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PKV / GKV, wenn nicht mehr erwerbstätig

| 12.07.2012 12:55 |
Preis: ***,00 € |

Sozialversicherungsrecht


Hallo,

ich habe eine Frage zu PKV / GKV, wenn man nicht mehr erwerbstätig ist.

Folgende Situation:
Mein Mann und ich, beide berufstätig (angestellt) und (noch) unter 50 Jahren, keine Kinder, sind seit mehr als 10 Jahren privat versichert (beide oberhalb der Bemessungsgrenze).

Da wir finanziell aus dem Gröbsten raus sind, planen wir folgendes:
Ich plane, ab 2014 in Teilzeit (unter 55 Jahre) zu gehen und weitere 2 Jahre bei 50% zu arbeiten. Danach will ich nicht mehr arbeiten, und ich will mich auch nicht arbeitslos melden.
Mein Mann plant, ab 2015 in Teilzeit zu gehen (unter 55 Jahre) und weitere 4 Jahre bei 50% zu arbeiten. Und danach ebenfalls (ohne arbeitslos zu melden) dem Arbeitsleben den Rücken zu kehren. Leben werden wir dann im wesentlichen vom Ersparten.

Mit der Teilzeit werden wir beide unterhalb der besonderen Bemessungsgrenze (derzeit 49500 Euro) liegen.

Nun zu den Fragen:
Mit der Teilzeit werden wir ja versicherungspflichtig, richtig?
Heisst, wir werden zurück in die GKV gehen (es sei denn, wir lassen uns von der Versicherungspflicht befreien. Das wollen wir aber eigentlich nicht).

Wenn wir nun aber (ich ab 2016, mein Mann ab 2019) nicht mehr arbeiten (kein Arbeitslosen-Status , auch nicht arbeitssuchend), können wir dann in der GKV bleiben?
Wie sieht es in der Zeit aus, wo ich nicht mehr arbeite, mein Mann aber noch arbeitet. Kann ich mich bei ihm (familien-)mitversichern (GKV)?
Wie sieht es aus, wenn mein Mann auch nicht mehr arbeitet?

Vielen Dank und mit freundlichem Gruss

Sehr geehrte Ratsuchende,

besten Dank für die Anfrage, die ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes gerne wie folgt beantworten möchte.

1. Werden Sie versicherungspflichtig in der GKV?

Sinkt das Entgelt im Laufe eines Jahres unter die Jahresarbeitsentgelt-Grenze, so ist zunächst zu fragen, ob früher Versicherungspflicht bestand oder nicht: Im Falle vorheriger Versicherungspflicht nach § 5 Abs 1 Nr 1 SGB V besteht weiter Versicherungspflicht nach § 6 Abs 4 S 2 SGB V .

Dies kommt für Sie aber nicht in Frage, da Sie vor der Absenkung nicht versicherungspflichtig Kraft Gesetzes waren.

Entsteht die Versicherungspflicht wegen Absenkung des Entgeltes, so entsteht Versicherungspflicht nach § 5 Abs 1 SGB V ohne Befreiungsmöglichkeit.

Dies ist bei Ihnen der Fall.

Weiter müssen Sie vor dem 55 Lebensjahr den Wechsel anstreben, was Sie bereits mitgeteilt haben.

2. Was wenn nicht mehr gearbeitet wird?

Wenn Sie nicht mehr arbeiten, dann müssen Sie die Krankenkassenbeiträge selber tragen, müssen aber nicht in die PKV wechseln.

Wenn Sie nicht mehr arbeiten, dann können Sie sich bei Ihrem Mann mitversichern nach § 10 SGB V . Nur dürfen Sie nicht freiwillig versichert sein, sonst hat jeder sein Versicherungsverhältnis.

Als Rentner können Sie beide dann in die KVdR (Krankenversicherung der Rentner, wobei Ihre Krankenversicherungsbeiträge dann nach den jeweiligen Renten berechnet werden.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten Überblick über die Rechtslage gegeben haben zu können.

Bitte bedenken Sie, dass meine Einschätzung ausschließlich auf Ihren Angaben beruht.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Grübnau-Rieken LL.M.; M.A.
Master of Laws, Magister Artium
Rechtsanwalt

Rückfrage vom Fragesteller 12.07.2012 | 15:23

Herzlichen Dank!
Eine kleine Nachfrage - nur dass ich es richtig verstanden habe:
Heisst konkret unter den geschilderten Umständen können mein Mann und ich in der Zeit, wo wir beide nicht mehr arbeiten, aber noch keine Rentenansprüche haben, in der GKV bleiben; richtig ?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 12.07.2012 | 15:31

Sehr geehrte Ratsuchende,

Ihre Frage möchte ich gerne wie folgt beantworten:

Ja, da Sie Mitglieder der GKV geblieben sind, können Sie dort bleiben. Wenn Sie aber beide noch keine Rente beziehen und beide micht mehr arbeiten, dann müssen Sie sich beide freiwillig versichern mit der Konsequenz,dass eine Familienversicherung nicht möglich ist. Dies geht nur, wenn einer arbeitet und der andere eine gewisse Verdienstgrenze nicht überschreitet.


Mit besten Wünschen für einen sanften Übergang in den Ruhestand wünscht

Michael Grübnau-Rieken LL.M.;. M.A.
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 12.07.2012 | 16:00

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