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PKV - Und wenn ich jetzt schon ein Nebengewerbe anmelde, wird dann das Krankentagegeld sofort gestri

| 14.02.2013 14:42 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Ich bin seit Juli 2012 wegen einer depressiven Phase krankgeschrieben worden, nach jahrelangem Mobbing hatte ich eine Abfindungsregelung angenommen und wurde zum 01.10.12 arbeitslos, ab diesem Tag hat auch die private Krankenkasse das Krankentagegeld übernommen.

Nachdem ich mich bisher nicht arbeitslos gemeldet habe, weil ich ja noch krank bin und auch noch in psychologischer Behandlung hat die PKV bisher auch bezahlt, hat aber schon immer telefonisch nachgehakt wann ich den meine wieder arbeiten zu können, was für mich wieder zu neuem Stress führt.

Jetzt hab ich ein Schreiben bekommen in dem man mich auffordert innerhalb der nächsten 3 Werktagen bei einem von Ihnen ausgesuchten Arzt zu erscheinen. Meine Psychologin hat aber diese Woche noch Urlaub und ich habe erst in einer Woche wieder einen Termin, also die 3 Werktage kann ich so nicht einhalten, zumal ich von Ihr etwas ausgefüllt mitbringen muss - zu diesem Arzt von der PKV.

Ich habe vor mich in den nächsten Wochen, hoffe keine Monate mich selbständig zu machen, aber im Moment fühl ich mich dazu noch zu schwach. So wie ich bei den Gesprächen der Versicherung raushören konnte geht es Ihnen darum ob ich überhaupt wieder arbeiten kann.

Ich habe eine schwere Zeit hinter mir und will das verarbeiten, ich kann diesen Druck jetzt nicht nachvollziehen. Wie verhalte ich mich? Und wenn ich jetzt schon ein Nebengewerbe anmelde, wird dann das Krankentagegeld sofort gestrichen? Was kann ich tun?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


1)
Wenn Sie Krankentagegeld erhalten, wurde festgestellt, dass Sie arbeitsunfähig sind. Die nun geforderte Untersuchung bei dem Arzt Ihrer PKV kann zur Feststellung dazu dienen, ob

1. die Arbeitsunfähigkeit fortdauert und damit Ihre Anspruchsberechtigung fortbesteht oder

2. bereits die Voraussetzungen einer Erwerbs- oder Berufsunfähigkeit gegeben sind. In diesem Fall würde der Anspruch auf Krankentagegeld wegfallen.

Grundsätzlich sind Sie verpflichtet, sich von einem von der PKV benannten Arzt auf Ihre Arbeitsunfähigkeit hin untersuchen zu lassen. Insofern soll der Versicherung die Möglichkeit gegeben werden, ihre Leistungspflicht fortlaufend kontrollieren zu können.

Gleichfalls sind Sie verpflichtet dem Versicherer im erforderlichen Umfang Auskünfte zu erteilen, die zur Beurteilung der Leistungspflicht notwendig sind. Hierzu zählen auch die Auskünfte Ihrer Psychologin. Diese Pflicht hat Ihre Grenzen dort, wo Sie dieser Pflicht aus tatsächlichen Gründen nicht nachkommen können. Daher sollten Sie der Versicherung mitteilen, dass Ihre Psychologin zur Zeit abwesend ist und die Auskünfte daher nicht erteilen kann. Ungeachtet dessen sollten Sie den Termin bei dem benannten Arzt wahrnehmen. Sofern eine abschließende Beurteilung Ihres Gesundheitszustandes nicht ohne die Auskünfte Ihrer Psychologin möglich ist, sollten Sie die Versicherung sowie den Arzt hierüber in Kenntnis setzen und eine neue Terminierung anregen.

2)
Sollten Sie sich zur Aufnahme einer selbständigen Tätigkeit entscheiden, gilt zu beachten, dass hiermit gleichfalls auch die Bezugsberechtigung des Krankentagegeldes entfällt. Schon die Ausübung einer geringfügigen Tätigkeit schließt den Anspruch aus. Dies gilt grundsätzlich sowohl für die Tätigkeit in Ihrem eigenen Berufsfeld als auch für jede anderweitige Erwerbstätigkeit. Art und Umfang der anderweitigen Tätigkeit sind hierbei unerheblich. Insoweit schadet bereits die Möglichkeit zur Ausübung der Tätigkeit.

Sollten Sie sich zur Begründung eines Nebengewerbes entschließen, müssten Sie demnach damit rechnen, dass die Versicherung die Zahlung einstellt.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
André Meyer, Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 14.02.2013 | 16:32

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