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PKV verweigert TG-Versicherung


| 16.07.2006 16:41 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Klaus Wille



Sehr geehrte Damen u. Herren Anwälte,

im Nov. 2003 ist mein Mann einer privaten Krankenversicherung beigetreten, nachdem der ca. 30 Jahre gesetzlich versichert war. Die Versicherung kam zufällig zustande, der Ausschliesslichkeitsvermittler war nur im Haus um mit unserem Sohn eine Krankenzusatzversicherung abzuschliessen. Bei den Fragen nach den ambulanten Behandlungen meinte der Vermittler, würde es reichen den Hausarzt anzugeben und so geschah es auch.
Die Versicherung kam zustande und letztes Jahr erkrankte mein Mann an "Angst und Depression vermischt", die Rechnungen der Behandlungen wurden bei der Versicherung eingereicht. Im Oktober 2005 trat die Krankenversicherung wegen Verschweigen einer Vorerkrankung (depressive Episode im Dez. 2000) vom Vertrag zurück. Im Dez. 2005 wurde dem Antrag auf Weiterführung des Vertrages rückwirkend zum 01.11.2005 mit einem Risikozuschlag von € 242,93 entsprochen.
Im Feb. 2006 stellte,ich nachdem ich mich etwas mehr mit PKV informiert hatte fest, dass bei meinem Mann keine Krankentagegeldversicherung abgeschlossen worden ist, obwohl diese bei Angestellten üblich ist. Der Vermittler hatte diese TG-Versicherung nie erwähnt ( mein volljähriger Sohn und ich könnnen dies bezeugen) und wir dachten es wäre im Grundvertrag enthalten.
Nun weigert sich die Versicherung aus Risikogründen (mein Mann wird medikamentiös behandelt) diese Versicherung abzuschliessen.
Eine Rückkehr in die GKV ist nicht möglich und eine andere private Versicherung sichert das Krankengeld auch nicht ab. Mein Mann sitzt sozusagen in einer Zwickmühle und meine Frage ist, ob rechtliche Schritte gegen den Vermittler wegen Falschberatung sinnvoll sind.
Vielen Dank für die Antwort.
MFG

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Sehr geehrte Damen und Herren,

vielen Dank für Ihre Anfrage.
Ob hier ein Beratungsfehler vorliegt, hängt von den Umständen ab:

Richtig ist, daß man bei der Beratung eines Selbständigen auch auf das Krankentagegeld (KTG) hätte eingehen können. Im Grunde rät jeder Vermittler dazu, eine solche KTG abzuschließen.

Es ist auch erstaunlich, daß der Berater nicht darauf hingewiesen hat. Denn er erhält für die zusätzliche Versicherung eine höhere Provision.

Die Frage ist aber, mit welchem Anliegen Ihre Mann in die Beratung gegangen ist. Wollte er "nur" eine Krankenversicherung oder wollte er eine Rundumabsicherung? Außerdem hat Ihr Mann auch den Vertrag unterschrieben und spätestens dort nachfragen können.

Für einen Beratungsfehler tragen Sie die Beweislast.

Mit freundlichen Grüßen
Klaus Wille
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 16.07.2006 | 17:51

Sehr geehrter Herr Wille,
meinem Mann ist bei der Beratung ein besserer Schutz als in der GKV versprochen worden. Als langjährige Mitglieder einer GKV wussten wir leider nicht (wissen viele nicht habe nachgefragt), dass in der PKV das Krankentagegeld anders geregelt ist als in der GKV und hätte uns von dem Vermittler erklärt werden müssen.
Das der Berater auf das Krankentagegeld nicht eingegangen ist, verstehe ich schon, mein Mann hatte bereits am Anfang der Beratung ein Limit gesetzt und dies wäre mit dem KTG überschritten gewesen.
Darf ich Ihre Antwort so verstehen, dass ein rechtliches Vorgehen sinnlos ist und im Ernstfall - längerer Krankheit mein Mann das volle Risiko tragen muss?
MFG

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 16.07.2006 | 19:54

Nein, so dürfen Sie meine Antwort nicht verstehen.

Ich schlage Ihnen vor, daß Sie den Vermittler per Einschreiben / Rückschein anschreiben und ihn auffordern zu dem Sachverhalt Stellung zu nehmen. Außerdem sollten Sie sich an den Ombudsmann für die Krankenversicherungen wenden. Dies ist eine Art Schlichtungsstelle.





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"Die Anwort hat mir nicht geholfen, da der Vermittler alles abstreitet und der Ombudsmann hier nicht weiterhelfen kann, da die Entscheidung über den Abschluss eines VS-Vertrages aufgrund der Privatautonomie in d.Händen des jeweiligen VS-Unternehmens liegt. Jetzt weiss ich noch weniger als vorher was wir unternehmen sollen. "
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