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Opa aus der Türkei nach Deutschland

18.01.2021 12:37 |
Preis: 25,00 € |

Ausländerrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Hallo,
vor kurzem ist meine Oma in der Türkei verstorben und mein Opa lebt jetzt ganz alleine in der Türkei.
Gibt es eine Möglichkeit Ihn nach Deutschland zu bringen da er mit 80 Jahren nicht alleine Leben kann?

Gruß
Aslan

18.01.2021 | 13:01

Antwort

von


(1730)
Marktstraße 17/19
70372 Stuttgart
Tel: 0711-7223-6737
Web: http://www.hsv-rechtsanwaelte.de
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sonstigen Familienangehörigen eines Ausländers (Eltern/Großeltern und Geschwister) kann zum Familiennachzug eine Aufenthaltserlaubnis erteilt werden, wenn es zur Vermeidung einer außergewöhnlichen Härte erforderlich ist.

Das ist leider sehr selten möglich.

Ich zitiere Ihnen das wissenswerte aus der Verwaltungsvorschrift zum Aufenthaltsgesetz und erläutere das im Anschluss bzw. beziehe das auf Ihren Einzelfall:

"Die Erteilung der Aufenthaltserlaubnis zur Herstellung und Wahrung der familiären Lebensgemeinschaft muss zur Vermeidung einer außergewöhnlichen Härte (unbestimmter Rechtsbegriff) erforderlich sein, d. h. die familiäre Lebensgemeinschaft muss das geeignete und notwendige Mittel sein, um die außergewöhnliche Härte zu vermeiden.

Nach Art und Schwere müssen so erhebliche Schwierigkeiten für den Erhalt der familiären Lebensgemeinschaft drohen, dass die Versagung der Aufenthaltserlaubnis ausnahmsweise als unvertretbar anzusehen ist. § 36 setzt dabei nicht nur eine besondere, sondern eine außergewöhnliche Härte voraus.

Härtefallbegründend sind danach solche Umstände, aus denen sich ergibt, dass entweder der im Bundesgebiet lebende oder der nachzugs-willige Familienangehörige auf die familiäre Lebenshilfe angewiesen ist, die sich nur im Bundesgebiet erbringen lässt (z. B. infolge einer besonderen Betreuungsbedürftigkeit).

Umstände, die ein familiäres Angewiesensein begründen, können sich nur aus individuellen Besonderheiten des Einzelfalls ergeben (z. B. Krankheit, Behinderung, Pflegebedürftigkeit, psychische Not).
Umstände, die sich aus den allgemeinen Lebensverhältnissen im Herkunftsland des nachziehenden Familienangehörigen ergeben, können insoweit nicht berücksichtigt werden.

Keinen Härtefall begründen danach z. B. ungünstige schulische, wirtschaftliche, soziale und sonstige Verhältnisse im Heimatstaat.

Die Herstellung der familiären Lebensgemeinschaft mit einem im Bundesgebiet lebenden Angehörigen ist im Allgemeinen nicht zur Vermeidung einer außergewöhnlichen Härte erforderlich, wenn im Ausland andere Familienangehörige leben, die zur Betreuung in der Lage sind.

Letzteres wäre hier insbesondere zu prüfen.

Die Voraussetzungen sind leider sehr hoch. In Bezug auf Ihren Großvater wäre das gegebenenfalls machbar, wenn auch nicht ganz einfach durchzusetzen. Allein das hohe Alter reicht nicht, auch nicht, dass ansonsten kein Familienmitglied mehr in der Türkei ist.

Jedenfalls wird die Behörde darauf abzielen, das ganz genau zu prüfen - nach meiner Erfahrung.

Am besten unternimmt man dieses nur mit anwaltlicher Hilfe, weil die rechtlichen Anforderungen schwierig und hoch sind.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Daniel Hesterberg

ANTWORT VON

(1730)

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Tel: 0711-7223-6737
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