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PKV - Einreichung der Rechnungen im Original

| 01.01.2010 13:38 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Jutta Petry-Berger


Guten Tag und Frohes neues Jahr,

ich bin seit Jahren privat krankenversichert. Wenn ich mal Rechnungen einzureichen hatte, habe ich diese persönlich in der vor Ort ansässigen Filialdirektion eingereicht. Durch Neustrukturierung wird diese Filialdirektion Ende 2010 ersatzlos geschlossen. Rechnungen müssen jedoch dem Versicherer im Original vorgelegt werden. Zukünftig muss ich dann wohl die Original-Rechnungen dem Versicherer postalisch zukommen lassen. Müsste jede Rechnung einzeln, per EINSCHREIBEN/RÜCKSCHEIN, dem Versicherer zugestellt werden. Bzw.wenn Selbstbeteiligung vereinbart ist, ggfs. die Rechnungen bezahlen, sammeln und dann dem Versicherer per EINSCHREIBEN/RÜCKSCHEIN zukommen lassen ? Was, wenn die Original Rechnung/en den Versicherer postalisch nicht erreichen ? Dann sind die Originale weg und das Geld auch ? Wie würde der Anwalt hiermit umgehen ?

Sehr geehrter Fragesteller,

ich bedanke mich für Ihre online-Anfrage, zu der ich wie folgt Stellung nehme:

Grundsätzlich ist die private Krankenversicherung nur unter der Voraussetzung zur Erstattung von Aufwendungen verpflichtet, wenn die Kostenbelege im Original vorgelegt werden (§ 6 AVB KKV). Falls es auf dem Postweg zum Verlust der Originalrechnungen kommt, wird jedoch nicht zu befürchten sein, die Rechnungsbeträge selbst zahlen zu müssen. Denn in diesem Fall wird die Versicherung bei Abgabe einer entsprechender eidesstattlichen Erklärung anstelle der Urschriften auch Duplikate als Erstattungsgrundlage akzeptieren. Im Übrigen werden Sie von der Deutsche Post AG Schadensersatz bis zu EUR 25,- beanspruchen können.

Ich hoffe, Ihnen eine hilfreiche erste Orientierung gegeben zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen
J. Petry-Berger
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 01.01.2010 | 17:21

Sehr geehrte Frau Rechtsanwältin,
wenn ich z.B.: einige TEUR an Rechnungen einreichen würde, die dann auf dem Postweg verloren gingen, hilft mir der Schadenersatzanspruch von 25 EUR gegen die Deutsche Post AG nicht wirklich weiter. Ist es rechtlich geregelt, dass der Krankenversicherer in diesen Fällen gegen eidesstattliche Versicherung Duplikate anerkennt oder ist das der Freundlichkeit des Sachbearbeiters bzw. des Unternehmens überlassen.

Vielen Dank.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 02.01.2010 | 16:51

Sehr geehrter Fragesteller,

die in meiner Antwort dargestellte Vorgehensweise im Falle des Verlustes der Originalrechnungen ist weder gesetzlich geregelt noch finden sich in den Bedingungen der Krankenversicherer entsprechende Bestimmungen. Es entspricht jedoch der gängigen Abrechnungspraxis der privaten Krankenversicherer, Krankheitskosten gegen Vorlage einer Duplikatsrechnung zu erstatten, wenn der Versicherungsnehmer nachweist, dass er nicht mehr im Besitz des Originals ist. Bei einem verloren gegangenen Einschreiben, können Sie der PKV neben Ihrer eidesstattlichen Versicherung überdies die Verlustmeldung der Post vorlegen, so dass Ihre Befürchtungen im Ergebnis unbegründet sind.

Mit freundlichen Grüßen
RA Petry-Berger

Bewertung des Fragestellers 02.01.2010 | 18:38

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Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 02.01.2010 5/5,0
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