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PC bei ebay gekauft, Beschreibung stimmte nicht


02.07.2005 02:53 |
Preis: ***,00 € |

Internetrecht, Computerrecht



Hallo,

ich habe mir bei ebay einen NEU-PC gekauft, und zwar exakt diesen hier:

http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&category=46396&item=5214087567&rd=1

Falls der Link nicht geht: bei ebay.de nach "5214087567" suchen, der Artikelnummer.

Der PC wurde dort als "AMD 2800 / 512DDR / 128MB VGA / LAN / USB2.0" beworben. Tatsächlich geliefert wurde aber nur ein AMD Sempron 2200+, welcher mit einem 2800 nichts zu tun hat. Die Beschreibung des Mainboards und der CPU lautet wie folgt im Auktionstext:

ASRock K7S41GX (oder baugl.) 2800PRO /
AMD CPU, FSB 333, 2200, Cache 384KB, neuester AMD Sempron Prozessor, auf weiterentwickelter Athlon XP Technologie basierend.

Dort steht zwar mitten im Text klein "2200", aber es ist meiner Meinung nach nicht erkennbar dass hiermit die CPU gemeint ist, zumal ja davor steht "2800Pro". Damit redet sich der Verkäufer aber raus, es würde "ja dastehen". Gibt es da nicht ein Gesetz dass vorschreibt dass man das erwarten kann was ein normaler Käufer unter dem Angebot versteht? Dachte da mal so etwas gelesen zu haben.

Nochmal zusammengefasst: Am PC stimmt alles, nur bin ich davon ausgegangen einen AMD Sempron 2800+ zu bekommen, und keinen AMD Sempron 2200+. Ist das nicht arglistige Täuschung, zumal ja im Titel auch "2800" steht? Falls ja, kann ich den Verkäufer abmahnen? Wenn man die Bewertungen des Verkäufers liest sind auch andere darauf "hereingefallen".

Die 2800 im Text ist meiner Meinung nach vollkommen willkürlich, im PC ist ja nichts was so heißt oder diese Leistung aufweist.

Vielen Dank für ihre Hilfe.

Mit freundlichen Grüßen


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Guten Morgen,

ich habe mir die Artikelbeschreibung, die ja maßgeblich dafür ist, was Sie gekauft haben, einmal angesehen.

Danach habe ich keinen Zweifel, daß Sie einen AMD 2800 gekauft haben. Diese Bezeichnung steht ausdrücklich und, wie Juristen formulieren, drucktechnisch hervorgehoben über dem gesamten Angebot. Auch die Einzelheiten zur CPU beginnen mit der Bezeichnung 2800 pro.

Das heißt auch, daß Ihr Verkäufer seinen Teil des Kaufvertrages noch nicht erfüllt hat. Sie haben Anspruch auf Lieferung dieses Computers und haben diesen noch nicht erhalten.

Sie sollten jetzt zuerst dem Verkäufer eine klare Frist zur Lieferung der bestellten Ware setzen. Da es sich um ein gewerbliches Unternehmen handelt, sind hierfür zwei Wochen ausreichend. Nach Ablauf der Frist können Sie vom Kaufvertrag zurücktreten und den Kaufpreis zurückverlangen. Alternativ können Sie natürlich auch weiterhin die Lieferung des von Ihnen bestellten Computers verlangen und ggf. gerichtlich durchsetzen.

Bitte prüfen Sie auch, ob Sie noch Ihr Widerrufsrecht ausüben können. Sie haben bei Verträgen, die über das Internet geschlossen werden, das Recht, Ihr Kaufangebot binnen zwei Wochen zu widerrufen. Die Einzelheiten entnehmen Sie bitte der Widerrufsbelehrung, die im Angebot enthalten ist. Sofern diese Frist noch nicht abgelaufen ist, ist dies der leichteste Weg, sich von dem Kaufvertrag zu lösen, da Sie keinerlei Begründung geben müssen.

Ich hoffe, ich habe Ihnen weitergeholfen. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Weiß
Rechtsanwalt und auch Fachanwalt für Arbeitsrecht
Esenser Straße 19
26603 Aurich
Tel. 04941 60 53 47
Fax 04941 60 53 48
e-mail: info@fachanwalt-aurich.de

Nachfrage vom Fragesteller 02.07.2005 | 14:47

Hallo,

vielen Dank für die prompte Antwort. Die 14 Tage sind leider schon vorbei, der Händler reagiert nicht auf Anfragen das Gerät umzutauschen bzw. das Angebot für andere Kunden klarer zu formulieren.

Kann ich den Verkäufer wie gefragt abmahnen lassen diese irreführende Werbung in Zukunft zu unterlassen? Schließlich ist das ein klarer Wettbewerbsvorteil den er sich durch arglistige Täuschung erkauft. Wenn ja, würden sie das in meinem Auftrag übernehmen und was würde es kosten?

Herzlichen Dank.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 03.07.2005 | 11:42

Guten Tag,

eine Abmahnung können Sie selbst nicht aussprechen. Voraussetzung einer Abmahnung ist immer, daß Sie selbst im Wettbewerb mit dem Abgemahnten stehen.

Ich möchte Ihnen empfehlen, hier eine Verbraucherzentrale zu informieren, die sich dann der Sache annehmen kann. Diese kann dann auch eine Abmahnung aussprechen.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Weiß

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