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Opfer einer Straftat auf dem Bahnhof

| 21.06.2009 19:01 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Hallo,

ich bitte mir mitzuteilen, inwieweit ich die Bahn hiezu mit ins Boot nehmen kann?

Meine Geschichte, die ich vertraulich behandel wissen möchte:
Am 31.10.08 (bei uns ein Feiertag) wollte ich vom Bahnhof Magdeburg-Neustadt nach Wolfsburg zum Einkuafen und Leute besuchen (in Niedersachsen kein Feiertag).
Gegen 13.25 Uhr besorgte ich mir eine Fahrkarte (alter Automat). Hinzuweisen ist, dass der Bahnhof Mangdeburg Hbf zu diesem Zeitpunkt teilweise gesperrt war und man musste auf andere Bahnhofe ausweichen, die keine perönliche Bedienung und desweiteren auch keine DienstPersonal auf den Bahnsteigen haben.

Erst beim Hochgehen auf den Bahnsteig endeckte ich auf halber Strecke einen Mann, der sich dort selbst befriedigte und laut stöhnte. Leider habe ich es erst beim Verbeigehen gemerkt und musste den Zug um 13.31 Uhr bekommen. Dazwischen informirte ich die Bahn an der blauen Säule.
Im Zug bekam ich das Handy des Zugführers um Anzeige zu erstatten, die ich abends zu Protokoll gab.
Dort habe ich 2 1/2 Stunden gesessen.
Zu meinem Verdruss erfuhr ich, dass die Überwachungskameras auf diesem Bahnsteig nur Atrappen sind! und keine Fotos zum Identifizieren des Täters verfügbar sind.
Auf dem Polizierevier am Hauptbahnhof und auch am Telefon wurde ich auch sehr ruppig behandelt.
Ich bin seitdem noch in professioneller Behandlung da ich beruflich auf die Bahn angewiesen bin.
Bei der Polizei konnte ich keinen Täter erkennen.

Kann ich die Bahn zum Schadensersatz heranziehen, schließlich war ich doch zu diesem Zeitpunkt FahrGAST?

Vielen Dank
Corinna

Sehr geehrte Fragestellerin,

die Beantwortung der von Ihnen genannten Frage erfolgt aufgrund der von Ihnen gelieferten Angaben und kann nur eine erste rechtliche Orientierungshilfe geben.



Sie könnten die Bahn nur zum Schadensersatz heranziehen, wenn die Bahn Sie direkt geschädigt hätte oder die Bahn ihrer Sicherungspflicht nicht ausreichend nachgekommen wäre.


Grundsätzlich ist es so, dass die Ihnen unbekannte Person sich vermutlich wegen

§ 183a StGB strafbar gemacht hat.

vgl http://dejure.org/gesetze/StGB/183a.html

Sie könnten gegen die Bahn zweifelsohne einen Schmerzensgeldanspruch geltend machen, wenn der Täter auf Geheiß der Bahn die Straftat begangen hätte.

Davon ist jedoch nicht auszugehen. Der Bahn ist in der konkreten Situation meines Erachtens kein Vorwurf zu machen. Der Bahn ist es nicht möglich, zu jeder Zeit sämtliche Plätze und Bahnsteige so zu überwachen, dass solche Vorfälle verhindert werden können.

Dabei spielt es - m. E. - auch keine Rolle, dass die Kameras nur Attrappen sind bzw. nichts aufgezeichnet haben. Die Kameras sollen nur Straftäter abschrecken- eine Garantie der Bahn, dass durch das Aufstellen von Kameras keine Straftaten geschehen und die Bahngäste 100% geschützt sind kann es nicht geben.

Die Bahn kommt Ihrer Sicherungspflicht ausreichend nach, wenn Sie Bahnpersonal bzw. Polizeibeamte damit beauftragt, solche Vorkommnis zu verhindern.


Schadensersatz können Sie im konkreten Fall nur gegen den Schädiger (Täter) geltend machen. Da dieser leider nicht mehr auffindbar ist wird Ihr Versuch, Schadensersatz zu fordern, vermutlich ergebnislos verlaufen.
Sollte die Polizei den Täter ermitteln können, so müssen Sie sich zivilrechtlich gegen den Täter halten um gegenüber diesem die Ihnen entstandenen Schäden geltend zu machen.

Ich hoffe Ihre Frage ausreichend beantwortet zu haben- bei Rückfragen darf ich Sie bitten von der kostenlosen Rückfragefunktion Gebrauch zu machen.
Eine Antwort auf die Rückfrage erhalten Sie innerhalb eines Werktags.


Mit freundlichen Grüßen

Michael Bauer
Rechtsanwalt





Bewertung des Fragestellers 23.06.2009 | 20:18

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