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Opferrente

06.06.2019 18:53 |
Preis: 40,00 € |

Sozialrecht


Beantwortet von



Hallo, ich bin aufgrund sex. Missbrauchs durch meinen Vater (mit Entführung über 2 jahre ins Ausland) bis anfang der 90er in Heimen untergebracht gewesen. Nach dem ich aus dem letzten Heim kam habe ich meine Jugendamt-Akte einsehen wollen da es in der Zeit der Heimunterbringung zu weiteren Übergriffen kam die dann auch vor Gericht verhandelt wurden. Leider war die Akte bereits vernichtet obwohl noch keine 3 Jahre vergangen waren. Meine Jugendamtbetreuerin hatte mich in den letzten 7 Jahren Heimaufenthalt nicht ein einziges Mal besucht oder sich vergewissert ob ich gut untergebracht war- ich vermute, daß es da einen Zusammenhang zur unüblich schnellen Vernichtung der Unterlagen kam.
Ich selbst war zu jung hatte meinen Vater nicht angezeigt aber meine ältere Schwester, das Jugendamt unternahm in meinem Fall keine juristischen Schritte, nur die Tat während meines Heimaufenthaltes wurde damals von meinem Erzieher angezeit. Die Täter verurteilt. Es sind aber weder Namen nachvollziehbar noch Aktenzeichen. Die Personen waren Asylbewerber und wurden kurz nach der Verhandlung ausgewiesen.

Im Jahr 2000 stellte ich dennoch einen Antrag auf OE, mußte aber wegen fehlender Gerichtsaktenzeichen zu den Fällen aufgeben.

2016 lernte ich einen Betreuer des Weißen Rings kennen der mich ermunterte noch einmal einen Antrag zu stellen da aufgrund meiner schweren Krankengeschichte die Taten bzw ich als Opfer anerkannt werden könnte. Schwerbehinderung mittlerweile 100% und Pflegegrad 3. Viele KH-Aufenthalte, Therapie etc

Als Zeugen gab ich ua den Polizisten an der die Anzeige aufnahm gegen die Täter zu meiner Heimzeit und sich noch gut an mich erinnern konnte, meinen Erzieher der mich zu den Gerichtsverhandlungen der Tat in der Heimzeit begleitete, meine Schwester die ebenfalls vom meinem Vater missbraucht wurde, beantragte die Befragung der betreuenden Jugendamtmitarbeiterin die meine Schwester zu den Verhandlungen begleitete, wußte dass auch ich missbraucht wurde etc

Die Antragsbearbeitung zog sich lange hin. Der Bearbeiter schrieb mich vor ca. einem Jahr an und forderte mich auf die Vorgänge der Übergriffe detailiert mit Zeitangaben zu schildern. Nach Rücksprache mir meiner Psychologin, schrieb ich zurück dass eine detaillierte Schilderung ohne Begleitung oder geschütztem Rahmen gefährlich für mich wäre da es zu einer Dekompensation kommen könnte der ich allein ausgesetzt wäre. Später folgten noch Nachfragen, immer wieder Versprechen dass der Antrag demnächst fertig bearbeitet an das Versorgungsamt gehen würde und im Mai diesen Jahres kam plötzlich die Ablehnung des Antrags.
Begründung : ich würde nicht mitwirken weil ich die Taten nicht schildern würde und keine Beweise der Taten.

Die Behauptung ich würde nicht mitwirken kann ich nicht stehen lassen. Es ist ein Unterschied ob ich alleine eine Schilderung der Taten für einen Beamten schreibe oder in fachlicher Begleitung schildere was passiert ist! Ich hatte bereits Dekompensationen die einen sehr gefährlichen verlauf hatten, würde mich aber sicher nicht sträuben mit einer Person darüber zu sprechen die fachlich dazu in der Lage ist mich vor einer psychischen Eskalation zu schützen bzw diese einigermaßen zu kontrollieren.

Daraufhin konsultierte ich einen Anwalt der mir riet dass so hinzunehmen da es kaum. Chancen auf Erfolg geben würde ohne Unterlagen die die taten belegen.

Ich hätte gerne noch eine anwaltliche Meinung dazu und hoffe es gibt jemanden der auf meine Anfrage reagiert.

Liebe Grüße


06.06.2019 | 20:46

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sie sollten sich dringend gegen die Ablehnung des Antrages zur Wehr setzen und sämtliche Rechtsmittel ausschöpfen. Es mag durch sein, dass die Beweisführung ohne vorhandene Unterlagen deutlich erschwert ist. Andererseits scheinen ausreichend Zeugen für die grausamen Taten und Erfahrungen benannt werden zu können.

Insofern sollten Sie das Ablehnungsschreiben nicht hinnehmen und zunächst Widerspruch (Frist 1 Monat) einlegen. Danach stünde Ihnen der Klageweg offen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen. Gerne bin ich Ihnen bei der Durchsetzung Ihrer Ansprüche behilflich.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Wibke Türk

Nachfrage vom Fragesteller 06.06.2019 | 21:20

Liebe Frau Türk, Danke für die schnelle Antwort.

Der Anwalt hat für mich Widerspruch eingelegt..Begründung sollte folgen...er rät aber ab weiter zu machen. Er hat die Akten durchgesehen und sehr lange mit dem Sachbearbeiter gesprochen. Der vermittelt dem Anwalt leider einen völlig anderen Eindruck als mir persönlich. Der Anwalt meinte dieser Sachbearbeiter hätte besonders gründlich in jede Richtung recherchiert..dem widerspricht, daß der SB mir wechselnde Zwischenstandsbeschreibungen gab. Mal wollte er den Antrag fertig bearbeiten und der nächsten Stelle weiterleiten..6monate später wollte er einen Gutachter einschalten, gut 1 Jahr später fand er die Akte erstmal nicht mehr. Erst auf die Ankündigung, daß ich mich an Vorgesetzte wenden würde kam die Ablehnung des Antrages mit der seltsamen Begründung.

Der Anwalt sagt er fände keine Lücke an die er ansetzen könne.

Können Sie mir sagen mit was der Widerspruch oder eine Klage begründet werden könnte?

Liebe Grüße

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 07.06.2019 | 10:01

Gerne beantworte ich Ihre Nachfrage.

Der Sachbearbeiter hätte meines Erachtens berücksichtigen müssen, dass es ausreichend Zeugen gibt, die Ihre Angabe bestätigen können.
Dies müsste in dem Widerspruch oder in der möglichen Klage angeführt werden. Die Zeugen müssen benannt werden (und gegebenenfalls sollten diese bereits schriftliche Erklärungen verfassen, die dann berücksichtigt werden könnten.), damit diese für die Widerspruchsbehörde und dann evtl. für ein Gericht auch "greifbar" sind.

Hier könnte angesetzt werden., da der Sachbearbeiter eben nicht alles vorgebrachten Beweismittel gewürdigt hat.

Ich hoffe, Ihre Frage beantwortet zu haben.


Mit freundlichen Grüßen

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