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Optionen bei gebrochenem Verlags-Lizenzvertrag

| 22. März 2021 11:04 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Ich habe mit Verlag X einen Lizenzvertrag über ein Buch geschlossen, dessen Verwertungsrechte ich besitze. Verlag X darf es publizieren, zahlt mir dafür Geld. Im Vertrag steht allerdings auch, dass im Buch von mir ein Nachwort und eine Werbeanzeige erscheinen sollen, nun hat der Verlag das Buch bereits ohne diese Elemente gedruckt und auch an die Händler ausgeliefert.

Über die juristische Bewertung besteht kein Zweifel, das ist ein klarer Vertragsbruch, das räumt auch Verlag X ein.

Die Frage ist dennoch: Was mache ich?

Mir kam es bei Vertragsabschluss in erster Linie nicht auf das Geld an, sondern darauf, einen "Fußabdruck" in diesem Buch zu hinterlassen. Also den Bekanntheits- und Werbeeffekt. Das war eigentlich der Kern, der Sinn, die Seele des Vertrags. Und um genau den bin ich jetzt betrogen.

Ich könnte eine einstweilige Verfügung erwirken, die den Verkauf ohne die zugesagten Elemente untersagt. Ich könnte auch die Vernichtung aller Exemplare verlangen. Allerdings sagte man mir, dass damit die ausgelieferten Bücher nicht mehr zurückgerufen werden können. Bin noch nicht ganz sicher, ob das stimmt, aber nehmen wir mal an, es ist tatsächlich so. Das Kind ist also bereits in den Brunnen gefallen.

Ich stehe gerade mit dem Verlag X in Verhandlungen, was die mir nun als Ersatz für den entgangenen Werbeeffekt anbieten können. Man bietet mir an, meine Elemente ab der zweiten Auflage einzubinden und diverse Werbe- und Erwähnungsmaßnahmen auf social media, ihrer Webseite (es ist ein sehr großer Verlag), usw.

Und hier beginnt meine Frage. Wie gehe ich damit um?

Was kann ich denn von Rechts wegen in dieser Situation überhaupt verlangen, und wie stelle ich sicher, dass es dann auch gemacht wird? Wenn so etwas schon einmal schiefgegangen ist, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass das wieder schiefgeht und man sich dann doch vor Gericht wiedersieht.

Wenn ich jetzt keine einstweilige Verfügung erwirke, würde mir das dann später als Rechtsverzicht durch Unterlassen ausgelegt werden, also meine Ansprüche verfallen?

22. März 2021 | 12:33

Antwort

von


(2176)
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26131 Oldenburg
Tel: 0441-7779786
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Eine Einstweilige Verfügung zwecks Unterlassung und Vernichtung halte ich hier für wenig zielführend. Vielmehr sollten Sie Ihren vertraglichen Anspruch geltend machen und eine Ergänzung der fehlgedruckten Exemplare verlangen, auch der bereits in den Handel gelangten - z.B. durch ein entsprechendes Einlegblatt mit Anzeige und Nachwort, das den Büchern beigelegt wird. Möglicherweise sind auch die angebotenen Werbemaßnahmen als Kompensation geeignet und sogar wertvoller als Anzeige und Nachwort. Diese versprochenen Maßnahmen sollten aber konkret im Umfang schriftlich bestätigt werden. Ich gehe dann auch davon aus, dass sich der Fehler in zweiter Auflage nicht wiederholt, da der Verlag ja auch nicht an unnötigem zusätzlichem Aufwand und Kosten interessiert ist. Sollte dies doch passieren, wäre immer noch eine klageweise Geltendmachung möglich, auch im Einstweiligen Rechtsschutz (weil es sich bei der Neuauflage um ein neues Ereignis mit neuem Zeitrang handeln würde). Sie schneiden sich also grundsätzlich keine Rechte ab, wenn Sie jetzt keine Einstweilige Verfügung beantragen


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Jan Wilking

Bewertung des Fragestellers 24. März 2021 | 10:26

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