Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

PC Störung in der Garantiezeit


| 11.12.2005 01:09 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht



Am 29.12.2003 kaufte ich einen PC bei Media Markt. Seit dem 24.06.2005 macht der PC nur noch Schwierigkeiten.
Am 24.06.2005 brachte ich den PC zur Reparatur, weil der PC nicht mehr bootete. Es wurde das Mainboard getauscht. Als ich den PC wieder abgeholt hatte, mußte ich feststellen, das der PC instabil war und immer wieder den blueseen zeigte. Also wieder zum Media Markt um den PC reparieren zu lassen. Dieses mal wurde die Festplatte getauscht.Einen Tag, bevor ich den PC abholen sollte, rief mich der Abteilungsleiter der Technischen Abteilung Media Markt an,um von mir die Recovery CD anzufordern. Dieser PC hat aber keine Recovery CD, sondern eine abgesperrte Partition, wo Windows XP mit der F11 Taste wiederherstellt werden kann. Dieses teilte ich auch dem Abteilungsleiter, mit dem Hinweis, das er sich dieses bei Packard Bell bestätigen lassen könne. Als ich den PC Samstags abholte sagte der Abteilungsleiter, das ich eine illegale Windows XP Version hätte. Er hat sich meine Aussage von Packard Bell natürlich nicht bestätigen lassen. Ich bekam den PC ohne Windows retour und eine andere Windows Version hatte ich nicht.Der PC war also leergefegt, obwohl ich dem Abteilungsleiter sagte, das der PC gewerblich genutzt wird und ich die Mitarbeiter Montags nach Hause schicken müßte.Dieses war ihm aber egal. Erst am Montag mittag rief mich der Abteilungsleiter ganz kleinlaut an, und sagte, das ich recht hatte mit der Aussage, das der PC keine Recovery CD hat. Diese Aktion kostete mir 2800 Euro Lohnkosten. Der PC war aber immer noch nicht in Ordnung. Er war sehr laut und stürzte immer wieder ab, wenn er warm wurde. Also wieder zur Reparatur. Dieses mal war es die Grafikkarte. Am 8.12.2005 ließ sich der PC nicht wieder herstellen. Diese mal rief ich direkt den Technischen Kundendienst von Packard Bell an, da ich auf Media Markt keinen Bock mehr habe. Nach 2 Versuchen, den PC, mit dem Techniker von Packard Bell wiederherzustellen, sagte der Techniker von Pakard Bell, die Festplatte sei wieder defekt und ich müßte den PC wieder zu Media Markt zur Reparatur geben.
Tags darauf rief mich der Abteilungsleiter von Media Markt an, und sagte: Die Festplatte sei nicht defekt und er müsse 60 Euro für die wiederherstellung des PC`s verlangen.
Meine Frage: Muss ich die 60 Euro bezahlen und muß ich den PC überhaupt wieder entgegen nehmen, bei so vielen Reparaturen und wer zahlt die ganzen Umsatzeinbußen???

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),


obwohl Sie im vorliegenden Fall gute Rechte auf Ihrer Seite haben, dürfen Sie nicht auf eine all zu hohe Summe an Schadensersatz („Umsatzeinbuße“) hoffen.

Innerhalb der zweijährigen Gewährleistungsfrist (bis zum 29.12.05) haben Sie sich Ihre nachfolgend skizzierten Rechte erhalten:

Nach dem mittlerweile vierten fehlgeschlagenem Reparaturversuch steht Ihnen das sofortige Recht zu, wahlweise vom Vertag zurückzutreten oder eine Minderung des Kaufpreises zu verlangen.

Auch könnten Sie (unter vorheriger schriftlicher Ankündigung und Fristsetzung gegenüber Media-Markt) die Reparatur durch ein anderes Unternehmen veranlassen und Media-Markt die Kosten in Rechnung stellen, sofern der letzte Nachbesserungsversuch nicht innerhalb der von Ihnen zu setzenden Frist erfolgreich erledigt wird.

Unabhängig davon können Sie daneben auch Schadensersatzansprüche geltend machen.
Im Falle eines Rechtsstreits müssten Sie jedoch alle einzelnen Schadenspositionen substantiiert belegen (das heißt insbesondere Nachweis durch Zeugen und Urkunden, dass und warum gerade infolge des PC-Ausfalls zusätzliche Lohnkosten in Höhe von € 2.800 konkret entstanden sind. Dies wird nicht leicht sein.)

Die Reparaturkosten in Höhe von € 60 müssen Sie keinesfalls bezahlen, da die Reparatur im Rahmen Ihrer Gewährleistungsansprüche gemäß §§ 437 ff. BGB erfolgt ist.


Sollten im Verlauf dieser Angelegenheit noch Probleme auftauchen, stehe ich Ihnen gerne für eine weitere Beratung oder Vertretung zur Verfügung,
zunächst im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion von „frag-einen-anwalt.de“.

Mit freundlichen Grüßen


Wolfram Geyer
Rechtsanwalt

P.S.:
Sie können auch versuchen, einen außergerichtliche Vergleich mit der Gegenseite zu erzielen; erfahrungsgemäß ist Ihr spezieller Gegner allerdings für solches nicht allzu verhandlungsbereit.

Nachfrage vom Fragesteller 11.12.2005 | 02:14

Vielen Dank für Ihre Antwort.
Diese 2800 Euro beziehen sich auf meine Mitarbeiter. Sie konnten an diesem Tag nicht arbeiten, weil ich keine Materialbestellungen durchführen konnte.Sie haben alle einen bezahlten Urlaubstag bekommen, den ich auch nicht vom Jahresurlaub abziehen konnte, da es nicht das verschulden meiner Mitarbeiter war.Dieses wäre auch ungerecht gewesen.
Für die Umsatzeinbußen habe ich mehr als 10 Zeugen, darunter auch Zeugen, die ich durch diese Aktionen verloren habe, weil der PC immer gerade dann ausfiel, wenn ich dem Kunden ein Angebot über eine Heizungsanlage geben wollte. Diese Kunden sind natürlich zu einer anderen Heizungsbau Firma gegangen, wo Sie das Angebot gleich mitnehmen konnten.
Vielen Dank noch einmal für Ihre prompte Antwort
Viele Grüße

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 11.12.2005 | 02:46

Sehr geehrter Ratsuchender,

wie bereits angedeutet, wird es auch anhand aussagekräftiger Zeugenaussagen schwierig sein, gerichtlich einen Schadensersatzanspruch in der geltend zu machenden Höhe auch durchzusetzen.

Ohne anwaltliche Vertretung werden Sie in dieser Hinsicht vermutlich nicht viel erreichen können.


Bewertung des Fragestellers |


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Sehr kompetente Antwort. Bitte so Weitermachen. Einfach Klasse!!! "
FRAGESTELLER 5/5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER