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PKV verweigert Reduzierung eines Risikozuschlages mit Verweis auf neue Erkrankung


| 28.12.2014 13:41 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Guten Tag,

vor einigen Jahren habe ich mich einer Operation unterzogen, die im Jahr nach der OP zu einem Risikozuschlag meiner PKV geführt hatte. Nach angemessener Wartezeit wurde der Zuschlag von 100% auf 30% reduziert, da die der OP zugrunde liegenden Beschwerden nach Prüfung und Bestätigung meines Arztes ausgeheilt war und keine Folgeerkrankung zu erwarten war. Damals wurde mir mitgeteilt, dass der Fall nach einigen Jahren erneut geprüft werden könne - sofern ich beschwerdefrei bleibe - und der noch vorhandene Risikozuschlag dann ebenfalls entfallen könne. Dies habe ich inzwischen nach weiteren 3 beschwerdefreien Jahren bei der PKV angefragt. Diese hat mit mitgeteilt, dass der Risikozuschlag für die o.a. Erkrankung nicht reduziert werden können, da inzwischen andere "riskoerhebliche Erkrankungen" eingetreten sind und damit eine Reduktion nicht erfolgen kann. Aus meiner Sicht dürfte die Reduktion eines Risikozuschlages für eine nachgewiesen ausgeheilte Erkrankung doch nicht wegen neuer, anderer, damit überhaupt nicht in Verbindung stehender Erkrankungen abgelehnt werden?

Mit freundlichen Grüße
A. Höhfeld
28.12.2014 | 14:56

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sollte ein Risikozuschlag vereinbart worden sein und die Gründe hierfür im Nachhinein weggefallen sein, so können Sie die Herabsetzung nach Paragraf 41 VVG verlangen.
Dies setzt zunächst voraus, dass die Prämie nach Wegfall des risikoerhöhenden Umstandes zu hoch ist, was allerdings nicht der Fall ist, wenn der Wegfall eines Gefahr erhöhenden Umstandes durch Hinzutreten eines anderen bei einer Gesamtschau ausgeglichen ist. Dies heißt aber nicht, dass hierfür auch solche Risiken herangezogen werden dürfen, die nach Versicherungsbeginn eingetreten sind und nicht mit den vom Risikozuschlag umfassten Krankheiten im Zusammenhang stehen. Denn nach der Risikoübernahme eintretende Änderungen des Risikos beeinflussen die Äquivalenz von Leistung und Gegenleistung nicht mehr. Daher müssten die neu zu hinzugetretenen Risikomerkmale solche sein, die dem zuvor ausgeschlossenen Risiko zuzuordnen sind.

Insofern ist ihnen zuzustimmen, dass nicht alle beliebigen neuhinzugetretenen Krankheiten bei der Berechnung des Risikozuschlages berücksichtigt werden können.

Darüber hinaus setzt die Beibehaltung des Risikozuschlages voraus, dass die neu hinzugetretenen Gefahrumstände genauso zu bewerten sind, wie diejenigen, die weggefallen sind. Ob dies der Fall ist, kann jedoch nur anhand der Beurteilungsgrundsätze des Versicherers bestimmt werden. Diese sind gegebenenfalls von dem Versicherer darzulegen.

Eine abschließende Bewertung ist bedauerlicherweise nur nach Kenntnis aller Informationen und Unterlagen erfolgen. Insbesondere sind hier die Hintergründe des erhobenen Risikozuschlags und die Art der neuhinzugetretenen Erkrankungen von Bedeutung.

Vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Bedeutung und der reellen Erfolgsaussichten, eine Herabsetzung der Prämie durchsetzen zu können, sollten Sie die Angelegenheit daher weiterverfolgen. Sollten Sie weiteren Beratungsbedarf in der Angelegenheit haben, stehe ich Ihnen gerne zur weiteren Vertretung zur Verfügung. Das hier gezahlte Honorar würde auf die weiteren anfallenden Gebühren angerechnet werden. Kontaktieren Sie mich einfach unter der angegebenen E-Mail-Adresse.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt André Meyer

Bewertung des Fragestellers 30.12.2014 | 13:38


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