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Optionsrecht tritt Stillschweigend in Kraft


25.01.2018 21:13 |
Preis: 35,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Gerhard Raab



Hallo,
ich habe im Dezember 2016 einen Salon übernommen und mit ihm auch den vorhandenen Pachtvertrag.
( ich sollte einen neuen bekommen dieser wurde angefertigt, nach Änderungs Bedingungen, jedoch nie unterschrieben )

Da ich jetzt gerne meine Räumlichkeiten wechseln möchte habe ich mich leider jetzt erst mit dem Vertag befasst und eine Mietoption enteckt, jetzt ist die frage ob diese Formulierung rechtens ist und ob ich tatsächlich jetzt erst in 5 Jahren aus dem Vertag komme.

Die besagte Zeile lautet.

"Das Mietverhältnis beginnt am 01.März.2013 und wird auf 5 Jahre fest abgeschlossen. Der Mieter kann die Mietzeit zu den Bedingungen dieses Vertrages zwei mal um jeweils 5 Jahre verlängert werden, diese Optionen treten jeweils stillschweigend in kraft wenn der Mieter spätestens 12 Monate vor Ablauf der Mietzeit keine gegenteilige schriftliche Erklärung abgibt.

Das Mietverhältnisse kann nach Ablauf dieser fristen beidseitig unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von 6 Monaten zum Monatsende gekündigt werden.

Gibt es irgendeine Chance jetzt noch aus dem vertag zu kommen?
Es würde ja jetzt zum 01.03.2018 enden.

Danke im voraus

Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

In Ihrem Fall spricht man von einer sog. Verlängerungsklausel. Diese ist bei gewerblichen Mietverträgen zulässig. Damit kann das Ende des Mietverhältnisses, wie Sie schon zutreffend gesagt haben, frühestens zum 01.03.2018 herbeigeführt werden. Das ist aber nicht geschehen, so daß sich das Mietverhältnis nun automatisch um fünf Jahre verlängert.


2.

Die einzige Möglichkeit, den Mietvertrag zu beenden besteht darin, sich mit dem Vermieter dahingehend zu verständigen, daß Sie einen Nachmieter suchen.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt


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