-bohle@rechtsanwalt-bohle.de
http://www.rechtsanwalt-bohle.de/index.php?tarcont=content/e-mail.inc.php

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 72750 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
4,8/5,0
Schnelle und klare Aussagen. So macht man sich an Kunden. Top. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Bin mit seinen Ausführungen zufrieden, auch wenn ich anderer Meinung bin. ...
FRAGESTELLER
4,6/5,0
alles top, Danke! :-) ...
FRAGESTELLER