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PKW-Kauf


| 25.10.2005 16:25 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren

Am 16.08.05 kaufte Ich bei einem Autohändler einen PKW Opel Vectra B Für 3900,00€.
Ich habe eine Probefahrt gemacht und der Wagen schien mir in Orndung zu sein.
Gestern nun am 24.10.05 riß plötzlich der Zahnriemen. Eine mir bekannte Werkstatt schleppte den Wagen ab und sagte mir heute das definitiv ein Motorschaden vorliegt.
Der Autohändler bei dem Ich gestern gleich war, rief sämtliche Opelautohäuser in denen der PkW mit dem Vorbesitzer war an und lieh mir sogar das Auto seiner Frau aus ohne das Ich was sagte.
Er behaupted nun nichts dafür zu können das der PKW kaputt ist.
Meine frage ist nun : Wer hafted für den Schaden am Zahnriemen bzw. am Motor. Beim kauf wurde mir zugesichert das der Zahnriemen noch nicht gewechselt werden müsste und ich habe meinerseits mich erkundigt und erfahren das ich noch gut 5000km fahren kann.
Auslöser für den Riß des Zahnriemens war auch kein Verschleiss an denselben sondern eine defekte Spannrolle ( ich glaube so heisst das).
Das wurde mir heute auch von der Werkstatt bestätigt. Ich habe auch den defekten Zahnriemen gesehen und der sieht aus wie neu sogar Buchstaben und Zahlen sind lesbar.

Wer hafted ? Wie muss ich mich verhalten ?

Vielen Dank im vorraus

F.N.
25.10.2005 | 17:04

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund der mitgeteilten Tatsachen wiefolgt beantworten möchte:

1.Wenn Sie das Auto als „Verbraucher“, also als Privatmann für nicht gewerbliche Zwecke gekauft haben, sind auf den Kauf die Vorschriften des Verbrauchsgüterkauf anwendbar, weil Sie das Auto von einem Händler = Unternehmer gekauft haben.

2.Nach Ihrer Schilderung liegt ein Mangel des Autos vor. Da der Mangel innerhalb von 6 Monaten nach Übergabe des Autos aufgetreten ist, greift zu Ihren Gunsten die Beweislastumkehr, § 476 BGB.

OLG Frankfurt, Urteil vom 04.03.2005 - 24 U 198/04

„Erleidet ein moderner Mittelklassewagen ca. 3 1/2 Monate nach Kauf bei einem Kilometerstand von nur 88.000 einen schweren Motorschaden und war der Motor ausreichend mit Schmier- und Kühlmittel befüllt, dann spricht eine tatsächliche Vermutung dafür, dass der Motorschaden in einem technischen Mangel des Wagens angelegt war.“

Der Händler hat dann für diesen Mangel einzustehen und muß ihn beheben.

3.Ob es sich bei der defekten Spannungsrolle ebenfalls um einen Mangel handelt, hängt davon ab, ob es sich dabei um eine Verschleißerscheinung handelt oder nicht. Das wird ein Gutachter beurteilen müssen.

4.Fordern Sie den Händler innerhalb einer Frist von 2 Wochen auf, den Motorschaden zu beheben. Sollte sich der Verkäufer weigern, die Reparatur durchzuführen, können Sie die Reparatur selbst (durch eine Werkstatt) vornehmen und das Geld als Schadensersatz fordern. Sie können auch vom Vertrag zurücktreten und Rückabwicklung des Vertrags + Schadensersatz verlangen.

Ich hoffe, diese Ausführungen haben Ihnen bei Ihrem Rechtsproblem weiter geholfen.

Mit freundlichen Grüssen

Nina Heussen
Rechtsanwältin

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Nachfrage vom Fragesteller 27.10.2005 | 12:05

Hallo
Eine Frage habe ich noch. Der Verkäufer behaupted nun er müsse nicht haften er sei laut seiner Gewerbeanmeldung ein PKW-Vermittler. Wie verhält sich das ?

MfG
F.N.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 28.10.2005 | 09:21

Sehr geehrter Ratsuchender,

derjendige, der Ihnen das Auto als Verkäufer verkauft hat, haftet auch Ihnen gegenüber. Der "Händler" haftet dann nicht, wenn er seine Vermittlertätigkeit offen gelegt hat, Ihnen also klar war, dass er das Geschäft nur vermittelt, er selbst aber nicht der Verkäufer ist. Er kann sich nicht darauf berufen, dass er als Vermittler gemeldet ist. WEnn Sie also keine Ahnung hatten und es auch nicht für jedermann erkennbar ist, dass der Händler nur ein Vermittler ist, haftet er auch für die Mängel. Sonst müssen Sie sich an den echten Verkäufer halten.

Mit freundlichen Grüssen

Nina Heussen
Rechtsanwältin

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