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PKW Kredit bei Kindesunterhalt relevant oder nicht?

20.08.2018 15:33 |
Preis: 43,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Dr. Corina Seiter


Zusammenfassung: Kindesunterhalt und Kredite

Ich bin von meiner EX Frau seit 10 Jahren geschieden, aus dieser Ehe ging ein Sohn hervor, der im Dezember 18 Jahre alt wird. Er bleibt voll privilegiert und ich bin ihm weiterhin zum Unterhalt verpflichtet. Aus meiner nachfolgenden Beziehung habe ich noch eine Tochter (Ich lebe mit der Mutter und der Tochter zusammen). Nun meine Frage: Mein PKW, mit dem ich immer zur Arbeit fahre ist nunmehr 13 Jahre alt und ich muss mir einen neuen anschaffen (Anschaffungskosten ca. 12000 Euro) Das würde ich sehr gerne per Ratenkredit machen. Kann ich die Kreditraten (ca. 300 Euro/Monat) von dem Unterhalt abziehen? (Als bereinigten Nettoverdienst) Ich lese da sehr widersprüchliche Aussagen im Internet. Meine Arbeitsstrecke beträgt 28 Kilometer einfache Strecke. Oder ist mir wie bei der Berechnung des Unterhalts zuzumuten mit Öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren? Ich fahre trotzdem mit dem Auto, weil ich mit den Öffis 15 Minuten zu Fuß gehen und 3 mal umsteigen müsste und auch doppelt so lange unterwegs bin. Das Jugendamt hat bisher nur eine Summe zugestanden, die sogar noch unter dem Fahrkartenpreis liegt.

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sie können Kreditraten nur abziehen, wenn Sie mindestens den Mindestunterhalt zahlen können.

Ist ein solcher Abzug möglich, dann haben Sie folgende Möglichkeiten:
1. Abzug Pauschale 5% vom Netto oder
2. Bus/Bahn
oder
3. Auto
oder
4. Kreditraten
(alles/mehr als 1 Variante geht nicht)

Bus/Bahn ist bis zu einem Fahrweg von 1-3 Stunden pro Strecke (je nacht Gericht) zuzumuten und daher vorrangig oder eben die Pauschale - die kann wiederum immer abgezogen werden (ich weiß, es ist kompliziert ;)

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 20.08.2018 | 17:23

Vielen Dank für die Antwort
Das verstehe ich tatsächlich nicht, die Berechnung des Unterhalts richtet sich ja nach dem Einkommen beider Elternteile (Kind ist volljährig) und die Höhe des bereinigten Einkommens ist ja abhängig davon, ob ich die Kreditraten nun berechnen darf oder nicht. Hier beißt sich der Hund also in den Schwanz. Vielleicht können Sie mir es anhand tatsächlicher Daten mal vorrechnen:
Einkommen Vater 1833 Euro Netto, Einkommen Mutter 1300 Euro Netto, Kreditrate 300 Euro, Kind 18 Jahre alt und voll privilegiert, zweites Kind 6 Jahre alt und voll privilegiert.. Sehe ich das so richtig, das solange der Mindestunterhalt von 527 Euro abzüglich Kindergeld von beiden Seiten nach der Berechnung geleistet werden kann, man die Kosten abziehen darf, das heißt also in meinem Fall rutsche ich von Stufe 5 in der Düsseldorfer Tabelle auf Stufe 3? Vielen Dank.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.08.2018 | 18:46

Richtig, wenn die Kosten notwendig sind (habe ich bei Ihnen anhand der Schilderung unterstellt) und wir hier über Stufe 5 reden, können die abgezogen werden (Achtung: jedes Jugendamt händelt das anders, ggf. müssten Sie dann klagen) - ABER: dann keine Pauschale, Fahrtkosten oder Bahn. Müssten Sie ggf. anwaltlich ausrechnen lassen, was günstiger für Sie ist!

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